Zitaten-Truhe


„Gendern“

Von Willibald Zach*

Gendern 1:
Sprachverhunzung

Dem ORF ist nichts zu dumm!
Er drangsaliert sein Publikum,
wenn Tarek Leitner folgsam liest,
mit „Gendern“ jeden Text vermiest!
Sein Genderwahn ist unerhört!
Man meint, er wäre sprachgestört!
Wer unsre Sprache so verhunzt,
sich stolz noch wähnt in „Dudens“ Gunst,
gehört nicht vor ein Mikrophon,
da lachen ja die Hühner schon.
Ach so, das „Gendern“ ist modern?
Na dann, lauscht weiter diesem Herrn,
der sich der „Genderei“ verschrieben,
vom „...innen-Murks“ einhergetrieben.
Herr Wrabetz, schönen guten Morgen!
Wie gerne hätt‘ ich Ihre Sorgen!

Gendern 2:
Gendersprache im Duden

Es wies Herr Doktor Wallentin
auf „Genderei“ im Duden hin.
Dabei wird ernsthaft hinterfragt,
ob man zum Arzt bald „Ärztlein“ sagt.
Sagt man „der Arzt“, klingt es sexistisch,
weshalb „das Arzt“ wohl realistisch.
Mir fällt zu diesem Schmarrn nur ein,
dem muss wohl fad im Schädel sein,
den echt die Ungewissheit plagt,
wie man zum „Onkel Doktor“ sagt.
Ob „die“, ob „der“, ob „es“, ob das,
ihr „Sprachverhunzer“, wisst ihr was:
Lieg ich im Bett, weil ich schwer krank,
gilt „meinem Arzt“ mein größter Dank,
der mich durch seine Kunst kuriert,
egal, wie er betitelt wird.

Die „Genderei“, die dargeboten,
erinnert stark an die Chaoten,
die keineswegs sich je genieren,
mit Blödheiten sich zu blamieren!

Gendern 3:
Lasst eiligst diesen Genderwahn

Man will die Muttersprache ändern
durch gnadenloses, wüstes „Gendern“!
Die Sprache, die ich stolz gepflegt,
hat die Chaoten angeregt,
sie zu verhunzen, umzuformen
durch stümperhafte neue Normen.
Es steht die Forderung wohl an:
Stoppt eiligst diesen Genderwahn!
Der uns verfolgt beharrlich, täglich,
und sprachlich wütet, unerträglich!
Nur wer die Muttersprache schätzt,
und sie durch „Gendern“ nicht verletzt,
bringt sprachlich sich authentisch ein,
wird stolz auf seine Heimat sein!
Noch hätten wir es in den Händen
den „Gender-Wahnwitz“ zu beenden.
Der ähnelt dem berühmten Kropf,
der bloß behindert Hals und Kopf!

* Willibald Zach, geboren 1937 in Röschitz (Weinviertel), dichtet bereits seit seiner Volksschulzeit. Er machte Karriere in der Justizwache (zuletzt im Rang eines Obersten) und war in leitender Funktion in den Justizanstalten Stein und Graz-Karlau sowie in der Strafvollzugsanstalt Hirtenberg, sowie als Referent im Justizministerium tätig. Er ist u. a. Gründungsmitglied der Salzburger Militärmusik. Seine gelungenen Reime zur Tages- und Gesellschaftspolitik wurden in großer Zahl in Tageszeitungen sowie in mehreren Gedichtbänden veröffentlicht. Er ist auch im Internet mit der Homepage www.reim-zum-tag.at präsent.

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Bearbeitungsstand: Dienstag, 27. Juli 2021

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