Der Kosovo als demografische Warnung


Von einem Balkankenner

Der Kosovo – uralter serbischer Kulturboden und zusätzlich geweiht durch den Umstand, dass dort die erste große Auseinandersetzung zwischen christlichem Abendland und muslimischem Morgenland auf europäischem Boden stattgefunden hat. Weil die allerchristlichsten Hoheiten der europäischen Reiche offenbar Wichtigeres zu tun hatten, blieben die Serben in diesem Kampf allein und erlitten im Jahr 1389 auf dem Amselfeld eine schwere Niederlage und den Tod ihres Königs und Heerführers. (Unter ähnlichen Begleitumständen ereilte Ungarns König Ludwig II. im Jahr 1526 bei Mohács das gleiche Schicksal.)

Fünfhundert Jahre Türkenherrschaft haben das Einsickern großteils muslimischer Albaner – nachdem auch sie trotz anfänglicher Erfolge unter ihrem Nationalhelden Skanderbek letzten Endes doch den Türken unterlegen waren – in den serbisch-orthodoxen Kosovo natürlich begünstigt. Als die Serben ihr Land nach der Vertreibung der Türken aus Europa endlich zurückerhielten, da war es bereits ein Multi-Kulti-Land. Im letzten Jahrhundert haben sich die Verhältnisse, vor allem aufgrund höherer Geburtenraten bei den Albanern, weiter zu deren Gunsten in Richtung 75 Prozent Bevölkerungsanteil verändert. Daher auch das Autonomie-Statut in Titos Jugoslawien, obwohl in dieser Zeit kulturelle Verschiedenartigkeiten zugunsten einer aus dem Nationalkommunismus abgeleiteten Staats-Identität weitgehend unterdrückt wurden. Als schließlich die Serben nach Tito im Kosovo ihren Primat anmeldeten und militärisch durchzusetzen versuchten, war der Teufel los. Nach der Nato-Intervention wurde die Lösung der Streitfrage einem internationalen Schiedsgericht überantwortet, das kürzlich den Spruch fällte, Serbien habe den Kosovo an die Mehrheitsbevölkerung abzutreten. Unter Berufung darauf haben die politischen Führer der Albaner den Kosovo Anfang dieses Jahres für unabhängig erklärt.

Nach gängiger Meinung ist das nur die Folge dessen, dass sich die Serben unter Milosevic äußerst ungeschickt verhalten haben. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass auch ein geschickteres Verhalten letztlich zu demselben Ergebnis geführt hätte. Denn die entscheidenden Fakten sind schon viel früher gesetzt worden, und zwar von den ihre Kultur importierenden Zuwanderern und der Gebärfreudigkeit ihrer Frauen. Und insofern hat das, was den Serben gerade mit dem Kosovo passiert ist, eine unser Land und unser Volk ganz handfest berührende Perspektive:

In 20 bis 30 Jahren wird die alteingesessene und bei allem Laizismus großteils noch immer christlich orientierte Bevölkerung in Teilen Österreichs, von Vorarlberg bis Wien, zur Minderheit geworden sein. Und es liegt in der (gesunden) Natur der Mehrheit, dass diese dann entsprechend machtbewusst und besitzergreifend auftreten wird. Die betroffenen Österreicher können dann entweder wegziehen oder kuschen oder Widerstand leisten. In jedem Fall läuft das letztlich auf eine internationale Kommission hinaus, die entscheiden wird, welche Teile des (ehemaligen) österreichischen Staatsgebietes an die Bevölkerungsmehrheit abzutreten sind. Das allfällige EU-Mitglied Türkei würde in diesem Sinn sicher zusätzlich Druck machen.

PS: Wenn die Meldungen stimmen, die über die demografische Entwicklung in Israel und in Palästina zu hören sind, dann wird auch der Nahostkonflikt letztlich von den Gebärmüttern entschieden werden. Gegen die Natur ist eben kein Kraut gewachsen.

 

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Bearbeitungsstand: Donnerstag, 25. November 2010
 
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