Leben in vertrauter Umgebung


Wie Geschichtsbewusstsein und Nationalgefühl entstehen

Von Gerulf Stix

Lassen Sie uns diesen Beitrag mit einer vom Thema scheinbar abweichenden Frage beginnen: Können Sie wenigstens einen Gegenstand aus Ihrer alltäglichen und ziemlich umfangreichen Umgebung selbst herstellen? Gemeint ist alles: Lebensmittel, Bekleidung, Toilette, Wohnen, Fahrrad, Auto (Motorrad), usw. usw. Vielleicht kann ein selbstständiger Bauer einige der Lebensmittel selbst erzeugen oder ein Zimmerer/Tischler selbst Gegenstände aus Holz fertigen (sofern eine Sägerei die benötigten Ausgangsmaterialien liefert!), aber der normale Bürger, von denen zwei Drittel in einer Stadt wohnen, vermag das nicht. In Summe muss die gestellte Frage also mit einem Nein beantwortet werden. Dieses Nein gilt, von den erwähnten Ausnahmen abgesehen, entgegen dem Anschein auch für den modernen Bauern und Tischler. Denn auch diese beiden, die nur als Beispiele auch für andere „Handwerker“ gedacht sind, können die vielen Gegenstände, mit denen sie tagtäglich umgehen, nicht selber herstellen. Weder der Bauer seinen Traktor, noch der Tischler seine Werkzeugmaschinen.

In Wahrheit können wir alle von den vielen Dingen unserer ganz normalen Umwelt nichts erzeugen, nichts selber machen, obwohl wir damit ständig hantieren. Anders ausgedrückt heißt das, wir benützen mehr oder weniger souverän täglich Hunderte von Dingen, über deren Herkunft wir uns keine Gedanken machen. Natürlich machen wir uns gelegentlich schon über Einzelnes Gedanken, was etwa zu besorgen oder zu ersetzen oder gerade zu warten (Service) ist. In einer Pandemie verstärkt sich dieses Verhalten. Aber insgesamt verschwenden wir keine Gedanken an unsere übliche Umwelt, in der und mit der wir alle Tage leben, obgleich wir eigentlich nichts von ihr selber gemacht haben oder selber machen könnten.

Auch die Muttersprache haben wir übernommen

Diese Tatsache gilt nicht nur für alle materiellen Güter, mit denen wir leben, sondern gerade auch für die ideellen. In unserer täglichen Kommunikation ist das alles überragende Beispiel die Muttersprache. Ohne sie könnten wir uns weder mit dem Nachbarn, noch beim Einkaufen oder Telefonieren oder mit all den Menschen, mit denen wir zu tun haben, unterhalten. Das tun wir mit einer solchen Selbstverständlichkeit, dass wir sie erst bemerken, wenn uns das Gegenüber mit einem „sizi anlamıyorum“ („ich kann Sie nicht verstehen“) antwortet oder einfach die Schultern zuckt. Damit ist auch das Thema Immigration angesprochen.

Die gesungene Sprache wiederum erwächst aus der gesprochenen und gehört wie die gesamte Musik zu den ideellen Gütern, deren wir uns bedienen, obschon wir sie nicht gemacht haben. Wie die Sprache erfunden wurde, ist bis heute eines der ungelösten Rätsel. Über das historische Werden der Sprache gibt die Germanistik Auskunft. Die Texte für unsere Lieder verdanken wir einzelnen Dichtern, von denen die meisten freilich längst verstorben oder gar unbekannt sind. Das gilt auch für die herausragenden Komponisten der Musik. Bei der Europahymne, um nur ein Beispiel zu nennen, stammt der Text von Friedrich Schiller und die Musik von Ludwig van Beethoven.

Üblicherweise werden Kultur und Zivilisation getrennt. In Wirklichkeit geht eins ins andere über. Im praktischen Leben dominieren die Gewohnheiten, zu besonderen Anlässen das Brauchtum. Zur Kultur zählen in aller Regel Literatur und Geisteswissenschaften, während das „nationale“ Rechtswesen mehr und mehr auch „internationales“ Recht mitbeachten muss. Die Abgrenzungen sind fließend. Meist operieren Rechtsanwälte und Notare sehr lokalbezogen. Die Muttersprache verbindet nationales Handeln, internationale Kriterien melden sich ungestüm bei grenzüberschreitenden Materien – oder bei der Auflösung von Nationen, vor allem Klein-Nationen. Eine Tatsache bleibt unverrückbar bestehen: Weder Zivilisation noch Kultur wurden von uns Lebenden gemacht; bestenfalls wirken Einzelne in unserer Gegenwart – pro futuro.

Geschichte ohne besonderes Bewusstsein

In Wirklichkeit bewegen wir uns tagtäglich auf einem wahren Berg von Geschichte, ohne dass wir uns diesen Umstand besonders bewusst machen. Meist tun wir so, als ob Geschichte die mehr oder weniger verschrobene Angelegenheit einer wissenschaftlichen Disziplin sei. Wir realisieren einfach nicht, dass alles um uns her aus Geschichte besteht. In dem Konglomerat unserer Umwelt sind beispielsweise die Wochentagsnamen weitgehend heidnisch, viele unserer Feiertage christlich und manche uralte Bräuche können wir uns überhaupt nicht erklären wie beispielsweise so manchen Fasnachtbrauch. Greifen wir als Beispiel das Weihnachtsfest heraus. In grauer Vorzeit ein Fest unbekannter Sonnenkulte (Stonehenge, Sonnenwende), wurde Weihnachten unter den Römern am 25. Dezember zum Fest des römischen Sonnengotts (männlich!), um Jahrhunderte später im Christentum das Fest zur Geburt Jesu Christi zu werden. In der Bibel steht übrigens nichts über die Jahreszeit der Geburt Jesu. Wie auch immer, Weihnachten als Ergebnis der Geschichte prägt als vordergründig christliches Fest mit unterschiedlichen Bräuchen die westliche Welt heute.

Unser überlieferter Sagenschatz vermischt uralte Elemente mit keltischen, germanischen, slawischen und noch entfernter fremdländischen Motiven bzw. indirekt mit historischen Vorgängen. Einige der Sagenstoffe gelten, dichterisch überhöht, als Nationalepen und stehen weit vorne. Ebenso kennt unsere Sprache ungezählte Lehn- und Fremdwörter.

Springen wir mitten in die Politik. Nichts von dem, was sich da ständig um uns abspielt, kann ohne eine sehr lange Vorgeschichte erklärt werden. Und allzu kurze Erklärungen sind meist falsch oder werden so interpretiert. Wenn Herbert Kickls (FPÖ-Obmann seit 19. Juni 2021) sinngemäße Aussage „Politik kommt vor dem Recht“ einen Sturm im Medienwald auslöste, so nur wegen der stark verkürzten Wiedergabe. Denn selbstverständlich hatte Kickl insofern Recht, als unser gesamter Rechtsbestand das Ergebnis Jahrhunderte langen politischen Ringens ist. Und neue Gesetze und damit neues Recht werden immer noch im Parlament beschlossen, wo logischerweise in demokratischem Sinne Politik gemacht wird. Aber nur scheinbar ist das Wechselspiel aus Demokratie, autoritären Formen, Diktaturen und Tyranneien höchst modern. In Wahrheit verbergen sich dahinter uralte Muster und längst vergessene Lehren daraus. Nur wissen das die meisten Menschen nicht, weil die alten Muster oft in neuem Gewand erscheinen.

Wie bemitleidenswert sind doch jene Menschen, die von utopischen Gesellschaften schwärmen, alles erneuern wollen und gar von einem „neuen Menschen“ träumen, während sie andererseits doch in jedem und allem auf den Schultern vergangener Generationen stehen! Der utopische „Traum von einem neuen Menschen“ ist in Wirklichkeit uralt. Diese Träume sowie die daraus entstehenden Konflikte muss jede Generation neu ausfechten.

Wie eine junge Generation in ihre Umwelt hineinwächst

Wie hilflos ist doch das Kind, das nackt und blutig in diese Welt hineingeboren wird! Überspringen wir seine ersten Jahre. Wenden wir uns dem Kind im Vorschul- und Volksschulalter zu. Begierig saugt es auf, was es in seiner konkreten Umwelt eben so vorfindet. Unsere Groß- und Urgroßeltern sind noch im Kaiserreich, mit Adel und mit Pferdekutschen aufgewachsen. Unsere Kinder und Enkel wachsen mit Smartphones, Computern und Sonden auf dem Mars auf. Wir als Generation dazwischen haben die Welt mit unseren langsam selbstständig werdenden Augen gesehen, als zunächst viermotorige Bomber und brennende Städte, später mehr und mehr Autos sowie ein ständig wachsender Wohlstand das Land beherrschten. Wundert es angesichts dieser Unterschiede in den Erlebniswelten, dass die Generationen einander schwer verstehen? Dass „die Jungen“ sich anders verhalten als „die Alten“, weil sie ihre Umwelt einfach völlig anders erleben? Und doch steht eine jede Generation auf den Schultern der vorherigen! Ein Paradoxon.

Das Stichwort „Klimawandel“ zeigt den Unterschied besonders deutlich. Was über viele Generationen in Summe technologisch-wirtschaftlich aufgebaut wurde, zeitigt heute Folgen, die die junge Generation zum Handeln heraus fordert. Die Alten „verstehen die Welt nicht mehr“ und die Jungen meinen fälschlicherweise, dass sich eine lange Geschichte einfach auf Knopfdruck verändern ließe. Beide liegen, an den geschichtlichen Mechanismen gemessen, mit Ihrer Meinung zum Klimawandel in der Sache leider falsch.[1]

Masseneinwanderung zerstört die vertraute Umgebung

Obwohl der Klimawandel derzeit in aller Munde ist, bedeutet er nur eine der großen Belastungen, denen sich die junge Generation gegenübersieht. Eine andere ist die unvermindert weitergehende Masseneinwanderung aus fremden Kulturkreisen. Auch diese Massenimmigration war jahrelang in aller Munde, besonders um das Jahr 2015, als Angela Merkel mit ihrem „Wir schaffen das“ die sogenannte Willkommenskultur propagierte. Entgegen dem vom Mainstream pausenlos getrommelten „Kampf gegen Rechts“ und dem damit einher gehenden Offenhalten der Tore für die Masseneinwanderung, lässt sich die unvermeidliche Folge dieses Phänomens auf einen einfachen Nenner bringen: Masseneinwanderung zerstört die vertraute Umgebung total. Das ist so. Integration gelingt nur in Einzelfällen beziehungsweise bei kleinen Gruppen. Hingegen hat die Masseneinwanderung schon lange den kritischen Punkt, die „kritische Masse“, überschritten und gerät deshalb außer Kontrolle.[2]

In erster Linie sind die Mega-Städte betroffen. Frankreich ist eines der Beispiele dafür. Dort droht um die Banlieues von Paris bald so etwas wie ein Bürgerkrieg, vor dem Dutzende aktiver Generäle warnen. Ein anderes Beispiel ist Wien. Dort droht zwar kein Bürgerkrieg, aber in den Volksschulen spricht die Mehrzahl der Schüler nicht mehr Deutsch als Muttersprache, obschon Deutsch die Staatssprache ist. Das wird sich schon in spätesten zwei Generationen auswirken.

Und der Islam wird in Wien in naher Zukunft zur Mehrheitsreligion werden! All das sind die Folgen der praktizierten Masseneinwanderungspolitik. Sie läuft letztlich auf ein Ergebnis hinaus: Zerstörung der vertrauten Umgebung durch Außeneinwirkung! Das verändert von außen her tatsächlich im Zuge einiger Generationen den Lauf der Geschichte, die sich bisher in dem verhältnismäßig kleinen europäischen Raum hauptsächlich von innen her und dabei leider auch im Zuge vieler Kriege entwickelt hat. Doch genau dieser Befund einer massiven Änderung im Geschichtsverlauf unseres kleinen Erdteils wird sich wiederum erst nach mehreren Generationen als richtig erweisen. Dann freilich wird es für ein Gegensteuern zu spät sein. Die Kinder, Enkel und Urenkel der „Willkommens-Generation“ werden das bitter büßen.

Führt die Globalisierung zur One World?

Neben dem Schlagwort vom Klimawandel ertönt immer wieder laut das Wort von der Globalisierung. Sie sei nicht mehr aufzuhalten und die den Planeten Erde dominierende Menschheit steuere auf die One World zu. Die Fakten lassen sich nicht wegdiskutieren.

Massentourismus, Flugreisen, weltweite Kommunikation fast schon in Echtzeit, wissenschaftliche Zusammenarbeit über alle Grenzen hinweg und im Weltraum und so fort lassen sich weder leugnen noch abschaffen. Im Gegenteil: Die Verdichtung der Verbindungen – insbesondere die der Mega-Städte – und der Kooperationen wird noch zunehmen. Hinzu kommt ein gigantisches Anwachsen der Menschenanzahl. Erreichte sie nach Tausenden von Jahren erst vor gut 200 Jahren die 1. Milliarde, so halten wir heute schon bei 9 Milliarden Menschen! Die hysterisch zelebrierte Corona-Pandemie nimmt sich angesichts dieser Zahlen als bloßer Wimpernschlag der Weltgeschichte aus. Ob uns diese rasende Entwicklung über den Kopf wächst oder – unter blutigen Begleiterscheinungen – irgendwie beherrschbar bleibt, lässt sich unmöglich prognostizieren. Weder ein menschliches Gehirn ist dafür befähigt noch eine technologisch vorausgesetzte Künstliche Intelligenz wird dazu jemals in der Lage sein. Was uns wirklich in Zukunft blühen wird, bleibt jeder Gegenwart verborgen. Sicher ist nur, dass es anders als vermutet kommen wird. Die so nicht vorhergesehene Corona-Pandemie ist unbeachtet ihrer den Machthabern willkommene Gelegenheit, Machtbewusstsein kaum verhüllt auszuleben, ein schönes Beispiel für die Unvorhersehbarkeit des Kommenden.

Ob die Globalisierung wirklich zu einer letztlich vereinheitlichten Welt führt oder der sich zuspitzende Kampf um die totale Weltgeltung zwischen den USA und China nicht vorher zu einem vernichtenden Atomkrieg führt, weiß heute niemand. Auch andere Entwicklungen sind denkmöglich. Eine davon ist eine neue Dimension des Nationalgefühls.

National – liberal – global

Wir leben ständig mit Paradoxien. Ein schönes Beispiel einer solchen hat sogar im Deutschen seinen Niederschlag gefunden, und zwar im Wort von der Hassliebe. Hass und Liebe sind normalerweise klare Gegensätze. Trotzdem kann jeder Mensch beides zugleich erleben. Allein schon unser Sprachschatz belegt, dass Hassliebe möglich ist. Genau so eine Paradoxie bildet die den Menschen evolutionär mitgegebene Grundausstattung unserer Doppelnatur:

Wir sind zugleich Einzelmenschen und Angehörige einer Gemeinschaft. Ob wir wollen oder nicht, sind wir gleichzeitig Individuen und Kollektivwesen. Selbstverständlich steht einmal das Individuum im Vordergrund, ein anderes Mal das Kollektivwesen. In Fragen der Freiheit, der Selbstbestimmung, wird es betont um das Individuum gehen. In Angelegenheiten des Überlebens beispielsweise im Krieg wird das Kollektiv im Vordergrund stehen. Aber schon bei Fragen der Rechtsordnung verschwimmt die Abgrenzung. Geht es zum Beispiel um die Selbstbestimmung des Einzelnen oder die eines Volkes? Tatsächlich schlagen wir uns in der Politik ständig mit diesen Abgrenzungsproblemen herum. Heute wird hauptsächlich der Individualismus propagiert, während der Kollektivismus offiziell verpönt ist – aber nicht überall. Vor allem wird die Abstammungsgemeinschaft als „Nationalismus“ schlechtgemacht. Hingegen feiert der „Staatsnationalismus“ (jus solis anstatt jus sanguinis) augenscheinlich fröhliche Urstände. Wie anders ließe sich ansonsten das Bestreben der Katalanen nach Unabhängigkeit von Spanien erklären, während andererseits das „konservative“ Spanien strikt auf der Einheitlichkeit Spaniens besteht? Oder bedeutet der hochgelobte „Multikulturalismus“ letztlich nichts anderes, als dass der „Individualist“, also der Einzelmensch, sich ganz beliebig aussuchen kann, ob er sich überhaupt einem Kollektiv zugehörig fühlen will oder wenn, dann welchem. Außerdem kann der Multikulturalist seine gewillkürten Kollektive auch noch wechseln – abgesehen davon, dass jeder Mensch auch vielen künstlichen Kollektiven (Vereinen, Religionsgemeinschaften usw.) angehören kann.

Dabei wird allerdings völlig übersehen, dass kein Mensch Herr über seine Abstammung und Muttersprache ist. Selbst das Kind gemischtrassiger Eltern, welches mit einer Mutter- und einer evtl. anderen Vatersprache aufwächst, wird sich als Erwachsener entscheiden, welchen Abstammungs- und Kulturkreis es vorzieht. Je nach den Umständen wird es dem nachgereihten Kulturkreis dafür mit Sympathie oder Ablehnung gegenüberstehen, vielleicht auch beide wertschätzen. Das Leben ist eben bunt, nicht aber schwarz-weiß. Letzteres wird uns aber über das Links-Rechts-Schema allenthalben weisgemacht. Für die Masse der Menschen bleibt jedoch der Abstammungs- und Kulturkreis bestimmend. Noch so viel Propaganda für einen „grenzenlosen Multikulturalismus“ wird an dieser Grundtatsache des Lebens nichts ändern.

So wird es auch mit der Globalisierung laufen. Das Ja zu internationaler Zusammenarbeit wird eine Symbiose mit dem Ja zur eigenen Abstammung und Muttersprache eingehen. Auch individuelle Mehrsprachigkeit und Englisch als Weltsprache ändern daran nichts.

Es wir kein Entweder-oder geben, sondern ein Sowohl-als-auch. Die Doppelnatur des Menschen wird dazu führen, dass sich die Globalisierung als zusätzliche Dimension etabliert.

Nichts spricht dagegen, dass sich der weiße oder schwarze oder gelbe oder andersfarbige Mensch zugleich als Mitglied seiner Abstammungsgemeinschaft und als Weltbürger des gemeinsamen Planeten Erde fühlt. Die Evolution hat dafür gesorgt, dass wir in Paradoxien leben und mit ihnen umgehen können. Das Nationalgefühl ist durch die eingetretene Globalisierung ganz und gar nicht überflüssig geworden, sondern bleibt als evolutionäre Basis geformt durch eine lange Geschichte erhalten.

Über allem steht freilich die Geschichte, egal ob wir uns dieser bewusst sind oder nicht. Auch die Globalisierung besitzt ihre Geschichte! Ja, sie bildet sogar die Spitze einer Entwicklung, die wir Menschen selbst dann nicht abschütteln können, wenn wir das wollten. So wie wir nicht den Kolonialismus oder die Sklaverei oder den Römischen Imperialismus (Imperium Romanum) oder die „Games of Thrones“ verleugnen können.

Kehren wir also am Schluss der hier ausgebreiteten Überlegungen zu der scheinbar paradoxen Frage zurück, die eingangs gestellt wurde: Können Sie, verehrte Leserinnen und Leser, irgendeinen Gegenstand aus ihrer alltäglichen Umgebung in gleicher Qualität und mitsamt allen Vormaterialien selbst herstellen? Ihre ehrliche Antwort darauf wird Vieles hinterfragenswert machen, was auf den ersten Blick selbstverständlich zu sein scheint oder als veraltet abgelehnt wird.

Anmerkungen

[1] Vgl. Gerulf Stix, „Klima, Wetter, Wirtschaft und Wandel“, Genius-Brief v. 1. April 2021.

[2] Vgl. Thilo Sarrazin, „Deutschland schafft sich ab“, Deutsche Verlagsanstalt 2010.

[3] Vgl. Sammelband NATIONAL–LIBERAL–GLOBAL, Edition GENIUS, Wien 2020, S. 327.

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Bearbeitungsstand: Dienstag, 27. Juli 2021

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