Zitaten-Truhe


„Der Blick des Verstandes fängt an scharf zu werden, wenn der Blick der Augen an Schärfe verliert.“

  • Platon, 428–348 v. u. Z., griechischer Philosoph

„Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.“

  • Lucius Annaeus Seneca (der Jüngere), 1–65 n. u. Z., römischer Philosoph und Politiker

„Geister, die imstande wären, die großen Staaten oder auch nur ihr eigenes Haus zu regieren, findet man kaum noch. Sie waren in keiner Zeit so selten wie heute.“

  • Joseph Joubert, 1754–1824, französischer Moralist und Essayist

„Ein Schnupfen, den ein Großer klagt, wird in der Welt herumgesagt.“

  • Friedrich Schiller, 1759–1805, war Arzt, Philosoph und Historiker und gilt als einer der bedeutendsten deutschen Dichter. Zitat aus: Gedichte 2. Teil, Wunderseltsame Historia.

„Freiheit ist ein Gut, dessen Dasein weniger Vergnügen bereitet als seine Abwesenheit Schmerzen.“

  • Jean Paul, eigentlich Johann Paul Friedrich Richter, 1763–1825, deutscher Schriftsteller, dessen von ihm gewählte Namensänderung auf seine große Bewunderung für den Aufklärer Jean-Jacques Rousseau (1712–1778) zurückgeht

„Der beste Arzt ist die Natur, denn sie heilt nicht nur viele Leiden, sondern spricht auch nie schlecht von einem Kollegen.“

  • Ernst Ferdinand Sauerbruch, 1875–1951, einer der bedeutendsten und einflussreichsten deutschen Chirurgen und u. a. Pionier der Thoraxchirurgie

„Das Abendland geht nicht zugrunde an den totalitären Systemen, auch nicht an seiner geistigen Armut, sondern an dem hündischen Kriechen seiner Intelligenz vor den politischen Zweckmäßigkeiten.“

  • Gottfried Benn, 1886–1956, deutscher Arzt, Dichter und Essayist

„Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein.“

  • Kurt Tucholsky, 1890–1935, deutscher Journalist und Schriftsteller

„Um eine Weltregierung zu erreichen, ist es notwendig, den Menschen ihren Individualismus, ihre Loyalität gegenüber Familie, Tradition, Patriotismus und Glauben zu nehmen.“

  • Brock Chisholm, 1896–1971, kanadischer Psychiater und erster WHO-Generaldirektor (1948–1954)

„Unsichtbar wird der Wahnsinn, wenn er genügend große Ausmaße angenommen hat.“

  • Bertolt Brecht, 1898–1956, deutscher Dramatiker.

„Vergessen wir nicht: In Panik macht, wer Grund hat, sich zu fürchten. Und Panikmacher eignen sich nicht fürs Regieren.“

  • Willy Brandt (1913–1992), deutscher Bundeskanzler

„Die unkontrollierte Bevölkerungsvermehrung in der Dritten Welt wird in absehbarer Zeit zu katastrophalen Zuständen führen. Wenn wir nicht in den Strudel zunehmender Verelendung hineingerissen werden wollen, dann muss sich Europa bis zu einem gewissen Grade abschotten. Nur wenn sich die europäische Völkergemeinschaft auf diese Weise erhält, wird sie auch weiter in der Lage sein, nach ihren humanitären Idealen zu leben und damit auch anderen zu helfen.“

  • Irenäus Eibl-Eibesfeldt, 1928–2018, österreichischer Verhaltensforscher und Gründer des Fachs Humanethologie.

„Die Lüge ist für die Demokratien das, was die Gewalt für die Diktaturen ist.“ („Le mensonge est aux démocraties ce que la violence est aux dictatures.“)

  • Denis Robert, geb. 1958, französischer Schriftsteller und investigativer Journalist.
Bearbeitungsstand: Freitag, 25. September 2020

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