Genius-Brief
Mai–Juni 2022

So gelangen Sie zu allen Texten:

Dieser Brief informiert Sie, welche Themen in unseren neuesten Genius-Lesestücken behandelt werden. Sie können zwischen zwei Methoden wählen:

  • Die einfachste Methode, mit einem Klick sämtliche Lesestücke dieser Ausgabe auf Ihren Computer zu bekommen, eröffnet sich für Sie am Ende dieses Briefes. Dort finden Sie die Abrufverweise für das Paket „Alles auf einmal!“
  • Für Abonnenten, die einzelne Beiträge sofort lesen möchten, gibt es den gewohnten Weg: Schmökern Sie in Ruhe die hier folgenden Inhaltsangaben durch. Wenn Sie ein Beitrag besonders interessiert, klicken Sie daneben einfach auf PDF. Schon öffnet sich das gewünschte Dokument, und Sie können es lesen oder ausdrucken oder beliebig archivieren.

Außerdem haben alle Abonnenten freien Zugang zu den drei praktischen Suchverzeichnissen ABC auf unserer Webseite: www.genius.co.at

Unter AUFGEBLENDET finden Sie am Ende der Inhaltsangaben aktuelle Hinweise auf besondere Zusammenhänge in Kurzfassung.

Die Verantwortung für die Inhalte der einzelnen Lesestücke tragen deren Verfasser.
Herausgeber ist der Verein Genius-Gesellschaft für freiheitliches Denken, Wien.
Der Verein ist erreichbar über verein@genius.co.at. Über die redaktionelle Linie des Mediums informiert: www.genius.co.at. Die Wiedergabe von Genius-Lesestücken ist nur mit Zustimmung der Genius-Gesellschaft gestattet. Weitere Auskünfte finden Sie ebenfalls unter: www.genius.co.at.

 

Inhaltsangaben

Grün-Parteien: Ursprüngliche Pazifisten werden zu Kriegstreibern

Der Ukrainekrieg wird allgemein als Zeitenwende gesehen. Dass in Wahrheit nur utopische Träume zerplatzen, darüber schreibt Gerulf Stix im Artikel: Zeitenwende? – Utopische Träume zerplatzen! Von der „Kehrtwende der Grünen bei der Aufrüstung“ bis zum „Menschheitstraum vom ewigen Frieden“ reichen seine Gedanken.
Lesestück Nr. 01/Mai-Juni 2022 – Abonnenten dort klicken = PDF

Spaltung der Gesellschaft?

Der Eindruck einer „grauenvollen Spaltung der Gesellschaft“ wird durch die Medien verstärkt. Diesen Eindruck sieht Lothar Höbelt unter dem Titel „Spaltung“ als einen gemachten an. Die Medien wirken nur als Verstärker. Selbstverständlich sind Debatte und Wettbewerb im Sinne von freiem Wettbewerb zu begrüßen und etwas durchaus Normales. Einseitige Parteiergreifung und mehr oder weniger gewaltsame Durchsetzung einseitiger Auffassungen führen rasch zu einer Art von Totalitarismus.
Lesestück Nr. 02/Mai-Juni 2022 – Abonnenten dort klicken = PDF

Zur Geschichte der Ukraine

Das Reich der Kiewer Rus wurde durch den Ansturm der Mongolen vernichtet. Rüdiger Stix schildert in seinem Beitrag Die Ukraine zwischen den römischen Kaisern in Byzanz, den Mongolen, polnischen Königen, russischen Zaren und im alten Österreich … die sehr bewegte Historie der Ukraine. Einen besonderen Platz in dieser geschichtlichen Darstellung nimmt Galizien als Geburtsort der heute weltweit anerkannten „Austrian School of Economics“ ein. Die Bewohner der Ukraine haben durch sämtliche Kriege auf ihrem Boden unendlich viel Leid erfahren – und erfahren es jetzt aufs Neue!
Lesestück Nr. 03/Mai-Juni 2022 – Abonnenten dort klicken = PDF

Wie Brüssel sich als „Staat“ aufplustert

In Straßburg wurden jüngst am 9. Mai die Empfehlungen der „Zukunftskonferenz“ feierlich verabschiedet. Unsere Autorengemeinschaft JUNIUS schreibt darüber im Beitrag: Schleichende Einführung eines Brüsseler Superstaates? Sie beschreibt ein Netzwerk, das letzten Endes die eingeforderten Ergebnisse in einem Marktforschungsinstitut irgendwie produzieren lässt. Hauptsache, die „Verpackungskultur“ stimmt, damit die Bürger nicht merken, dass sie nur ausgenützt werden.
Lesestück Nr. 04/Mai-Juni 2022 – Abonnenten dort klicken = PDF

Frontalangriff auf die freie Information

„Wichtige Fakten und Veröffentlichungen werden dem politischen Narrativ ferngehalten“. So schreibt Alfred de Zayas in dem Artikel „Zensur ist ein Angriff auf die Demokratie“. Das sieht der Autor als eine der Quellen für die so genannten Verschwörungstheorien. Wir brauchen dringend eine „Kultur des zivilen Dissenses“.
Lesestück Nr. 05/Mai-Juni 2022 – Abonnenten dort klicken = PDF

Das Corona-Chaos der österreichischen Bundesregierung

Die launigen Reimereien, die stets den Nagel auf den Kopf treffen, unseres Sepp Koller sind unserer Leserschaft seit Längerem bekannt. Diesmal beschäftigt sich „Seppi“ mit dem Corona-Chaos der Bundesregierung in der Zitaten-Truhe. Hier nur eine kleine Kostprobe: „… und die Pläne der Regierung stiften überall Verwirrung“. Viel Spaß!
Lesestück Nr. 06/Mai-Juni 2022 – Abonnenten dort klicken = PDF

Die Bedeutung von Wasserstoff

Viel mehr als nur „die Bedeutung von Wasserstoff“ breitet Karl Sumereder in seiner philosophischen Weltsicht: Die Ur-Explosion und ihre Asche: der Wasserstoff vor uns aus.
Er gibt einen gerafften Überblick über den heutigen Stand der Erforschung des Weltalls. Hinter allem steht Energie als wirkende Kraft, doch werden wir nie wissen, was Energie ist. Das Gehirn des Menschen ist letztlich nur geschaffen, um unser Überleben zu sichern, nicht aber um alle Rätsel dieser Welt zu lösen.
Lesestück Nr. 07/Mai-Juni 2022 – Abonnenten dort klicken = PDF

Das Eigenleben der Osmanen

Diese Besprechung des Büchleins von Wolfgang Caspart „Revolution in Stambul“ durch Gerulf Stix rückt die Bedeutung des Osmanischen Reiches ein wenig mehr ins westliche Denken. Unter dem Titel Das Eigenleben der Osmanen im „Westen“ behandelt das Buch eine revolutionäre Phase im Osmanischen Reich und verwendet dabei durchwegs türkische Fachausdrücke, die auch erklärt werden. Gerade die aktuelle Haltung Erdoğans, der sich als türkischer Präsident gegen die Aufnahme von Finnland und Schweden in die NATO stemmt, spricht für eine bessere Kenntnis des Westens dessen, was die Türkei früher einmal war.
Lesestück Nr. 08/Mai-Juni 2022 – Abonnenten dort klicken = PDF

Ein Buch über Impfpflicht und Gesundheitswesen

In dieser Buchbesprechung behandelt Mathias Holweg zwei Bücher von Thomas Röper, nämlich „Inside Corona“ und „Abhängig beschäftigt“, in dem Artikel Impfpflicht maximiert Pharmagewinne. Eine staatlich durchgesetzte Impfpflicht wäre vermutlich die sicherste Methode für alle möglichen Erreger, egal wie gefährlich sie wirklich sind, um über die WHO „Pandemiestatus“ zu erhalten. Das erklärt einiges zum Ringen um eine Impfpflicht. Es geht wieder einmal ums liebe Geld.
Lesestück Nr. 09/Mai-Juni 2022 – Abonnenten dort klicken = PDF

Dem „Hassobjekt Orbán“ gebührt eine gerechte Betrachtung

Als wirklicher Kenner Ungarns, der dort wie auch in Tschechien und der Slowakei gearbeitet hat, hat Elmar Forster mit seinem Buch „Ungarn, Freiheit und Liebe“ ein Plädoyer für eine verleumdete Nation geschrieben. Bernd Stracke bespricht dieses Buch hier ausführlich. Er weist darauf hin, dass sich laut Forster „am Ende dieses kulturdekadenten Prozesses der Mea-Culpa-Schuldwahn in Form einer geistigen Umerziehung und einer fast perfekten Gehirnwäsche im europäischen Kollektivgedächtnis breitgemacht“ habe. In seinem Beitrag reflektiert Stracke die Kompetenz des Historikers Forster im Vergleich zu dem bescheidenen geschichtlichen Wissen des medialen Mainstreams oder gar einer Greta Thunberg mit ihrer kindlichen Fridays-for-Future-Bewegung. Dagegen nimmt sich Orbáns Geschichtswissen geradezu fulminant aus. Für das Buch Forsters spricht, dass er darin den Ukrainekrieg vorausgesehen hat (Seite 227).
Lesestück Nr. 10/Mai-Juni 2022 – Abonnenten dort klicken = PDF

AUFGEBLENDET
Sittenverfall in der Politik

Österreichs Bundeskanzler Karl Nehammer wurde also am ÖVP-Parteitag mit 100 % der Stimmen zum neuen Parteiobmann gewählt. Er hat sich wohl selber gewählt, denn anders kämen 100 % nach Adam Riese ja nicht zustande. Kein schönes Bild für Nehammer. Abgesehen davon, dass er bei seinen Auftritten und Handlungen ziemlich durchschnittlich wirkt, trüben noch ein paar andere Flecken sein Bild. Zu nennen sind nicht allein die Rücktritte der beiden Damen Köstinger und Schramböck, sondern er selbst steht im Dämmerlicht merkwürdiger Personalentscheidungen in seiner Regierung, verschwiegener Parteispenden und fragwürdiger Begebenheiten, in die auch seine Frau verwickelt ist, wenn man den Zeitungen Glauben schenkt. Van der Bellen, der jüngst seine Wiederkandidatur bei der Wahl des Bundespräsidenten ankündigte, werden 69 (!) Angelobungen nachgesagt. Das spricht Bände.
Hier interessieren natürlich hauptsächlich die politischen Seiten von Nehammer und die sind punktuell schon hinterfragenswert.

Sein Blitzbesuch in Russland spielt da eher eine untergeordnete Rolle, obwohl die allgemein diskutierte Abhängigkeit der EU und damit auch Österreichs vom russischen Erdgas im Nachhinein dem Besuch etwas mehr als den Charakter einer eher verunglückten PR-Aktion gibt. Als ich noch ein kleiner Oppositionsabgeordneter war und die Energiefragen (für die sich weder die Medien noch sonst die Allgemeinheit interessierten) zum damaligen Handelsminister Staribacher ressortierten, fragte ich diesen im Handelsausschuss einmal, inwieweit die russischen Gaslieferungen nicht eine Abhängigkeit befürchten ließen?
Staribachers Antwort habe ich mir sinngemäß gemerkt: „Die Russen liefern verlässlich, oder sie kommen selbst.“ Allgemeines Gelächter. Rund 40 Jahre später lacht niemand mehr.
Europa will sich gegenwärtig aus der Abhängigkeit vom russischen Gas befreien? Erstens geht das sehr schwer, und zweitens wird jede Alternative nur zu erheblich höheren Kosten möglich sein. Wir Europäer werden daher so oder so einen hohen Preis für die Parteinahme im Ukrainekrieg bezahlen. Es sei nochmals festgehalten: In der Ukraine geht es um einen brutalen Machtkampf zwischen Russland und den USA, vertreten durch die NATO.

Innenpolitisch wiegt weit schwerer, dass der neue ÖVP-Parteiobmann Nehammer in der Nachfolge des zurückgetretenen Sebastian Kurz steht. Ursprünglich von Kurz als dessen Gefolgsmann herangeholt, muss Nehammer nun die politischen Scherben, die Kurz überall hinterlassen hat, beseitigen. Vor allem muss Nehammer die „neue“ ÖVP wieder zur „alten“ ummodeln, was ihm augenscheinlich ganz gut gelingt, weil in Wirklichkeit die neue ÖVP stets die alte ÖVP geblieben ist.

Die Sternschnuppe Sebastian Kurz

Der politisch hochtalentierte Schönredner Sebastian Kurz hat mit seinen wohlgedrechselten Phrasen nicht nur die „bürgerlichen Wähler“ getäuscht und auf diese Weise große Wahlerfolge für die ÖVP erzielt, sondern er hat auch die eigene Partei eingewickelt und schamlos seine überwiegend jugendlichen Gefolgsleute „richtig“ platziert. Das tat er gekonnt. Nebenbei verdoppelte (!) er den Werbeaufwand seiner Regierung und setzte auf diese Weise die den Steuerzahlern entzogenen Gelder für seine hochentwickelte „Message Control“ ein. Klarerweise benötigte Kurz für seine doppelbödige Politik die bewährten Praktiken seiner „alten“ Partei, der er nur äußerlich den türkisen Mantel des „Neuen“ umhängte. Kein Wunder, dass diese Praxis unter den gnadenlosen Angriffen der ausgebooteten SPÖ (und etwas versteckter der Sozialpartner), die sich dafür nicht zuletzt mancher Institutionen der Justiz bediente, Schiffbruch erlitt.
Wie eine Sternschnuppe ist Sebastian Kurz mittlerweile verglüht. Ursprünglich Gefolgsmann von Kurz, hat Karl Nehammer jetzt die Trümmer dieser Politik geerbt. Die alte ÖVP steht entlarvt da. Der berühmte Unterausschuss im Parlament wird der lawinenartigen Flut an Korruptionsverdächtigungen und -praktiken sowie an Chats kaum Herr. Und die schier uferlosen Ermittlungen der Justiz werden diese noch einige Jahre lang beschäftigen. Angesichts dieser Situation ist es ebenfalls kein Wunder, dass das Vertrauen der Bürger ganz allgemein in die Politik und speziell in die der Volksparteien auf einem Tiefpunkt angelangt ist.

Die so genannten Volksparteien waren einmal groß. Inzwischen sind sie in ganz Europa geschrumpft. In Österreich sieht die aktuelle Sonntagsfrage die ÖVP bei 23 %. Dafür sprießen jede Menge Kleinparteien hervor – manche wie die MFG verdanken sich rein tagespolitisch aktuellen Problemen – und verleihen gerade dadurch der tiefsitzenden Verärgerung der Wähler demokratischen Ausdruck. Es wäre freilich ein Irrtum, wollte man daraus auf die Intelligenz des Wahlvolkes schließen. Wovon bei der Masse der Wähler leider auszugehen ist, hat ein anonymer Einsender namens F. W. in Reime gefasst:

Die manipulierte Masse
So ist es wahrscheinlich schon immer gewesen,
dass wenige Menschen nur vielfältig lesen,
so breites Wissen ihr Eigen dann nennen
und folglich oft böse Entwicklung erkennen.
Die Massen es aber gar nicht erfassen
wie blind, ohne Denken sie lenken sich lassen.
Man frönt dem Vergnügen, will Sonne nur sehen
und sieht im Dunkeln das Böse nicht stehen.
Der Mahner, so lehrt die gesamte Geschichte,
sieht vieles realer, in kritischem Lichte
und wird verspottet, nur selten gehört,
weil kritisches Denken Vergnügen nur stört.

Wir wollten diese Reime schon in der Zitaten-Truhe (siehe Lesestück Nr. 6) bringen, haben aber das Gedicht von S. Koller über die Corona-Maßnahmen dann doch vorgezogen.
Falls dies überhaupt als Trost angesehen werden kann, dann im günstigsten Fall als schwacher: Politik war nie anders! Jeder genauere Blick auf die Geschichte des Altertums wie des Mittelalters belegt diese Erkenntnis. Die TV-Serie „Game of Thrones“ zeigt das durchaus realistisch, wenngleich das Drehbuch natürlich erdacht ist.
Übrigens zum Thema Corona-Pandemie, über welches wir ausführlich geschrieben haben, noch ein kleiner Nachtrag: Von Sebastian Kurz ist die Aussage „Testen, testen, testen“ verbürgt. Dazu eine offizielle Zahl jüngsten Datums: Das kleine Österreich hat 15 Mal so viel getestet wie das große Deutschland, ohne ein besseres Gesamtergebnis zu erzielen. Damit ist zur so genannten Pandemie eigentlich alles gesagt.

Die Inflation wird rasant weitergehen

Dass die Wirtschaft schwächelt, ist nach bisher drei Lockdowns in Österreich (Schweiz: ein Lockdown, Schweden im gleichen Zeitraum null) nicht zu verwundern. Während die Betriebe wieder volle Fahrt aufnehmen, zahlen die Konsumenten die Zeche. Natürlich verschärft der Ukrainekrieg die Situation enorm. Er dient aber zugleich als Ausrede für die Inflation, für die der Grundstein lange davor in der Bekämpfung der hysterisch orchestrierten Corona-Pandemie gelegt wurde. Mit Hilfe der EZB gaben die meisten europäischen Staaten, darunter auch Österreich, Abermilliarden Euro unter dem Titel „Pandemie-Maßnahmen“ aus – Gelder, die die Staaten gar nicht hatten. Die Genius-Briefe haben zeitgerecht ausführlich darüber berichtet[1]. Auch die heute überall zutage tretende Inflation wurde in den Genius-Lesestücken vorausgesagt. Und weil eben der Grundstein für die heutige Inflation längst durch eine falsche Finanz- und Pandemiepolitik gelegt wurde, ist die heutzutage von allen politischen Seiten lauthals verlangte Inflationsbekämpfung zwar populär, aber leider nahezu wirkungslos. Alle Versuche, die hochschießende Preisentwicklung zu stoppen, gar die Preise administrativ zu deckeln, wie das mit den hohen Mieten in Berlin versucht wurde, oder wenigstens durch staatliche Zahlungen zu konterkarieren, gleichen einer bloßen Symptomkur. Jahrelang falsche Politik rächt sich einmal. Daran ist kaum zu rütteln.

Die Bundesregierung agiert in einem politischen Trümmerfeld

Allen offiziellen Behauptungen entgegen, steht Österreich trotz seiner schöngeredeten politischen Maßnahmen in der Pandemie-Bekämpfung, bei der Abwehr der Inflation, bei der Bevorratung von Treibstoffen und Energie (Gas) nicht gut da. Das belegt jeder Vergleich mit anderen europäischen Ländern. Wenn nur ein einziges Beispiel herausgehoben werden soll, dann ist es das Trauerspiel um die Impfpflicht. Österreich hat als einziges Land in Europa zuerst eine Impfpflicht durch Gesetz eingeführt, dann wieder ausgesetzt, bevor sie schlagend wurde, und schließlich doch, wenn auch zögerlich, anderen Staaten folgend die meisten Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung abgebaut. Nur die FPÖ hat als einzige Partei konsequent an ihrer Ablehnung einer konkreten Impfpflicht festgehalten. Hingegen hat sich die Bundesregierung sowohl gegenüber ihren Staatsbürgern wie auch international blamiert.

Ein anderes markantes Beispiel für weit zurückliegende Ursachen der Inflation sind die in Mitteleuropa rasant steigenden Mieten. „Leistbares Wohnen“ ist als Schlagwort praktisch bei allen Parteien en vogue. Die tagespolitischen Vorschläge von Mietpreisdeckelungen bis Baulandbewirtschaftung und Verbot von Freizeitwohnsitzen überschlagen sich. Aber den Zusammenhang mit der „Willkommenskultur“ stellen nicht einmal die so genannten Rechtsparteien her! Ein ganz einfaches Zahlenbeispiel soll das zeigen: Österreich hatte vor einer Lebensspanne rund 6 Millionen Einwohner, heute aber 9 Millionen Einwohner. Dieser 50prozentige Zuwachs kam aber nicht durch Geburtenüberschuss der Einheimischen, sondern nur durch Masseneinwanderung und die Kinderzahl der Immigranten zustande!
Wie soll sich das mit den Wohnungen ausgehen? Noch dazu bleibt das Bauland begrenzt; es wird sogar noch durch Straßenbau udglm. verringert. Weil die Genius-Lesestücke in Tirol erscheinen, sei dieses Bundesland hier extra erwähnt: Die Einwohnerzahl Tirols hat sich in der gleichen Lebensspanne verdoppelt, d. h. von rund 400.000 auf rund 800.000 erhöht! Wie soll sich diese falsche, seit vielen Jahren betriebene „Willkommenskultur“ da günstig beim Wohnen auswirken? Masseneinwanderung und „leistbares Wohnen“ passen einfach nicht zusammen!

Betrachtet man alles zusammengenommen, so ergibt sich ein insgesamt sehr krisenhaftes Bild der aktuellen Politik. Die amtierende schwarz-grüne Regierungskoalition wird der anstehenden Fülle an Aufgaben einfach nicht Herr. Nehammer ist ein schwacher Bundeskanzler, und die Grünen als Koalitionspartner erweisen sich teils als unfähig, teils als Verräter an ihren eigenen Grundsätzen. Ein Trauerspiel insgesamt – nicht nur für Österreich, sondern für Europa als Ganzes.

Anmerkung:

Falls Sie Artikel suchen, die vor 2008 erschienen sind: Früher erschienene Genius-Hefte sind vereinzelt noch lieferbar; bei Kostenübernahme auch sämtliche Folgen der Genius-Lesestücke in Form eines elektronischen stick (16 GB). Richten Sie diesbezügliche Anfragen, bitte, an: verein@genius.co.at
Die Inhaltsverzeichnisse sämtlicher Hefte und Genius-Briefe finden Sie unter www.genius.co.at
Abonnenten können unter obiger Internet-Adresse auf der Unterseite ABC alle seit 2008 erschienen Online-Beiträge in 3 Verzeichnissen finden: Titel – Themenbereiche – Autoren.

Bearbeitungsstand: Mittwoch, 1. Juni 2022

Mit Unterstützung von:

Verweis in neuem Fenster öffnen

 

Dieter Grillmayer
Dritte Kraft mit neuem Schwung
Österreichs Innenpolitik
2006–2016
im internationalen Kontext
GENIUS-EDITION, Band 4
Wien, 2017
ISBN 978-3-9504378-0-5
Preis: 19,90 Euro

Jan Mahnert
Demokratie und Homokratismus
Wie die Gleichheits-
ideologie der Menschen-
rechte die Demokratie
und die Völker bedroht
GENIUS-EDITION, Band 3
Wien, 2011
ISBN 978-3-9502238-2-8
Preis: 18,70 Euro
[Nähere Informationen]
 

Karl Claus
Die Parteien in der Sackgasse
Das Finale der klassischen Ideologien
GENIUS EDITION, Band 2
Wien, 2007
248 Seiten, 17 x 24 cm
ISBN 978-3-9502238-1-1
Preis: 19,– Euro
[Nähere Informationen]

Dieter Grillmayer
National und Liberal
Die Geschichte der Dritten Kraft in Österreich
GENIUS EDITION, Band 1
Wien, 2006
434 Seiten, 17 x 24 cm
ISBN 978-3-9502238-0-4
Preis: 34,– Euro
[Nähere Informationen]

 

Dr. Peter Wassertheurer
Kurze Geschichte der deutschen altösterreichischen Volksgruppen
Taschenbuch, rund 120 Seiten
13,20 Euro inkl. USt. zuzüglich Versandkosten

„Kurze Geschichte der deutschen altösterreichischen Volksgruppen“ ist eine knappe Vorstellung des Schicksals der Heimatvertriebenen aus Südosteuropa. Auf knapp 120 Seiten in Taschenbuchformat wird die Geschichte der Donauschwaben, der Siebenbürger Sachsen, der Karpatendeutschen und kleinerer Volksgruppen wie der Buchenlanddeutschen oder Landler in gut gestalteten Kapiteln vorgestellt. Umfangreiches Karten- und Bildmaterial bilden eine wichtige und spannende Ergänzung. Der Text ist einfach geschrieben, übersichtlich strukturiert und soll Ihren Bekanntenkreis oder die Enkelgeneration über die Heimat der Großeltern in wenigen Stunden informieren. Es dient außerdem allen Heimatvertriebenen und geschichtlich Interessierten als schnelle und verlässliche Einführung, ohne dass man sich erst mühsam durch Berge von von Büchern durcharbeiten muss. Dieses Taschenbuch macht Sie in kürzester Zeit zu einem Kenner der Geschichte der deutschen Volksgruppen Südosteuropas. Das Buch ist handlich und  kann überall bei Reisen in Zügen und Bussen oder sonstigen Anlässen in der Hand- oder Manteltasche mitgenommen werden.

Bestellungen an:
Dr. Peter Wassertheurer
Ennemosergasse 18
1220 Wien
E-mail: peter.wassertheurer@aon.at

 

Dieter Grillmayer
Schule zwischen Anspruch und Zeitgeist
Fünfzig Jahre Bildungsbaustelle Österreich
ISBN 978-3-86386-234-3, 248 Seiten, Restexemplare zum Preis von € 15,00 beim Autor unter dgm@a1.net erhältlich

 
Genius – Gesellschaft für freiheitliches Denken, Verein mit Sitz in Wien. ZVR 127778490
c/o Mag. Erich Wachernig, Hegergasse 3/7, 1030 Wien, Telefon +43/0/650 7982 151, EMail: verein@genius.co.at
Wiedergabe von Genius-Lesestücken nur mit Zustimmung der Genius-Gesellschaft