Das Für und Wider zum Klimawandel


Von Bertram Schurian

Buchbesprechung des New York Times Bestseller „State of Fear“ von Michael Crichton. Im Deutschen heißt dieses Buch „Welt in Angst“ und ist unter www.avonbooks.com auch zu bestellen. Die amerikanische Ausgabe, Michael Crichton, State of Fear, ist erschienen bei Harper & Collins, ISBN 978-90-210-0091-6, die deutsche Ausgabe, Welt in Angst, erschien bei Blessing 2005, ISBN 3-89667-210-X

Dieser Kriminialroman, erschienen 2004 in Amerika, hat es in sich. Er handelt von einem reichen amerikanischen Philantropen, der aus reinem Idealismus Teile seines Vermögens an Forschungsinstitute vergibt, die sich u.a. mit dem Phänomen der „Globalen Erwärmung“ beschäftigen. Die Geschichte ist mitreißend geschrieben und die Handlung verläuft praktisch über den ganzen Globus. Der Autor lässt einen nicht im Unklaren, welche Position er in der Diskussion um die globale Erwärmung einnimmt.

Dieses Buch ist deshalb so interessant, weil es in die Handlung die Argumente für und gegen die globale Erwärmung in einer sehr verständlichen Form einflicht. Der Autor hält mit seiner Kritik, dass diese Diskussion nicht ehrlich und gleichwertig geführt werde, nicht zurück. Tatsächlich ist es so, dass viele Autoren zweifeln, ob es überhaupt eine globale Erwärmung gibt. Der ehemalige holländische EU-Kommissar für Steuern und den internen Markt und Vorsitzender der Liberalen Partei in Holland, Frits Bolkestein, hat sich schon mehrmals negativ über die seiner Meinung nach einseitig geführte, hoch politisierte und wenig wissenschaftliche Diskussion über dieses uns alle angehende Thema geäußert. Der UN-Bericht beinhaltet die Pro-Darstellung.

Im Anhang des Buches wird eine umfangreiche Liste mit Publikationen angeführt, die sich kritisch mit diesem Thema auseinandersetzen. Es ist wirklich die Mühe wert, sich diese Liste zu Gemüte zu führen. Heutzutage ist es möglich, via Internet die Originalberichte zu lesen bzw. auf seinen eigenen Rechner herunter zu laden. Der Autor bringt auch zwei Beispiele aus der Vergangenheit, für die sich viele bekannte Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik eingesetzt haben, und wo sich dann später herausstellte, dass man einer Schimäre aufgesessen war. Ich verrate nicht, um welche Beispiele es geht, nur soviel, um die Ernsthaftigkeit anzudeuten: Millionen Menschen mussten wegen dieser Irrglauben ihr Leben lassen.

Im Krimi kommt ein gewisser Professor Norman Hoffman vor, der eine sehr interessante Theorie zum besten gibt, die manches, was heute in der internationalen Politik passiert, einigermaßen plausibel erscheinen lässt.

Obwohl der Autor mit seiner eigenen Meinung nicht hinterm Berg hält, das Für und Wider der Diskussion klar herausstellt, weiß die Enzyklopädie Wikipedia im Internet zu berichten, dass die Meinung von Crichton in die Nähe einer Verschwörungstheorie zu rücken sei. Ich berichte dies der Vollständigkeit halber, weil ich der Meinung bin, dass wenn man heutzutage kontroversielle Themen unvoreingenommen diskussieren will, man schnell Gefahr läuft, endweder als Antisemit oder Anti-USA und Anti-Bush bzw. Anti-Globalist bzw. Anti-Globale Erwärmung oder als ein Wirrkopf eingestuft zu werden, der sich auf idiotische Verschwörungstheorien einlässt. Wer so wie ich der Meinung ist: „Et audiatur altera pars“, sollte am besten dieses Buch in seiner Originalfassung und -sprache lesen.


Dipl.-Kfm. Bertram Schurian war jehrzehntelang international in leitenden Wirtschaftsfunktionen tätig und lebt nun in Kärnten.

 

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Bearbeitungsstand: Montag, 10. Jänner 2011
 
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