Zitaten-Truhe


Geduld gegenüber Unwahrheit

„Es gibt unter den Menschen viele Arten von Argumenten, rechte und unrechte. Bewundere diese nicht gar zu schnell, verwirf sie aber auch nicht zu schnell. Wenn Unwahrheiten verkündigt werden, höre sie mit Sanftmut und wappne Dich mit Geduld.“

Freiheitliche Wiedervereinigung

„Die zweihundertjährige Geschichte der national-liberalen Bewegung, die politische Vernunft und die Verantwortung für Österreich verlangen danach, dass die Vorhersage von Wiens Ex-FP-Obmann Erwin Hirnschall möglichst bald in Erfüllung geht. Danach wird es früher oder später zu so etwas wie einer Wiedervereinigung kommen.“

  • Dieter Grillmayer, National und liberal – Die Geschichte der Dritten Kraft, in Österreich, Edition Genius, Wien 2006, Seite 385

Der Hang zur Monopolbildung

„Ein tiefer Trieb zur Beseitigung von Konkurrenz und zur Erwerbung von Monopolstellungen ist überall und zu allen Zeiten lebendig. Jeder erspäht Möglichkeiten, Monopolist zu werden.“

  • Walter Eucken (1891–1950), ordoliberaler Vordenker der Sozialen Marktwirtschaft, „Grundsätze der Wirtschaftspolitik“, Rowohlt rororo, Hamburg 1959, Seite 37

Revolution

„Jede Revolution ist viel weniger Bauplatz der Zukunft als Auktion der Vergangenheit.“

  • Heimito von Doderer (1896–1966), Zitat aus: „Die schönsten Aphorismen“, Fischer Taschenbuchverlag, Frankfurt 2010

Freiheit

Der Mensch ist frei geschaffen, ist frei,
Und würd er in Ketten geboren!
Laßt Euch nicht irren des Pöbels Geschrei,
Nicht den Mißbrauch rasender Toren;
Vor dem Sklaven, wenn er die Kette bricht,
Vor dem freien Menschen erzittert nicht.

  • Friedrich Schiller (1759–1805), aus dem Gedicht „Die Worte des Glaubens“, Stuttgarter Schillerausgabe der J. G. Cottaschen Hofbuchhandlung

Gut und Böse

Tugend will, man soll sie holen,
Ungern ist sie gegenwärtig;
Laster ist auch unbefohlen
Dienstbereit und fix und fertig.
Gute Tiere, spricht der Weise,
Mußt Du züchten, mußt Du kaufen;
Doch die Ratten und die Mäuse
Kommen ganz von selbst gelaufen.

  • Wilhelm Busch (1882–1908), Das goldene Wilhelm-Busch-Album, Verlag Kurt Desch, München 1962, Seite 227

Die Macht des Zufalls

„Wohl ist der Zufall eine böse Macht, der man so wenig wie möglich anheimstellen soll. Jedoch wer ist unter allen Gebern der einzige, welcher, indem er gibt, uns zugleich aufs deutlichste zeigt, daß wir gar keine Ansprüche auf seine Gaben haben, daß wir solche durchaus nicht unserer Würdigkeit, sondern ganz allein seiner Güte zu danken haben und daß wir eben hieraus die freudige Hoffnung schöpfen dürfen, noch ferner manche unverdiente Gabe demutsvoll zu empfangen?“

  • Arthur Schopenhauer (1788–1860), Aphorismen zur Lebensweisheit, Goldmanns Taschenbuch, Augsburg 1960, Seite 187
Bearbeitungsstand: Donnerstag, 28. März 2013
 
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