Genius-Brief
Jänner–Februar 2021

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Unter AUFGEBLENDET finden Sie am Ende der Inhaltsangaben aktuelle Hinweise auf besondere Zusammenhänge in Kurzfassung.

Die Verantwortung für die Inhalte der einzelnen Lesestücke tragen deren Verfasser.
Herausgeber ist der Verein Genius-Gesellschaft für freiheitliches Denken, Wien. Von diesem wurde mit der praktischen Durchführung der Herausgabe Dr. Gerulf Stix, Ampass, beauftragt. Die Redaktion leitet Bernd Stracke, Innsbruck.
Beide sind erreichbar über verein@genius.co.at. Über die redaktionelle Linie des Mediums informiert: www.genius.co.at. Die Wiedergabe von Genius-Lesestücken ist nur mit Zustimmung der Genius-Gesellschaft gestattet. Weitere Auskünfte finden Sie ebenfalls unter: www.genius.co.at

 

Inhaltsangaben

Arbeitslosigkeit, Firmenpleiten und Inflation

Die Null-Stellung der Wirtschaft, angeordnet durch die Regierungen, mit wochenlangen Lockdowns, führt zu einer globalen Krise. In seiner Analyse unter dem Titel Die große Wirtschaftkrise bahnt sich an beschreibt Gerulf Stix eine zweifache Wirtschaftskrise, die unaufhaltsam auf uns zukommt. Die erste Welle an Arbeitslosigkeit und Pleiten trifft viele von uns sofort. Die zweite Welle an Inflation wird einige Zeit später uns alle mit voller Wucht treffen.
Lesestück Nr. 01/Jänner–Februar 2021

Eine kritische Nachlese zur US-Präsidentenwahl

Demokratie ist ein Modell nicht zur Konfliktvermeidung, sondern zur Konfliktaustragung.
Das schreibt Lothar Höbelt in seinem spritzigen Beitrag Populismus und Polarisierung? Die USA sind nicht nur tief gespalten, sie spüren auch zwiespältig die Sanktionen gegenüber dem mit ihnen rivalisierenden China. Auch die Black-Life-Matters-Märsche lieferten ein zwiespältiges Bild, indem sie überwiegend von Weißen getragen wurden, während viele Schwarze diesmal Trump wählten. Ein Großteil der Wähler schaltet einfach ab, weil das Vertrauen in die Medien sinkt.
Lesestück Nr. 02/Jänner–Februar 2021

Die Doppelmoral der neuen Bilderstürmer

Der Sturz der „Heroen“ findet überall statt, desgleich die Umbenennung vieler Straßen. Fabian Walch kritisiert in seinem Lesestück Die neuen Bilderstürmer: Die linke Kulturrevolution. Während die Massenmörder Lenin und Stalin verherrlicht werden, werden Europas Kolonialisten und „Rassisten“ verdammt. Dabei wird zu wenig beachtet, dass unsere Geschichte ist wie sie ist. Angesichts dessen scheint Georg Orwells Meisterwerk „1984“ aktueller denn je zu sein.
Lesestück Nr. 03/Jänner–Februar 2021

Migration als demografischer Faktor

An Hand höchst aktueller Zahlen zeigt Harald Saggener in seinem Beitrag An den Beispielen Innsbruck und Graz: So rasch vollzieht sich der Wandel die Entwicklung des Ausländeranteils auf. Er nennt dabei auch ausführlich die Studie des Stadtplaners Prof. DI Siegfried Zenz mit dem Titel „Fakten und Diskussionsbeiträge zum Tabuthema Migration“. Allein In Innsbruck stieg der Ausländeranteil in den letzten neun Jahren von 15,9 % auf 27,5 %. In Graz haben an den öffentlichen Schulen nur mehr 46 % – also eine Minderheit – Deutsch als Muttersprache. „Die gewählten Stadtverantwortlichen haben eine Diskussion darüber offenbar zum Tabuthema erklärt“.
Lesestück Nr. 04/Jänner–Februar 2021

Der Umbau der EU geht unverdrossen weiter

Dieser Brief aus Brüssel liefert einen aktuellen Überblick der gegenwärtigen Vorgänge in der EU unter dem Namen der Autorenschaft Junius. Vom Brexit bis zum Abkommen mit China zeigen Durchwachsene europäische Ausblicke u. a. im Superwahljahr 2021, wie beunruhigend die Perspektiven in Brüssel sind. Leider werden dort die meisten Fragen, die konkret eine heimliche Weiterentwicklung der EU bewirken, unter den Teppich gekehrt.
Lesestück Nr. 05/Jänner–Februar 2021

Argumente zur Corona-Strategie

Über die falsche Test-Strategie von Sebastian Kurz wie auch über andere Anti-Corona-Bekämpfungsstrategien äußert sich Dieter Grillmayer im Artikel Eine Rückkehr zur Vernunft täte Not. Darin legt der Autor betont subjektiv dar, in welchen Punkten er die Regierungsstrategie kritisiert und wo er dringend nötige Korrekturen für angebracht hält. Die augenscheinlich zunehmende Aufmüpfigkeit der Bevölkerung führt Grillmayer in erster Linie auf die falsche, meist scheibchenweise Aufklärungspolitik der Bundesregierung zurück.
Lesestück Nr. 06/Jänner–Februar 2021

„Erster Schnee“

Wir freuen uns alle schon auf den Frühling. Noch aber halten Schnee, Eis und Nebel die Natur gefangen. In unserer Zitaten-Truhe bringen wir diesmal Wintergedichte aus dem ganzen deutschen Sprachraum. Von Eichendorff über Lenau, bis zu Keller und Fontane erstreckt sich dieser Strauß an Eisblumen. So offenbart sich, wie bunt dieser Strauß lyrischer Blüten schon vor fast 200 Jahren erstrahlte.
Lesestück Nr. 07/Jänner–Februar 2021

„Das verfallene Haus des Islam“

In dieser Buchbesprechung stellt unser langjähriger Autor Bertram Schurian die wichtige Arbeit eines anerkannten Islam-Wissenschafters unter dem Titel Die richtige Diagnose vor. Seit dem Terroranschlag am 2. November 2020 in Wien durch ein Mitglied des „Islamischen Staates“ wird über eine zweckmäßige Bekämpfung des politisch-militanten Islam diskutiert. Das Buch von Ruud Koopman, einem Universitätsprofesssor in Berlin, kann in dieser Frage weiterhelfen.
Lesestück Nr. 08/Jänner–Februar 2021

Die mediale Verteufelung aller Kritiker der Corna-Bekämpfung

Das ist die Besprechung nicht eines Buches, sondern der die Aufmerksamkeit heftig erregenden Sonderausgabe eines Magazins. Ein Umwerfendes Wochenblick-Spezialmagazin „Corona-Crash 2021“ wird hier von Bernd Stracke ausführlich besprochen. Am besten lesen Sie das Magazin selbst. Unter anderem wird hier auch geschildert, wie der familien- und kinderlose Bundeskanzler die durch seine Bekämpfungsstrategie ausgelösten Folgen für die betroffenen Kinderseelen kaum kennt. Unter den Kritikern der Anti-Pandemiemaßnahmen befinden sich auffallend viele Personen mit hohem Bildungsabschluss und Vertreter anspruchsvoller Berufe. Etwas zum Nachdenken.
Lesestück Nr. 09/Jänner–Februar 2021

Die Entspannungspolitik zwischen Ost und West war anders

Das wirklich erhellende Buch einiger bekannter Historiker zu dem in der Öffentlichkeit längst abgearbeiteten Thema der Ost-West-Entspannung unter Willy Brandt verlangt ein Umdenken. Unter dem Titel: Breschnew und Brandt: Neue Dokumente und Forschungsergebnisse zwingen zum Perspektivenwechseln bei der Bewertung der Entspannungspolitik wird dieses zeitgeschichtliche Buch hier von Reinhard Olt besprochen. Neuerdings veröffentlichte Archivdokumente legen nahe, dass die Verbesserung des sowjetisch-westdeutschen Verhältnisses ursprünglich von Moskau selbst gewünscht wurde. Wie der Autor feststellt, wären diese neuen Erkenntnisse ohne den Grazer Historiker Stefan Karner wohl nicht möglich gewesen. Hier zeigt sich wieder einmal, wie geschichtliche Ereignisse in der öffentlichen Berichterstattung oft einen anderen Eindruck erwecken, als sie tatsächlich – häufig im Verborgenen – abgelaufen sind.
Lesestück Nr. 10/Jänner–Februar 2021

AUFGEBLENDET
Das Ende der Meinungsfreiheit?

Die Beseitigung der Meinungsfreiheit steht als erster Punkt auf der Agenda sämtlicher Diktaturen. Ob diese versteckt, oft schleichend angestrebt oder offen von verschiedenen Gruppen als Ziel genannt werden oder gar schon existieren, spielt hinsichtlich dieses Punktes keine Rolle. Ebenso wenig, ob es um die Ambitionen einzelner Machtmenschen oder um die Diktatur bestimmter Klassen, Rassen, Institutionen, Gruppen oder Ideologien geht. Sogar Demokratien sind vor solchen Bestrebungen nicht gefeit. Nicht selten bahnen sich heimlich angestrebte Tyranneien hinter der Fassade von Demokratien, die dann allmählich zu Scheindemokratien werden, an und werden unauffällig vorbereitet. Wie auch immer solche Maßnahmen im Einzelnen aussehen mögen, allen steht jedenfalls die Meinungsfreiheit im Wege. Und meistens beginnt deren Abschaffung mit einer Gleichschaltung der veröffentlichten Meinung.
Den Medien wird allgemein die Aufgabe einer „Vierten Gewalt“ im Rahmen einer demokratischen Gewaltenteilung (Montesquieu) zugeordnet. Dabei wird stillschweigend vorausgesetzt, dass die Medien diese Aufgabe auch wahrnehmen. Wenn dem aber nicht so ist? Was ist, wenn die Medien von der Regierung einfach gekauft werden, zum Beispiel mit sehr viel Inseraten in Zeitungen bzw. Einschaltungen bei Fernsehsendern? Dazu später mehr. Und wie ist das mit den schreibenden Mitarbeitern der Medien?
Zugegeben, der Beruf des Journalisten ist schwer. Er oder sie soll gut schreiben/moderieren können, dabei umfassend und objektiv bleiben und eine von der Leserschaft anerkannte Unabhängigkeit bewahren. Ziemlich schwierig, wenn man angestellt ist und Weisungen zu befolgen hat. Diese Gratwanderung wird zur Einseitigkeit bei eindeutig ideologischer Haltung des oder der Eigentümer des Verlages bzw. Senders oder der bestellten Chefredakteure bzw. Generaldirektoren.

Wie die Gleichschaltung funktioniert
Der Gipfelpunkt freilich wird durch Gleichschaltung erreicht, was nicht einmal durch Weisungen erreicht werden muss, sondern unauffällig durch entsprechende Aufträge bewirkt werden kann. Eine österreichische Zeitung titelt: „Regierungsmillionen für Boulevard – Die Regierung bewarb sich und ihre Maßnahmen 2020 so teuer wie noch nie.“(1) Tatsächlich weiß jeder Fachmann, dass keine Tageszeitung überleben kann, wenn ihr Umsatz nicht wenigstens rund 30 % Werbeeinnahmen enthält; es sei denn, sie beruht, wie bei den Genius-Lesestücken, auf ehrenamtlicher Mitarbeit, was aber bei Berufsarbeit so eben nicht funktioniert. Die Bundesregierung nützt diese Werbeabhängigkeit der Medien aus, ebenso wie die Landesregierungen, insbesondere die schwarz-grünen, genau das seit einem Jahr forciert tun.
Sind die führenden Medien erst einmal im Wesentlichen gleichgeschaltet, wächst ein gewisses Misstrauen bei der Leserschaft bzw. den Zusehern. Rund 40 % sehen laut einer Aussage von Renate Köcher, ihres Zeichens Allensbach-Chefin, die Berichterstattung der Medien in Deutschland jetzt kritischer als vor der Pandemie. Überhaupt steigt das allgemeine Misstrauen gegenüber den führenden Medien. Das besagt jedenfalls eine veröffentlichte Langzeitstudie der Mainzer Johannes-Guttenberg-Universität. Jeder fünfte Bürger Deutschlands, so verlauten die Wissenschafter jener Studie, behauptet von den Medien sogar, „die Bevölkerung systematisch zu belügen“. Wem fällt in diesem Zusammenhang nicht das gewiss allzu verallgemeinernde Schlagwort von der „Lügenpresse“ ein?
Die IVW erhebt in regelmäßigen Abständen, wie sich die Auflagen der deutschen Tageszeitungen entwickeln. Nun trifft ein gewisser Auflagenschwund wegen einander konkurrenzierender Medien mehr oder weniger alle Zeitungen und Magazine. Es fällt aber auf, dass ausgerechnet jene Zeitungen am meisten an Auflage verlieren, die jüngst erst ihre Blattlinie erkennbar in Richtung rot-grün geändert haben. Das betrifft mit über 40 % die Springer-Blätter DIE WELT und Bild-Zeitung. Torsten Groß schreibt dazu: „Es dürfte kaum eine Publikation in Deutschland geben, die so konsequent gegen die Mehrheitsmeinung der eigenen Leserschaft anschreibt wie die Redaktion der WELT.“ Aber auch die früher betont bürgerliche FAZ zählt mit einem Auflagenverlust von über 11 % zu den großen Verlierern unter den Zeitungen. Die Avancen konservativer Zeitungen vor dem rot-grünen Zeitgeist, der inzwischen offenbar die Redaktionen mehr oder weniger beherrscht, scheinen sich also angesichts der sinkenden Auflagen nicht zu lohnen. Diese Avancen finden aber statt und werden von den Regierungen mit großzügigen Aufträgen – natürlich aus Steuergeldern – unter dem Titel der Pandemie-Bekämpfung flächendeckend unterstützt. Ein aggressiver rot-grüner Zeitgeist und ein durch die Pandemie beflügelter Machtrausch vieler europäischer Regierungen mit massiver Gleichschaltung der öffentlichen Meinung wecken Hand in Hand das Misstrauen der Medien-Konsumenten.

Das Wort vom „Überwachungskapitalismus“
Die NZZ brachte im Jänner 2021 Fakten, wie bekannte Internet-Firmen ihre gigantische Marktmacht zur Gleichschaltung der Meinungsvielfalt in den Social Media missbrauchen. Sie schreibt dazu: „Amerikas Tech-Unternehmen haben im Nachzug (Anm.: zum undemokratischen Sturm aufs Capitol) Präsident Trump samt einem Teil seiner Anhängerschaft und nahestehender Firmen von den sozialen Netzwerken und diversen Dienstleistungen ausgeschlossen.“ Diese Sperre seiner Accounts auf Facebook und Twitter erfuhr eiskalt der zuvor von denselben Medien hofierte Trump! So funktioniert Gleichschaltung im Zeitalter des Internet.(2)
Aber das geschieht nicht nur in den USA, sondern auch auch in Europa, konkret in Österreich. Die NFZ zitiert am 21. Jänner 2021 groß den FPÖ-Mediensprecher Christian Hafenecker: „Da sich mittlerweile amerikanische Medienkonzerne anmaßen, sogar die Verbreitung von Plenarreden österreichischer Parlamentarier zu verbieten – wie die jüngste Löschung der Parlamentsrede von Klubobmann Herbert Kickl durch Youtube – und sich damit in die Innenpolitik einmischen, ist hier wirklich Gefahr im Verzug. Ich erinnere auch daran, dass Facebook schon im Vorjahr Debattenbeiträge der freiheitlichen Abgeordneten Michael Schnedlitz und Dagmar Belakowitsch gelöscht hat.“
Die hier wiedergegeben Aussagen betreffen die Eliminierung unerwünschter Meinungen in den so genannten Sozialen Medien. Natürlich gehören dazu auch die in manchen Staaten der EU in Vorbereitung befindlichen Gesetze und ihre öffentliche Debatte über einen „Kampf gegen den Hass im Netz“. Die Art dieses einseitigen Kampfes im Netz bedarf keiner besonderen Erläuterung.
Auch die öffentlichen Fernsehanstalten in Europa verhalten sich kaum anders. Wer die deutschen Nachrichtensendungen mehr oder weniger regelmäßig sieht, kann sich selbst ein Bild über deren unfassbare Einseitigkeit, die Bevorzugung von Vertretern des Bündnisses Linke/Grüne – Anmerkung: Die Linke vertritt mehrheitlich die ehemaligen Kommunisten – und die ständige Diskriminierung der AfD machen. Beim ORF lässt sich seine Einseitigkeit besonders während der Corona-Pandemie leicht erkennen.

Die Nachrichtenpolitik in der Corona-Pandemie
Nur ein besonders eindrucksvolles Beispiel mag diese Behauptung veranschaulichen: In Norwegen sollen bei der Impfung gegen Covid-19 laut dort amtlicher Mitteilung an die 34 (oder nur 23?) Menschen gestorben sein. Die Gründe dafür sind vermutlich sehr fachspezifisch. Was hingegen hierzulande auffällt, ist der Umstand, dass kein führendes Medium, schon gar nicht der ORF diese Nachricht gebracht, geschweige denn kommentiert hat! Aufgekommen ist diese beachtliche Zahl an Impftoten in Norwegen überhaupt nur deswegen, weil kleine, meist private Medien darüber berichteten. In Österreich berichtete beispielsweise der Privatsender Servus TV darüber. Nur ganz wenige Medien zogen mit zeitlichem Abstand nach. Den öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten hingegen passte diese Meldung offenbar nicht in die gut finanzierte Impf-Propaganda und wurde daher gleich gar nicht gebracht. So funktioniert eben Gleichschaltung in der Corona-Pandemie.
Nur eine Zahl zum Vergleich: Die Werbeausgaben der österreichischen Bundesregierung haben sich vom türkis-blauen Kabinett Kurz I von rund 2 Milliarden € im türkis-grünen Kabinett Kurz II auf über 4 Milliarden € praktisch verdoppelt! Ist es angesichts dieser Zahlen übertrieben, wenn man der Bundesregierung nachsagt, sie kaufe sich einfach die Medien?

Der Medien-Bundeskanzler wird unruhig
Trotz der massiven Gleichschaltung der maßgeblichen Medien durch die Bundesregierung wächst der Unmut in der Bevölkerung über die Anti-Pandemie-Strategie des Medien-Kanzlers, der auf seine Methode der Message Control so stolz ist. Die Leute haben die dauernden Lockdowns angesichts der sich anbahnenden Wirtschaftskrise (vgl. Lesestück Nr. 1 in diesem Genius-Brief) und das Schließen der Schulen einfach satt. Dagegen kommt nicht einmal mehr die erkennbare Einseitigkeit in der Medienberichterstattung auf. Ein Zeichen für diesen Stimmungswandel in der Bevölkerung sind auch jüngste Nachrichten, dass von den rund 7.500 Corona-Toten insgesamt fast die Hälfte, nämlich ca. 44 % sehr alter Menschen mit Vorerkrankungen in Alters- und Pflegeheimen (!) gestorben ist. Dazu ein Vergleich ohne weiteren Kommentar: Im Jahr 2019 starben in Österreich rund 82.200 Menschen an verschiedenen Ursachen.
Diese Situation bereitet Sebastian Kurz, der mit einer guten Witterung für Stimmungslagen ausgestattet ist, natürlich Kopfzerbrechen. Denn Niederlagen verträgt er sehr schwer. Was liegt nun für einen Politiker, der die Last der Verantwortung hart zu spüren bekommt, näher, als diese Last auf möglichst viel Schulter zu verteilen? So überrascht es nicht, wenn S. Kurz bei dem Versuch, die ihn bedrückende Last abzuschieben, auch an größere Regierungskoalitionen, vielleicht sogar an eine Konzentrationsregierung denkt. Dann müssten alle die Last der Verantwortung tragen und S. Kurz wäre persönlich gewissermaßen fein heraus. Er könnt sich sogar mit der abtretenden Kanzlerin Merkel in Berlin kurzschließen, denn die hat ihm ja vorexerziert, wie das Regieren mit einer Großen Koalition geht. Dem gelernten Österreicher bleibt angesichts solcher Möglichkeiten nur eines übrig, nämlich abzuwarten. Wird die Opposition, insbesondere die SPÖ, da mitspielen? Obwohl diesbezüglich gestritten wird, mehren sich immerhin die Anzeichen für ein Dulden der Regierung, vielleicht sogar für eine Koalition mit ihr.
Unbeschadet dieser Spielchen auf dem Wiener Bundesparkett bleibt die bittere Tatsache bestehen, dass es weltweit Bestrebungen gibt, in einem ersten Schritt die öffentliche Meinung gleichzuschalten und in einem zweiten Schritt die Meinungsfreiheit überhaupt abzuschaffen. Das wird jeden freiheitsliebenden Menschen mit tiefer Sorge erfüllen.

Anmerkungen

  • (1) Vgl. DER STANDARD vom 16. Dezember 2020, Seite 21.
  • (2) Vgl. Shoshana Zuboff, „Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus“, Campus Verlag, Frankfurt 2018, 727 Seiten. Der Begriff des „Überwachungskapitalismus“ wurde von der Autorin und Wissenschafterin, die in den USA lebt, geprägt. Sie kritisiert u. a. die Internet-Giganten. Artikel in der Neuen Zürcher Zeitung vom 19. Jänner 2021.

 

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