Genius-Brief August 2009

Wie sie bequem an alle Texte herankommen

Hier informieren wir Sie, welche Themen in unseren neuesten Genius-Lesestücken behandelt werden. Den jeweiligen Beitrag finden Sie als Volltext durch Anklicken des farblich hervorgehobenen Links im Text. Besonders erwähnt werden diejenigen zwei Genius-Lesestücke, welche mit diesem Brief im Anhang zusätzlich unseren Mitgliedern und unseren Abonnenten direkt an deren uns mitgeteilte E-Mail-Anschrift gesendet werden. Nur diesen unseren E-Mail-Empfängern steht die Möglichkeit offen, jedes Lesestück auch im grafisch schön gestalteten PDF-Format zu lesen und gegebenenfalls auszudrucken. Einfach beim betreffenden Lesestück im Brief anklicken!
Eine besondere RÜCKBLENDE steht am Ende dieses Briefes. Hier finden Sie Hinweise auf aktuelle Probleme und Zusammenhänge, die bereits in früheren Genius-Lesestücken thematisch abgehandelt wurden.
Die Verantwortung für den Inhalt der einzelnen Lesestücke tragen deren Verfasser.
Für die redaktionelle Koordination zeichnet der Herausgeber verantwortlich. Wiedergabe von Genius-Lesestücken nur mit Zustimmung der Genius-Gesellschaft.
 

Der Vertrag von Lissabon bewegt die Gemüter

Das Urteil des deutschen Bundesverfassungsgerichtes in Karlsruhe verdient eine sorgfältige Analyse. Eine solche bietet hier Karl Claus als ausgewiesen rechtskundiger Freiheitlicher in seinem Aufsatz Kein europäischer Bundesstaat. Die deutschen Verfassungsrichter legen sich hinsichtlich der EU auf einen Staatenverbund fest.
Lesestück Nr. 1/August 2009
Dieses Genius-Lesestück erhalten Abonnenten und Mitglieder mit diesem Brief an ihre E-Post-Adresse zugesandt.

Die Wirtschaftskrise bietet der Wirtschaftspolitik auch Chancen

Wenn schon Steuergelder in Milliarden-Höhe gegen den Wirtschaftsabschwung eingesetzt werden, dann sollte das auf eine zukunftsträchtige Weise erfolgen. Worum es dabei konkret geht, erläutert Gerulf Stix in dem Beitrag Die Krise zum Strukturumbau benützen! Er beschreibt einen praktisch handhabbaren Maßstab für wirtschaftspolitische Maßnahmen im Rahmen der Konjunkturbelebung.
Lesestück Nr. 2/August 2009 
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Das frustrierte Wahlvolk in unserer östlichen Nachbarschaft

Was bei den jüngsten Wahlen in Europa in den zeitgeistigen Medien oberflächlich meist als Verschiebung „nach rechts“ kommentiert wird, ist genau besehen oft pures Protestverhalten. Richard Kerschhofer untersucht die ungarische Entwicklung: Der „Rechtsruck“ in Ungarn. Das eklatante Versagen hochrangiger Regierungsmitglieder in Budapest lässt die Bürger verzweifeln und treibt sie geradezu in die Arme von Leuten, die wortgewaltig scheinbar einfache Lösungen für komplexe Probleme anbieten.
Lesestück Nr. 3/August 2009

Lassen Sie sich einen Bären aufbinden...

Unser Pannonicus ärgert sich diesmal über die Art und Weise, wie den Wählern oft Bären aufgebunden werden. Dann bleibt er gleich selbst bei den Bären und bindet uns einen solchen hinsichtlich der Eisbären auf: Ungereimtes – gereimt Tiroler Leserinnen und Leser werden das vermutlich als „bärigen Humor“ einstufen. Und Sie?
Lesestück Nr. 4/August 2009 

Was hat uns die so genannte Moderne gebracht?

Weit über jegliche Tagespolitik hinaus gehend, befasst sich Werner Kunze hier mit dem Aufblühen und dem Verwelken der Moderne. Angesichts deren Krise fordert er: Wir brauchen eine dritte Aufklärung! Die spannendste Frage unserer Zeit ist, ob und wie sich das Riesenexperiment der Moderne im 21. Jahrhundert fortsetzen lässt.
Lesestück Nr. 5/August 2009 

Den „Erfindungen der belebten Natur“ auf den Spuren

Die in der Natur wirkende Intelligenz weckt immer wieder Erstaunen, aber auch unseren Wunsch zur Nachahmung ihrer Errungenschaften. Das erläutert Karl Sumereder in dem Beitrag über Faszinierende Bionik. Sie ist mittlerweile ein breit gefächerter Zweig der Wissenschaft geworden – von strömungsoptimierten Oberflächen bis zur Konstruktion spinnenartiger Roboter. Lesestück Nr. 6/August 2009

Besonnenheit und Standhaftigkeit

Den Namen des altgriechischen Philosophen Aristoteles kennt jeder einigermaßen Gebildete. Doch wenige kennen seine systematisch-wissenschaftliche Abhandlung über das Glück. Jochen Schaare führt uns durch diese und schreibt: Vom Glück des guten Lebens. Versucht man, die Fülle der Gedanken auf einen Nenner zu bringen, so fällt einem als durchgängiger roten Faden die Mahnung zum Maßhalten in allen Dingen auf.
Lesestück Nr. 7/August 2009

RÜCKBLENDE: Martin Graf und Südtirol

„Graf fordert Volksabstimmung zur Rückkehr Südtirols zu Österreich.“ Diese Schlagzeile löste wieder einmal einen groß inszenierten Wirbel in der medialen Politlandschaft aus. Liest man jedoch das vom Dritten Präsidenten Martin Graf in der „Presse am Sonntag“ vom 26. September 2009 gegebene Interview im Wortlaut durch, so stellt man verblüfft fest, dass Graf diese Worte gar nicht gesagt hat. Graf äußerte, man wisse eigentlich nichts Genaues, „solange man die Bevölkerung nicht fragt. Die Frage ist, ob es ein Tirol geben soll“. Das klingt anders, als die Schlagzeile es formuliert! Und es ist sicherlich nicht jener „provokante“ Sager, zu welchem Grafs Worte danach hochstilisiert wurden. Dass Graf auf das den Südtirolern vorenthaltene Selbstbestimmungsrecht hinwies und die Pflege der „faschistischen Denkmäler“ auch durch das heutige demokratische Italien „schon eine Frage“ nannte, steht durchaus im Einklang mit den historischen Tatsachen und klingt auch nicht sonderlich „extrem“.

Mit den historischen Fakten hat sich 1992 – dem Jahr der Streitbeilegung - Walter Ebenberger in Folge 1 der „Freien Argumente“ unter dem Titel „Kein Ende für Südtirol“ auseinandergesetzt. Und 1995 – dem Jahr des EU-Beitritts Österreichs - befasste sich Siegfried Dillersberger ebenfalls in Folge 1 der „Freien Argumente“ mit der Frage: „Europäische Union – Wohin geht Südtirol?“ Er zitiert u.a. die damalige Entschließung des Tiroler Landtages: „Der Tiroler Landtag bekennt sich unter ausdrücklicher Bezugnahme auf die Entschließung des Nationalrates vom 5.6.1992 (Protokoll) zur Wahrung und Entfaltung des fundamentalen und unveräußerlichen Menschenrechts der Selbstbestimmung, wie dies im jeweiligen Art. 1 Abs. 1 der Menschenrechtspakete sowie der KSZE-Schlußakte von Helsinki zum Ausdruck kommt.“ Ob sich wohl die beiden Landeshauptleute Durnwalder und Platter an diese Innsbrucker Landtagsentschließung erinnern?

Im Genius-Lesestück Nr. 7 des Genius-Briefes vom Juni dieses Jahres findet sich die ausführliche Besprechung des Buches „Die Identität Tirols in Europa“ von Univ. Prof. Peter Pernthaler, Innsbruck, dessen Familie aus Südtirol stammt. Als unübertroffener Kenner steht er einerseits grundsätzlich zum Selbstbestimmungsrecht, stellt aber andererseits schmerzlich das faktische Auseinandertriften der beiden Landesteile fest. Wie also jene Frage, die eben auch Graf jüngst in den Raum stellte, heute wirklich beantwortet werden würde, versieht Pernthaler skeptisch mit einem Fragezeichen. Diese Perspektive ist vermutlich der nicht ausgesprochene Grund, warum einige der öffentlichen Unmutsbezeugungen gegenüber Martin Graf diesem eine gewisse Unbedachtheit im Umgang mit diplomatischen Gepflogenheiten auf Präsidentenebene ankreiden. Mag sein, aber sicherlich kein hinreichender Grund für eine an Hetzjagden erinnernde Kampagne. Schließlich hatte sogar der italienische Präsident Cossiga eine Volksabstimmung in Südtirol vorgeschlagen. Peinlich, peinlich.

 
Achtung:
Früher erschienene Genius-Hefte sind vereinzelt noch lieferbar. Richten Sie diesbezügliche Anfragen, bitte, an: verein@genius.co.at

Auf Wiedersehen beim nächsten Genius-Brief, der am 1. September 2009 erscheinen wird.

Bearbeitungsstand: Samstag, 1. August 2009

 

Karl Claus
Die Parteien in der Sackgasse
Das Finale der klassischen Ideologien
GENIUS EDITION, Band 2
Wien, 2007
248 Seiten, 17 x 24 cm
ISBN 978-3-9502238-1-1
Preis: 19,– Euro
[Nähere Informationen]

Dieter Grillmayer
National und Liberal
Die Geschichte der Dritten Kraft in Österreich
GENIUS EDITION, Band 1
Wien, 2006
434 Seiten, 17 x 24 cm
ISBN 978-3-9502238-0-4
Preis: 34,– Euro
[Nähere Informationen]

 

Dr. Peter Wassertheurer
Kurze Geschichte der deutschen altösterreichischen Volksgruppen
Taschenbuch, rund 120 Seiten
13,20 Euro inkl. USt. zuzüglich Versandkosten

„Kurze Geschichte der deutschen altösterreichischen Volksgruppen“ ist eine knappe Vorstellung des Schicksals der Heimatvertriebenen aus Südosteuropa. Auf knapp 120 Seiten in Taschenbuchformat wird die Geschichte der Donauschwaben, der Siebenbürger Sachsen, der Karpatendeutschen und kleinerer Volksgruppen wie der Buchenlanddeutschen oder Landler in gut gestalteten Kapiteln vorgestellt. Umfangreiches Karten- und Bildmaterial bilden eine wichtige und spannende Ergänzung. Der Text ist einfach geschrieben, übersichtlich strukturiert und soll Ihren Bekanntenkreis oder die Enkelgeneration über die Heimat der Großeltern in wenigen Stunden informieren. Es dient außerdem allen Heimatvertriebenen und geschichtlich Interessierten als schnelle und verlässliche Einführung, ohne dass man sich erst mühsam durch Berge von von Büchern durcharbeiten muss. Dieses Taschenbuch macht Sie in kürzester Zeit zu einem Kenner der Geschichte der deutschen Volksgruppen Südosteuropas. Das Buch ist handlich und  kann überall bei Reisen in Zügen und Bussen oder sonstigen Anlässen in der Hand- oder Manteltasche mitgenommen werden.

Bestellungen an:
Dr. Peter Wassertheurer
Ortsstrasse 10 / 1
2301 RUTZENDORF
E-mail: peter.wassertheurer@aon.at

 
Genius – Gesellschaft für freiheitliches Denken, Verein mit Sitz in Wien. ZVR 127778490
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