Genius-Brief Mai 2008

Themen aktuell ins Visier genommen

Hier informieren wir Sie, welche Themen in unseren neuesten Genius-Lesestücken behandelt werden. Den jeweiligen Beitrag finden Sie als Volltext durch Anklicken des farblich hervorgehobenen Links im Text. Besonders erwähnt werden die ersten beiden Genius-Lesestücke, welche mit diesem Brief im Anhang zusätzlich unseren Mitgliedern und den Abonnenten direkt an deren uns mitgeteilte E-Mail-Anschrift gesendet werden.
Außerdem finden Sie hier Hinweise auf aktuelle Probleme und Zusammenhänge, die bereits in früheren Genius-Lesestücken thematisch abgehandelt wurden.
Eine besondere RÜCKBLENDE steht am Ende dieses Briefes.
Die Verantwortung für den Inhalt der einzelnen Lesestücke tragen deren Verfasser.

Wie kann man Europa überhaupt verstehen?

Der europäische Einigungsprozess leidet unter dem zunehmenden Unbehagen vieler Menschen an der „undurchsichtigen“ EU. Oft wird deren „Bürgerferne“ beklagt. Wenn vom Volk gewählte Parlamente von der Öffentlichkeit kaum verstandene „Reformverträge“ beschließen, drückt sich Misstrauen dagegen in heftigem Verlangen nach Volksabstimmungen aus. Unbeschadet juristischer Auslegungen, was da nötig oder entbehrlich sei, muss die Unzufriedenheit der Völker ernst genommen werden. Dabei geht es letztlich um die Frage, ob sich die Europäer überhaupt als Europäer fühlen? Als kleinen Versuch, auf diese Frage eine geschichtlich fundierte Antwort zu finden, versteht Gerulf Stix seinen Aufsatz über „Das Wesen Europas und die Idee der Freiheit“. Die Selbstbesinnung auf Europa wird uns noch lange Zeit beschäftigen.
Lesestück Nr. 1/Mai 2008
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Ideologische Sperren blockieren wissenschaftliche Erkenntnisse

Eines der Grundrechte lautet: „Die Wissenschaft und ihre Lehre ist frei.“ Wie frei aber ist Wissenschaft wirklich? Wie es darum in Diktaturen und unter totalitären Regimen bestellt ist, ist sattsam bekannt. Doch auch in unseren so genannten freien Gesellschaften werden unbequeme Erkenntnisse unterdrückt. In seinem Beitrag „Ideologisch korrekte Wissenschaft“ bringt Jan Mahnert Fallbeispiele für ideologische Sperren, hier insbesondere bei einer wissenschaftlich breit angelegten Studie aus den USA, die die sozialen Schwierigkeiten im Zusammenleben unterschiedlicher Ethnien in ein und demselben Land offenkundig macht.
Für die Befürworter multikultureller Gesellschaften eine kalte Dusche. Von J. Mahnert stammt auch die in Heft 1/2007 erschienene Buchbesprechung: „Vertrauen, Altruismus und Fürsorge in multikulturellen Gesellschaften.“
Vgl. zum Treiben im Wissenschaftsbetrieb auch den Aufsatz von Heinz Hauffe über „Irrwege und Abwege wissenschaftlichen Publizierens“ in Heft 4/2007 der Genius-Lesestücke.
Lesestück Nr. 2/Mai 2008
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Das nicht gesühnte Unrecht an den Sudentendeutschen

Die symbolträchtige Jahreszahl 2008 weckt viele Erinnerungen. Eine davon berührt das Schicksal der Sudentendeutschen, die bis zum Zerfall der K.u.k. Monarchie 1918 staatsrechtlich Österreicher waren. Das Verbrechen ihrer Vertreibung dann 1945/46 ist bis heute nicht gesühnt. Gerhard Zeihsel präsentiert hier das im Gedenkjahr 2008 von der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Österreich beschlossene Manifest über „Erinnerung, Gerechtigkeit und Versöhnung“. Dass Versöhnung erstrebt wird, belegen die Grußworte an die Tschechen „als unsere heutigen Mitbürger im vereinten Europa“. Doch ohne gerechten Ausgleich wird es keine nachhaltige Versöhnung geben können.
Lesestück Nr. 3/Mai 2008

Kein Ende der Finanzmarktkrise in Sicht

Nicht nur die Wirtschaftsteile der Medien beschäftigen sich ständig mit der jüngsten, weltumspannenden Krise der Finanzmärkte. Die Frage, ob daraus eine Weltwirtschaftskrise werden könnte, beschäftigt mittlerweile sehr viele Menschen. Unser finanztechnisch versierter Autor Hanns-Arnulf Engels sieht für die „Finanzmärkte: Die Stunde der Wahrheit“ gekommen. Ob das kurzfristig richtige Verhalten der Notenbanken langfristig die Probleme in den Griff bekommen wird, versieht er mit einem Fragezeichen. Vom selben Verfasser stammt auch der Beitrag: „Laufen uns die Fianzkristen eines Tages aus dem Ruder?“ in Heft 4/2007 der Genius-Lesestücke. Sie finden ihn auch hier unter LESEPROBEN.
Lesen Sie dazu, bitte, auch die RÜCKBLENDE in unserem Genius-Brief vom März 2008.
Lesestück Nr. 4/Mai 2008

Wie es zu „kreativen“ Bilanzerstellungen kommt

Auch dieser Beitrag von Richard Kerschhofer „Vom Fluch der Kurzfristigkeit“ gehört zur Diskussion um die Finanzmärkte. Es werden die buchhalterischen Grundregeln und der Rahmen ihrer Anwendung dargelegt, um vor allem für aufgeschreckte Klein-Aktionäre etwas Licht in die Dämmerwelt von Bewertungen, Erwartungen und deren Manipulation zu bringen. Die schädliche Hektik sachlich nicht nachvollziehbarer Bocksprünge bei Börsenkursen sollte durch verpflichtende „Verzögerungsmechanismen“ eingebremst werden.
Lesestück Nr. 5/Mai 2008

Was den Eltern von Schülern finanziell zugemutet wird

Immer öfter klagen Eltern über die Kosten, die mit dem Schulbesuch ihrer Sprösslinge verbunden sind. Unter dem Titel „Schule muss nicht teuer sein“ untersucht der erfahrene Schuldirektor Dieter Grillmayer, welche Ausgaben zumutbar sind und welche Ausgaben sehr wohl vermeidbar wären. Ein kostentreibendes Motiv sticht ins Auge: das Prestige-Denken bei Lehrern, Schülern und Eltern. Nach einem geflügelten Wort gehört Prestige zu den teuersten (Luxus-)Gütern der Welt…
Lesestück Nr. 6/Mai 2008

Eine Buchbesprechung der anderen Art

Ferkeleien sind nicht immer das, woran man als Normalsterblicher bei diesem Wort unwillkürlich denkt. Hier geht es diesmal um ein Ferkel, das sich gemeinsam mit einem Igel auf den Weg zu Gott macht. Diese tierische Bilderbuch-Geschichte hat im deutschen Medienwald einen gewissen Wellenschlag verursacht. Mathias Holweg schildert die „Künstliche Aufregung über ein Ferkel“ und macht sich dazu so einige Gedanken, amüsante wie ernsthafte.
Lesestück Nr. 7/Mai 2008

RÜCKBLENDE: Zum Streit um die Verteuerung von Nahrungsmitteln

Der aktuellste Renner in den Meldungen und Kommentaren der Medien ist der „neue“ Hunger infolge Verknappung und Verteuerung von Grundnahrungsmitteln. Schuld daran sei u.a. die Erzeugung von Bio-Treibstoffen aus Getreide und anderen Nahrungspflanzen. Schon ertönt der moralisierende Ruf, die Agrarwirschaft sei doch nur dazu da, um Nahrungsmittel zu erzeugen. Letzteres ist natürlich blanker Unsinn. Seit jeher erzeugte die Landwirtschaft neben Nahrungsmitteln auch andere „Lebens“mittel. Bekanntestes Beispiel: Textilrohstoffe. Stichworte dazu: Pflanzenfasern, Wolle, Baumwolle. Für Baumwolle gibt es weit größere Anbauflächen als für Energie-Pflanzen! Von der Holzwirtschaft (Bauholz, Möbel, Brennstoffe) gar nicht zu reden. Konkret macht die Erzeugung von Bio-Treibstoffen derzeit so um die 2 % der agrarischen Nahrungsmittelerzeugung aus. Sie ist also gewiss nicht am „neuen“ Hunger schuld. Der entflammende „Kampf gegen Bio-Treibstoffe“ hilft also den Hungernden wenig, freut aber sehr die Öl-Multis. Tatsächlich hat der neue Hunger viel zu tun mit der wachsenden Erdbevölkerung, dem höheren Lebensstandard in China und Indien, einigen Missernten (Australien) und besonders mit der Misswirtschaft in Diktaturen und sozialistisch regierten Ländern sowie den ausgedehnten Verwüstungen in ehemaligen und brandheißen Kriegsgebieten in aller Welt, so in Afrika, Nahost sowie Südost- und Zentralasien. Der EU verdanken wir übrigens den sinnvollen Schutz der europäischen Landwirtschaft.
Zum Thema Biomasse und Energiepolitik findet sich eine grundlegende Abhandlung von G. Stix in den Genius-Lesestücken, Heft 2/2006, Seite 88 ff.

 

Achtung: Früher erschienene Genius-Hefte sind vereinzelt noch lieferbar. Diesbezügliche Anfragen, bitte, richten an: verein@genius.co.at

Auf Wiedersehen beim nächsten Genius-Brief im Juni 2008 an dieser Stelle!

Bearbeitungsstand: Freitag, 2. Mai 2008

 

Karl Claus
Die Parteien in der Sackgasse
Das Finale der klassischen Ideologien
GENIUS EDITION, Band 2
Wien, 2007
248 Seiten, 17 x 24 cm
ISBN 978-3-9502238-1-1
Preis: 19,– Euro
[Nähere Informationen]

Dieter Grillmayer
National und Liberal
Die Geschichte der Dritten Kraft in Österreich
GENIUS EDITION, Band 1
Wien, 2006
434 Seiten, 17 x 24 cm
ISBN 978-3-9502238-0-4
Preis: 34,– Euro
[Nähere Informationen]

 

Dr. Peter Wassertheurer
Kurze Geschichte der deutschen altösterreichischen Volksgruppen
Taschenbuch, rund 120 Seiten
13,20 Euro inkl. USt. zuzüglich Versandkosten

„Kurze Geschichte der deutschen altösterreichischen Volksgruppen“ ist eine knappe Vorstellung des Schicksals der Heimatvertriebenen aus Südosteuropa. Auf knapp 120 Seiten in Taschenbuchformat wird die Geschichte der Donauschwaben, der Siebenbürger Sachsen, der Karpatendeutschen und kleinerer Volksgruppen wie der Buchenlanddeutschen oder Landler in gut gestalteten Kapiteln vorgestellt. Umfangreiches Karten- und Bildmaterial bilden eine wichtige und spannende Ergänzung. Der Text ist einfach geschrieben, übersichtlich strukturiert und soll Ihren Bekanntenkreis oder die Enkelgeneration über die Heimat der Großeltern in wenigen Stunden informieren. Es dient außerdem allen Heimatvertriebenen und geschichtlich Interessierten als schnelle und verlässliche Einführung, ohne dass man sich erst mühsam durch Berge von von Büchern durcharbeiten muss. Dieses Taschenbuch macht Sie in kürzester Zeit zu einem Kenner der Geschichte der deutschen Volksgruppen Südosteuropas. Das Buch ist handlich und  kann überall bei Reisen in Zügen und Bussen oder sonstigen Anlässen in der Hand- oder Manteltasche mitgenommen werden.

Bestellungen an:
Dr. Peter Wassertheurer
Ortsstrasse 10 / 1
2301 RUTZENDORF
E-mail: peter.wassertheurer@aon.at

 
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