Genius-Brief
November–Dezember 2021

So gelangen Sie zu allen Texten:

Dieser Brief informiert Sie, welche Themen in unseren neuesten Genius-Lesestücken behandelt werden. Sie können zwischen zwei Methoden wählen:

  • Die einfachste Methode, mit einem Klick sämtliche Lesestücke dieser Ausgabe auf Ihren Computer zu bekommen, eröffnet sich für Sie am Ende dieses Briefes. Dort finden Sie die Abrufverweise für das Paket „Alles auf einmal!“.
  • Für Abonnenten, die einzelne Beiträge sofort lesen möchten, gibt es den gewohnten Weg: Schmökern Sie in Ruhe die hier folgenden Inhaltsangaben durch. Wenn Sie ein Beitrag besonders interessiert, klicken Sie daneben einfach auf PDF. Schon öffnet sich das gewünschte Dokument, und Sie können es lesen oder ausdrucken oder beliebig archivieren.

Außerdem haben alle Abonnenten freien Zugang zu den drei praktischen Suchverzeichnissen ABC auf unserer Webseite: www.genius.co.at

Unter AUFGEBLENDET finden Sie am Ende der Inhaltsangaben aktuelle Hinweise auf besondere Zusammenhänge in Kurzfassung.

Die Verantwortung für die Inhalte der einzelnen Lesestücke tragen deren Verfasser.
Herausgeber ist der Verein Genius-Gesellschaft für freiheitliches Denken, Wien. Von diesem wurde mit der praktischen Durchführung der Herausgabe Dr. Gerulf Stix, Ampass, beauftragt. Die Redaktion leitet Bernd Stracke, Innsbruck.
Beide sind erreichbar über verein@genius.co.at. Über die redaktionelle Linie des Mediums informiert: www.genius.co.at. Die Wiedergabe von Genius-Lesestücken ist nur mit Zustimmung der Genius-Gesellschaft gestattet. Weitere Auskünfte finden Sie ebenfalls unter: www.genius.co.at

 

Inhaltsangaben

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Inhaltsangaben

Die Kurzsichtigkeit des Geschreies vom Klimawandel

Über das Gemenge von natürlicher und menschengemachter Klimaänderung schreibt bewusst abgewogen Gerulf Stix im Genius-Lesestück „Klimawandel!“. Seine Gedanken kreisen von den in unverständlicher Weise als „grün“ angepriesenen Atomkraftwerken über die trotz EE allgemeine Aufheizung der Wohngebiete bis zum CO2 als „Rohstoff der Zukunft“. Eine Kreislaufwirtschaft wird realistisch als Fernziel beschrieben. Eine ernste Studie.
Lesestück Nr. 01/November-Dezember 2021 – Abonnenten dort klicken = PDF

Wie eine frühere Außenministerin über die Nahost-Politik denkt

Die ehemalige österreichische Außenministerin Dr. Karin Kneissl sagt in ihrem Beitrag Im Nahen Osten viel Neues, wie Vermittler und Delegierte relativ unbemerkt von der Tagespresse neue Optionen schaffen. Besonders interessant sind ihre Schilderungen über das sogenannte Abraham-Abkommen. Die Regionalmächte gewinnen an Selbstbewusstsein und Wirkungskreis.
Lesestück Nr. 02/November-Dezember 2021 – Abonnenten dort klicken = PDF

Um den Bosporus wird heftig gepokert

Im Mittelpunkt des 4. Teils der Türkei-Serie des Genius-Autors Peter Toplack steht das heftige Tauziehen um den Bosporus. Unter dem Titel Türkische Politik zwischen Realismus und Illusion schildert der Autor diesmal das Treffen zwischen US-Präsident Biden und dem türkischen Präsidenten Erdoğan am Rande des NATO-Gipfels im Juni 2021. Ihrem Ruf als Unruhestifterin in der Allianz wird die Türkei auch dadurch gerecht, dass Erdoğan mit seinen Plänen, einen Kanal als zweite Durchfahrt ins Schwarze Meer neben dem naturgegebenen Bosporus zu bauen, das Abkommen von Montreux in Frage stellt. Das alarmiert alle Seemächte und verursacht sogar in der Türkei selbst heftige Wirbel.
Lesestück Nr. 03/November-Dezember 2021 – Abonnenten dort klicken = PDF

Wer gegen den Mainstream schreibt, verliert den Arbeitsplatz

Aus eigener Erfahrung berichtet Jan Mahnert unverblümt, wie mit angeblich als „rechts“ angeprangerten Publizisten verfahren wird. In seinem Artikel „Das Hindernis ist der Weg“ beschreibt der Autor, wie es ihm selbst ergangen ist, nachdem er objektive Fakten beim Namen genannt hatte. Breit schildert er auch das Schicksal Theo Sarrazins. Mahnert empfiehlt abschließend, in einer persönlichen Krise auch die Chance zur Entscheidung zu sehen.
Lesestück Nr. 04/November-Dezember 2021 – Abonnenten dort klicken = PDF

Megacitys gegen Mittelstädte

Das immer wichtiger werdende Thema der Verstädterung unseres Lebensraumes veranlasst Eberhard Hamer zu einem Plädoyer für mittelgroße Städte, die er Mittelstädte nennt. In seinem Beitrag Die Zukunft unserer Ballungsräume sieht der Verfasser die drohende Verslummung der Megacitys. Hingegen räumt Hamer den mittelgroßen Städten für deren Zukunft Chancen ein. Während den von Unterschichten der Gesellschaft beherrschten Megacitys ein sozialer und wirtschaftlicher Abstieg droht, können Mittelstädte aufblühen, wenn es ihnen gelingt, eine starke mittelständische Struktur aufrecht zu erhalten.
Lesestück Nr. 05/November-Dezember 2021 – Abonnenten dort klicken = PDF

„Es gibt kein Licht, das reiner ist als die Wahrheit“

Inge Valentin-Zimek, die heute in Graz lebt, ist Globetrotterin und Künstlerin. Von ihr stammen die Aphorismen, die wir diesmal für die Zitaten-Truhe ausgewählt haben. Lebensweisheit zeichnet die Künstlerin aus, die das Goldene Ehrenzeichen des Landes Steiermark trägt. Dennoch kommt ihr Humor nicht zu kurz: „Man soll die Feste feiern, wie sie fallen, und die Gäste feuern, wenn sie lallen“.
Lesestück Nr. 06/November-Dezember 2021 – Abonnenten dort klicken = PDF

Harte Kritik am heutigen Wissenschaftsbetrieb

Gerade in der Corona-Pandemie berufen sich die Regierungen nur allzu gern auf „wissenschaftliche Experten“. Wolfgang Caspart beklagt im Genius-Lesestück Der Verlust der Weisheit, dass den heutigen Akademikern keine Wissenschaftstheorie mehr gelehrt wird. Wissenschaft lebt nun einmal von einander widerstreitenden Theorien und Lehrmeinungen. Wer glaubt, dass „die Wissenschaft“ eine einheitliche Welterklärung beziehungsweise ein unbestrittenes Weltbild liefert, ist in einem Irrtum befangen. So meint Caspart, „allmählich droht die Wissenschaft zur Volkspädagogik zu verkommen“.
Lesestück Nr. 07/November-Dezember 2021 – Abonnenten dort klicken = PDF

Das biologische Sein des Menschen

Eine philosophische Betrachtung eigener Art stellt Karl Sumereder in seiner Abhandlung Das energetische Schwingungsgefüge – der Mensch an. Er schreibt: „Wir sind ein Ökosystem von enormer Diversität, welches wir, wie so viel anderes in der Natur, nur ansatzweise oder überhaupt nicht verstehen“. Die Menschen leben inmitten einer verwirrenden Vielfalt energetischer Schwingungen, die den Kosmos prägen. Unsere Welt ist der Planet Erde. Jener Platz, an den wir uns im Laufe der Evolution angepasst haben.
Lesestück Nr. 08/November-Dezember 2021 – Abonnenten dort klicken = PDF

Die Struktur der US-amerikanischen Gesellschaft

In dieser Buchbesprechung der Neuauflage von 2019 eines Buches aus 1956, das als Klassiker seines Faches gilt, stellt Mathias Holweg unter dem Titel Die Machtelite den US-amerikanischen Autor C. Wright Mills vor. Dieser beschreibt die Struktur der US-Gesellschaft von ihrem Beginn an im 18. bis herauf in die Mitte des 20. Jahrhunderts. Gerade im Hinblick auf den gegenwärtigen Gesellschaftswandel in den USA wird dieser Rückblick besonders interessant.
Lesestück Nr. 09/November-Dezember 2021 – Abonnenten dort klicken = PDF

Die Welt benötigt eine auf Regeln basierende Ordnung

Unser Redaktionsleiter Bernd Stracke bespricht hier das jüngste Buch des US-amerikanischen Völkerrechtlers und vielseitigen Schriftstellers Alfred-Maurice de Zayas. Bernd Stracke betitelt seinen Beitrag mit „Aufbau einer gerechten Weltordnung“ und gibt damit eine wortwörtliche Übersetzung des englischen Originaltitel des Buches wieder. Alfred de Zayas‘ sehr wohl machbare Vorschläge stehen leider im Gegensatz zur konkreten Weltpolitik, wie sie uns in der Realität tagtäglich begegnet. Dennoch leisten Menschen wie Prof. de Zayas wertvolle und wichtige Pionierarbeit. Aufmerksamen Genius-Lesern ist der Universitätsprofessor auch deswegen noch in guter Erinnerung, weil er die Vertreibung von rund 15 Millionen Deutschen nach 1945 ohne Umschweife als Völkermord bezeichnet hat. (Alfred de Zayas, 50 Thesen zur Vertreibung, Verlag Inspiration Un Limited, London/München 2012). Aber er hat sich auch, wie Stracke schreibt, gegen die Vertreibung anderer Völker, etwa 13 an der Zahl, ausgesprochen. Ebenso sprach er sich gegen den Irak-Krieg aus. Eine empfehlenswerte Lektüre.
Lesestück Nr. 10/November-Dezember 2021 – Abonnenten dort klicken = PDF

AUFGEBLENDET

Immigranten als Waffe in Osteuropa

Polen verteidigt gegen die von Lukaschenkos Truppen herangekarrten Immigranten hauptsächlich aus Afghanistan, Irak und Syrien die EU-Außengrenze – Premierminister Morawiecki prahlt damit sogar -, obwohl Polen ohne Wenn und Aber nur seine eigene Landesgrenze schützt. Polen nimmt somit praktisch der EU eine Aufgabe ab, die genau genommen die EU selbst wahrzunehmen hätte. Dieselbe EU, mit der der polnische Staat andererseits in einen veritablen Streit über das Justizwesen verstrickt ist! Natürlich hat Brüssel dem Druck seiner Mitgliedstaaten folgend zum Schutz seiner Außengrenzen die Organisation FRONTEX gegründet. Aber diese ist erstens viel zu schwach, zweitens erst in langsamem Aufbau begriffen und muss sich drittens mit vielen Stolpersteinen abmühen, weil ihr ein versteckter Widerwillen aus der Brüsseler Politik und eine eher pazifistische Grundeinstellung entgegen stehen. Zu alledem kommt noch der einseitig betonte „Kampf gegen Rechts“, der in der praktischen Wirklichkeit keiner Truppe guttut.
Somit erfüllt Polen de facto eine europäische Aufgabe, wird aber von Europa geprügelt. Diese Doppelrolle Polens zieht sich fast durch seine ganze Geschichte hindurch. Ohne Vollständigkeit oder gar historische Wissenschaftlichkeit anzustreben, seien hier ein paar Daten erwähnt.
Polen hat schon im 17. Jahrhundert unter seinem König Sobieski, gemeinsam mit dem Reichsheer, die Stadt Wien vor den Türken gerettet. Also vor jener Türkei, mit der Europa heute mit viel Geld im Hinblick auf die Immigranten einen Pakt aufrecht zu erhalten trachtet, obwohl Erdoğan Brüssel auf der Nase herumtanzt.
Mit den Deutschen haben die Polen oft und oft einmal kooperiert, dann wieder sich heftig bekriegt. Im 19. Jahrhundert wurde der polnische Staat nach mehreren Teilungen unter seinen Nachbarn für über 100 Jahre abgeschafft. Die Polen überdauerten als Nation. Nachdem Polen als Staat nach 1918 wiedererstanden war, nahmen sich Hitler und Stalin davon die Gebiete, die sie zum Teil als angestammt ansahen oder die sie für die angepeilte Expansion brauchten. Nach seinem Sieg über Deutschland nahm Stalin dann eine massive Verschiebung Polens von Ost nach West vor. Zu diesem Zweck mussten erst sehr viele Millionen Deutsche vertrieben werden. Mit der Verschiebung Polens schuf Stalin einen unter der Decke langfristig wirkenden Zankapfel zwischen Deutschland und Polen. Indem Stalin aber eindeutig polnisches Gebiet russifizierte (Ostpolen), bewirkte er, dass sich die Polen bis in unsere Gegenwart herauf von Russland bedroht fühlen. Das ist der unausgesprochene Kern im Streit Polens mit Weißrussland.
Der weißrussische Präsident Lukaschenko, mitunter als „letzter Diktator in Europa“ bezeichnet, missbraucht eigens eingeflogene Immigranten als Waffe gegen die EU. Seine Truppen helfen den herangekarrten Immigranten sogar, den polnischen Grenzzaun zu überwinden, wie die NZZ in einem Bericht schreibt. Lukaschenko fühlt sich nicht zuletzt deswegen so stark gegenüber der EU, weil hinter ihm Putin steht, der im Interesse Russlands im Stillen auf Bjelorus spekuliert. Umgekehrt erklärt sich die harte Haltung Polens gegenüber den von Lukaschenko schamlos auf Europa angesetzten Immigranten aus dem stillen Wissen um Russlands Position in dieser Sache. Das dramatische Schauspiel auf offener Bühne verdeckt die maßgebenden Interessen hinter der Bühne.

In ganz Ost-Europa brodelt es

Polen ist nicht der einzige Brandplatz gegenüber Minsk und Moskau. Auch Lettland und Litauen fühlen sich bedroht, weswegen sie eng mit den USA – in Europa mit der NATO – zusammenarbeiten. Ebenso errichten die beiden baltischen Staaten einen Grenzzaun gegen Weißrussland. Im Süden fühlt sich das EU-Mitglied Tschechien auch nicht wohl in seiner Haut. Einerseits hat das frühere Kronland der K. u. k. Monarchie Österreich-Ungarn in den Jahren nach 1945 rund drei Millionen Deutsche vertrieben und damit seine Nachbarn im Westen und Süden verprellt, andererseits befreite sich Tschechien später von seinen russischen „Befreiern“ und dem damit einhergehenden Sowjetkommunismus nicht ohne Gewalt. Erst in November hat Tschechien seinem nördlichen Nachbarn Polen offiziell angeboten, eigene Sicherheitskräfte an die polnisch-weißrussische Grenzen als Hilfe für Polen zu entsenden. Gegenüber Deutschland und der EU verbat sich Warschau allerdings jegliche Hilfe an seiner Ostgrenze.
Die Slowaken, die sich friedlich von Tschechien trennten, grenzen an die Ukraine, um die zwischen den USA und Russland gerungen wird (Stichwort: Krim). So blickt man auch hier aufmerksam nach Osten. Auch sie sichern ihre Grenze.
Das besonders stolze und deutschfreundliche Ungarn hat sich von der Demütigung nach 1918 einigermaßen erholt und sich mittlerweile zum Mitglied der EU herausgemausert. Das Jahr 1956, in dem sich die Ungarn gegen ihre russischen Besatzer erhoben, und das ungarisch-österreichische Vorspiel zum Mauerfall 1989 sind in deutschen Landen noch in guter Erinnerung. Gegenwärtig ist Ungarn unter Orban aber in einen Dauerkonflikt mit der EU verwickelt. Die Tagespresse berichtet darüber laufend. Die Causa ist nach wie vor am Kochen. Auch die von Budapest vehement blockierte Masseneinwanderung spielt dabei eine Rolle. Ungarn errichtet gegenüber Serbien einen Grenzzaun.

Das Ringen um den Balkan

Ein echtes Problem für Europa ist Serbien. Obgleich es nicht an Russland angrenzt, versteht sich Serbien seit jeher gut mit diesem Riesenreich – schon unter den Zaren, jetzt unter Putin. So stört es auch derzeit die westlichen Pläne mit Bosnien-Herzegowina. Dieser durch die EU unter Führung der USA – man denke an die Bombardierung Serbiens 1999 durch die NATO – künstlich geschaffene Staat aus drei Nationalitäten droht zu zerbrechen. Serbien will dessen Teilrepublik Srpska mit seiner serbischen Mehrheitsbevölkerung auf ein besonderes Podest stellen. Es droht ein Bürgerkrieg.
Aber es geht hierbei nicht nur um einen nationalen Konflikt, sondern um etwas Größeres, nämlich um den gesamten Westbalkan. Ob alle Staaten des Westbalkan letzten Endes Mitglieder der EU werden oder nicht, ist bis heute unklar. Aus der EU kommen teils widersprüchliche Signale, teils spielen geschichtliche Reminiszenzen eine gewisse Rolle.
Jedenfalls bietet die EU bezüglich des gesamten Westbalkans kein einheitliches Bild, geschweige denn eines von zielstrebiger Entschlossenheit. Dem Kenner ist allerdings klar, dass Moskau den ganzen Balkan als sein ureigenes Interessensgebiet betrachtet. Nur eine kleine Anmerkung: Das orthodoxe Bulgarien hat die Herrschaft der Türkei seinerzeit mit russischer Hilfe abgeschüttelt. Wie sehr geschichtliche Ereignisse unterschwellig bis in die Gegenwart herein wirken, braucht an dieser Stelle nicht betont zu werden. Wie überall am Balkan spielt in die ohnehin schon komplizierte Gemengelage das Problem mit der Masseneinwanderung nach Europa herein. So baut Bulgarien derzeit an einem Grenzzaun gegen Griechenland.
Wie auch immer, die USA jedenfalls wollen Russland aus dem Balkan heraushalten und tun daher offen oder im Stillen alles, um den Einfluss der EU auf dem Balkan zu fördern. Umgekehrt nimmt Russland ständig seine Interessen auf dem Balkan wahr und bedient sich dabei Serbiens.

Türkei und Griechenland im Clinch

Mit der Türkei unter Erdoğan hatte die EU zur Eindämmung der Immigration ein Abkommen geschlossen. Gegen viel Geld sollte Erdoğan die Grenzen schließen. Das hinderte diesen Autokraten aber keineswegs, Immigranten nach Griechenland durchzulassen, was besonders die der Türkei nahe gelegenen griechischen Inseln betrifft. Auf dem Festland errichtet Griechenland einen Grenzzaun gegen die Türkei. Die Türkei setzt praktisch die EU unter Druck, denn Griechenland ist erstens ein EU-Mitgliedsland und zweitens sowieso besonders in wirtschaftlicher Hinsicht ein großes Sorgenkind für Europa. Bekanntlich stand sogar die EU-Mitgliedschaft Griechenlands eine Zeit lang auf des Messers Schneide. Über die humanitären Probleme auf griechischen Inseln berichten die Medien immer wieder. Dieses Katz-und-Maus-Spiel mit der EU beherrscht Erdoğan, der wirtschaftlich in einer argen Zwickmühle steckt, vortrefflich. Wer die Artikelserie von Peter Toplack über die Türkei in den Genius-Lesestücken liest, weiß genau Bescheid. Summa summarum setzt auch die Türkei immer wieder die Immigration als Waffe gegen die EU ein.
Dass die so genannte Balkanroute nicht dicht ist, weiß Österreich nur zu genau. Die FPÖ wirft dem Innenminister vor, er spiele nur den „harten Kerl“ in Sachen Immigration, während in Wirklichkeit die Zuwanderungszahlen steigen. Tatsache ist, dass die Zahl der Aufgriffe und illegalen Grenzübertritte an der burgenländischen und steirischen Grenze wieder steigen.
Die Schlepper-Organisationen nützen nicht nur die türkisch-griechische Situation aus, sondern überhaupt die Streitereien sowie die unklare Lage am gesamten Balkan. Hatte sich der frühere österreichische Bundeskanzler noch fälschlicher Weise damit gebrüstet, er habe die Balkanroute geschlossen, so finden Immigranten nach wie vor Wege, um über die Balkanroute nach Mitteleuropa zu gelangen.
Das Problem der Masseneinwanderung hält ganz Osteuropa von Polen über den Balkan bis in den Süden nach Griechenland in Atem. Teils geht es um verschlungene Routen der Schlepper, teils wird die Immigration absichtlich als Waffe gegen die EU von mächtigen Nachbarstaaten Europas genützt. Und überall entstehen ganz gegen den ursprünglichen Willen Brüssels neue Grenzzäune. Die Realität macht Schule. Sogar die Bootsflüchtlinge im Ärmelkanal bringen Zwiespalt zwischen Frankreich und Brexit-England. Europa wird an der Masseneinwanderung bis zu seinem Untergang in der bisherigen Form permanent leiden.

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Die Genius-Briefe erscheinen online sechsmal jährlich im Abstand von zwei Monaten.
Die nächste Ausgabe für die Monate Jänner–Februar 2022 wird am 1. Februarr 2022 herauskommen.

Bearbeitungsstand: Mittwoch, 1. Dezember 2021

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Dieter Grillmayer
Dritte Kraft mit neuem Schwung
Österreichs Innenpolitik
2006–2016
im internationalen Kontext
GENIUS-EDITION, Band 4
Wien, 2017
ISBN 978-3-9504378-0-5
Preis: 19,90 Euro

Jan Mahnert
Demokratie und Homokratismus
Wie die Gleichheits-
ideologie der Menschen-
rechte die Demokratie
und die Völker bedroht
GENIUS-EDITION, Band 3
Wien, 2011
ISBN 978-3-9502238-2-8
Preis: 18,70 Euro
[Nähere Informationen]
 

Karl Claus
Die Parteien in der Sackgasse
Das Finale der klassischen Ideologien
GENIUS EDITION, Band 2
Wien, 2007
248 Seiten, 17 x 24 cm
ISBN 978-3-9502238-1-1
Preis: 19,– Euro
[Nähere Informationen]

Dieter Grillmayer
National und Liberal
Die Geschichte der Dritten Kraft in Österreich
GENIUS EDITION, Band 1
Wien, 2006
434 Seiten, 17 x 24 cm
ISBN 978-3-9502238-0-4
Preis: 34,– Euro
[Nähere Informationen]

 

Dr. Peter Wassertheurer
Kurze Geschichte der deutschen altösterreichischen Volksgruppen
Taschenbuch, rund 120 Seiten
13,20 Euro inkl. USt. zuzüglich Versandkosten

„Kurze Geschichte der deutschen altösterreichischen Volksgruppen“ ist eine knappe Vorstellung des Schicksals der Heimatvertriebenen aus Südosteuropa. Auf knapp 120 Seiten in Taschenbuchformat wird die Geschichte der Donauschwaben, der Siebenbürger Sachsen, der Karpatendeutschen und kleinerer Volksgruppen wie der Buchenlanddeutschen oder Landler in gut gestalteten Kapiteln vorgestellt. Umfangreiches Karten- und Bildmaterial bilden eine wichtige und spannende Ergänzung. Der Text ist einfach geschrieben, übersichtlich strukturiert und soll Ihren Bekanntenkreis oder die Enkelgeneration über die Heimat der Großeltern in wenigen Stunden informieren. Es dient außerdem allen Heimatvertriebenen und geschichtlich Interessierten als schnelle und verlässliche Einführung, ohne dass man sich erst mühsam durch Berge von von Büchern durcharbeiten muss. Dieses Taschenbuch macht Sie in kürzester Zeit zu einem Kenner der Geschichte der deutschen Volksgruppen Südosteuropas. Das Buch ist handlich und  kann überall bei Reisen in Zügen und Bussen oder sonstigen Anlässen in der Hand- oder Manteltasche mitgenommen werden.

Bestellungen an:
Dr. Peter Wassertheurer
Ennemosergasse 18
1220 Wien
E-mail: peter.wassertheurer@aon.at

 

Dieter Grillmayer
Schule zwischen Anspruch und Zeitgeist
Fünfzig Jahre Bildungsbaustelle Österreich
ISBN 978-3-86386-234-3, 248 Seiten, Restexemplare zum Preis von € 15,00 beim Autor unter dgm@a1.net erhältlich

 
Genius – Gesellschaft für freiheitliches Denken, Verein mit Sitz in Wien. ZVR 127778490
c/o Mag. Erich Wachernig, Hegergasse 3/7, 1030 Wien, Telefon +43/0/650 7982 151, EMail: verein@genius.co.at
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