Genius-Brief Februar 2010

So kommen Sie an alle Texte dran

Hier informieren wir Sie, welche Themen in unseren neuesten Genius-Lesestücken behandelt werden. Den jeweiligen Beitrag finden Sie als Volltext durch Anklicken des farblich hervorgehobenen Links im Text. Besonders erwähnt werden diejenigen zwei Genius-Lesestücke, welche mit diesem Brief im Anhang zusätzlich unseren Mitgliedern und unseren Abonnenten direkt an deren uns mitgeteilte E-Mail-Anschrift gesendet werden. Nur diesen unseren E-Mail-Empfängern steht die Möglichkeit offen, jedes Lesestück auch im grafisch schön gestalteten PDF-Format zu lesen und gegebenenfalls auszudrucken. Einfach beim betreffenden Lesestück im Brief anklicken!
Eine besondere RÜCKBLENDE steht am Ende dieses Briefes. Hier finden Sie Hinweise auf aktuelle Probleme und Zusammenhänge, die bereits in früheren Genius-Lesestücken thematisch abgehandelt wurden.
Die Verantwortung für den Inhalt der einzelnen Lesestücke tragen deren Verfasser.
Für die redaktionelle Koordination zeichnet der Herausgeber verantwortlich. Wiedergabe von Genius-Lesestücken nur mit Zustimmung der Genius-Gesellschaft. 

Das Dritte Lager muss sich neu formieren

Das BZÖ verliert seine Basis in Kärnten. Die FPÖ als bundesweite Partei wird immer stärker. Die jüngste Entwicklung analysiert Gerald Brettner-Messler in seinem Beitrag Jörg Haiders politische Hinterlassenschaft wird aufgearbeitet. Obwohl sich die Lage noch nicht völlig geklärt hat, steht praktisch schon fest, dass das BZÖ als Haiders parteipolitische Gründung gegen seine eigene FPÖ, mit der er groß geworden war, keine Zukunft haben wird.
Lesestück Nr. 01/Februar 2010
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Der Rechtsstaat wankt

Eine erschreckende Tatsache: Die Rechtsunsicherheit nimmt auf allen Gebieten zu. Wie sich das entwickelt, beschreibt Gerulf Stix in dem Aufsatz Vom Verfall der Rechtssicherheit. Die verunsicherten Bürger erwarten hier Hilfe von der Politik. Doch diese ist selbst ein übereifriger Mitverursacher der Misere. Wenn hier nicht bewusst gegen gesteuert wird, geraten wir in eine solche Rechtsunsicherheit, dass dadurch unsere freiheitliche Gesellschaftsordnung ernsthaft gefährdet wird.
Lesestück Nr. 02/Februar 2010
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Universitäten: Polit-Zirkus statt seriöser Bildungspolitik

Die chaotischen Studentenproteste wie die hilflosen Reaktionen sowohl der Rektoren wie des inzwischen nach Brüssel entschwundenen Wissenschaftsministers endeten nach dem Motto „Außer Spesen nichts gewesen“. Was sich abspielte und worum es wirklich geht, schildert recht sarkastisch Lothar Höbelt: Der Audimaxismus und seine Kriegsgewinnler. Eines der realen Probleme an unseren Universitäten lässt sich auf den so genannten Bologna-Prozess zurückführen; ein weiteres resultiert aus dem nicht beachteten Unterschied zwischen Bildung und Ausbildung. Bleibt abzuwarten, was der neuen Wissenschaftsministerin Karl dazu einfällt.
Lesestück Nr. 03/Februar 2010

Was die Kinderlosigkeit für uns alle ökonomisch bedeutet

Diese Sachverhaltsdarstellung ist wegen ihrer umfassenden und zugleich kompakten Behandlung eines Jahrhundertthemas so wichtig, dass wir sie hier in leicht überarbeiteter Form als Wiederholung aus dem Genius-Heft 2/2006 erneut bringen: Mit oder ohne Kinder – die wirtschaftlichen Konsequenzen. Der kompetente Wissenschafter Eberhard Hamer legt die Gründe für den Geburtenrückgang dar, zeigt schonungslos die von der Politik zu verantwortenden Fehler auf und zeichnet ein bestürzendes Zukunftsbild der wirtschaftlichen Folgen für uns alle. Diesen Beitrag müsste jeder Sozialpolitiker lesen!
Lesestück Nr. 04/Februar 2010

Hannibal ante portas – diesmal in Luxus-Suiten

Hannibal und Hannibal sind zweierlei, manchen ist’s nicht einerlei. Unser Pannonicus hat sich dieses Mal in Ungereimtes – gereimt auf glitschiges diplomatisches Parkett gewagt, wo ausgerechnet die Schweizer wegen einer läppischen Prügelei ins Rutschen gekommen sind. Ghaddafi sei’s gedankt. Außerdem lässt Pannonicus noch eine Puppe tanzen...
Lesestück Nr. 05/Februar 2010

Ein tschechischer Wissenschafter, der es mit der geschichtlichen Wahrheit ernst nimmt

Völlig zu Recht meint G. Zeihsel, Obmann der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Österreich, dass man dieses Buch gelesen haben müsse: Ernst Korn bespricht hier in Geschichte gegen ČSR-Mythen das Buch „Verschwiegene Geschichte“ von Tomás Krystlik. Der Autor verdient Anerkennung nicht allein für seine korrekte, an den Fakten ausgerichtete Darstellung der geschichtlichen Entwicklung seit 1918, sondern insbesondere für seinen Mut, auch die für das offizielle Tschechien unbequemen Wahrheiten auszusprechen.
Lesestück Nr. 06/Februar 2010

Die ewige Frage: Wie entstand das Leben?

In dieser Abhandlung von Karl Sumereder verschmelzen naturwissenschaftliche Erkenntnisse und metaphysische Gedankengänge zu einer faszinierenden Schau, die berührend durch den Dichter Edgar Allen Poes beschrieben wurde: „Das Leben ist ein Traum in einem Traum“. Trotz modernster wissenschaftlicher Erkenntnisse bleibt das Phänomen Leben ein Rätsel. Sicher ist nur, dass es zu seiner Entstehung des gesamten Kosmos’ bedurfte. Aber was ist der Komos? Seinem Wesen nach Geist? Für das unergründliche Geheimnis menschlicher Existenz kennt unsere Sprache das vieldeutige und zugleich so bedeutsame Wort: Gott.
Lesestück Nr. 07/Februar 2010

RÜCKBLENDE:
Die Kosten für die Rettung der US-Banken

Im vorigen Genius-Brief 1/2010 veröffentlichte Bertram Schurian seinen Artikel über die „USA – Weltmacht im Abstieg“. Darin berichtete er, dass die Vereinigten Staaten relativ schnell ein Hilfsprogramm zur Rettung der Banken (Troubled Asset Relief Programm – TARP) in Höhe von US-$ 700 Milliarden aufgelegt hatten. Schurian beobachtete die Entwicklung weiter und kommentiert sie nun wie folgt: Bei einem geschätzten Bruttosozialprodukt (BSP) von US-$ 14.260 Milliarden würden sich die Kosten auf 5% des BSP belaufen. Tatsächlich werden die Kosten näher bei 1 % des BSP sein, wie neuere Schätzungen des Schatzamtes der Vereinigten Staaten verlauten. Aus früheren Rettungsoperationen bei Bankenkrisen weiß man, dass die gemittelten Kosten der Bankenrettung rund 13 % des BSP betrugen. Nun wäre dies, wenn tatsächlich nur etwa 1% aufgewendet werden müssten, ein großartiger Erfolg in der schlimmsten Finanzkrise seit Menschengedenken. Es sind aber nicht nur die Amerikaner allein, die über die Bankenrettungspakete ziemlich positiv denken. Auch in England ist man froh, dass die wirklichen Kosten zur Rettung der Banken nur 0,5 % des Bruttosozialproduktes ausmachen werden. Dies ist umso erstaunlicher, als die Rettung der Lloyds Bank Group und der Royal Bank of Scottland zusammen ca. 20 % des britischen BSP ausmachte.
In Amerika erwartet das Finanzministerium also Kosten für alle Rettungsaktionen, die bei rund US-$ 90 Milliarden liegen. Der größte Teil dieser Kosten erklärt sich aus den verlustbringenden Investitionen des Staates bei General Motors, Chrysler und ihren Finanztochtergesellschaften sowie bei AIG ( American International Group Finanzkonzern). Außerdem verdient das Schatzamt auch noch an diesen Investitionen durch den Erhalt von Gebühren für nicht genutzte Garantien.
Auch die Zentralbank der Vereinigten Staaten (Federal Reserve Board) hat bis dato reichlich verdient an den Unterstützungskrediten für die Banken. So wird die FED, die 2009 einen Gewinn von US-$ 56 Milliarden gemacht hat, ungefähr US-$ 44 Milliarden an das Finanzministerium abliefern!
Etwas weniger rosig sieht das Bild bei Fannie Mae und Freddie Mac, den zwei verstaatlichten Hypothekarbanken, aus. Das Finanzministerium hat diesen zwei Instituten schon US-$ 111 Milliarden zu Verfügung gestellt und man erwartet, dass noch mehr Geld nötig sein wird, jedoch nicht die ursprünglich veranschlagte Summe von US-$ 400 Milliarden. Wie hoch die endgültige Rechnung sein wird, wird erst die Zeit erweisen. Im Moment sieht es jedoch danach aus, dass die Vereinigten Staaten letzten Endes einen relativ niedrigen Preis für ihre Bankenrettungsoperationen zahlen werden.
Dass solche Aktionen nicht hoffnungslos sind, zeigt die Erfahrung aus Schweden aus dem Jahr 1991, wo nach bereits fünf Jahren Schweden die Kosten zurückerhalten hatte, die zuvor in Rettungsaktionen gesteckt worden waren.
Dass die Finanzwirtschaftskrise in Amerika so glimpflich verlaufen ist und letztlich nur relativ niedrige Kosten mit sich gebracht hat, ist in der Hauptsache auf die Tatsache zurückzuführen, dass Amerika sich mehr auf die Aktienmärkte stützt und weniger auf die Banken als in anderen Ländern. Die Krise hatte ihre Ursache mehr in mangelnder Liquidität als in mangelnder Bonität bzw. Solvabilität. Die Aktienkurse der Banken sanken stark und dadurch sank auch die Möglichkeit der Refinanzierung, weil die Aktiva der Banken kaum zu bewerten waren.
Zudem scheint es so, als ob die politisch Verantwortlichen in Amerika und der übrigen Welt tatsächlich etwas aus der Wirtschaftsgeschichte gelernt haben. Im Allgemeinen befolgten sie den Rat des IMF, der als “best practise” die folgende Vorgangsweise empfahl:

  • Schnelle Gewährung von Leihkapital, um Panik zu vermeiden bzw. zu beenden.
  • Sofortige Rekapitalisierung der Banken, um die Solvabilität zu retten.
  • Transparenz bei den Bankbilanzen, um das Vertrauen der Investoren zu erhalten und um den Banken private Kapitalerhöhungen zu ermöglichen.

In Amerika hat man den Banken auch nicht ihre „bad loans“ abgekauft und in separaten Gesellschaften untergebracht, sondern den Banken wird die Möglichkeit geboten, sich aus der Krise dadurch herauszuarbeiten, dass die Zinsspanne für ihre Kreditvergabe durch die Politik des leichten Geldes der FED – die Refinanzierungskosten für die Banken liegen bei 0.5% – deutlich erhöht wurde.

 

Achtung: Früher erschienene Genius-Hefte sind vereinzelt noch lieferbar. Richten Sie diesbezügliche Anfragen, bitte, an: verein@genius.co.at

Künftig werden die Genius-Briefe in loser Folge erscheinen. Der nächste Erscheinungstermin wird noch gesondert bekannt gegeben werden. Wir bitten Sie um ein wenig Geduld.

Bearbeitungsstand: Montag, 1. Februar 2010

 

Karl Claus
Die Parteien in der Sackgasse
Das Finale der klassischen Ideologien
GENIUS EDITION, Band 2
Wien, 2007
248 Seiten, 17 x 24 cm
ISBN 978-3-9502238-1-1
Preis: 19,– Euro
[Nähere Informationen]

Dieter Grillmayer
National und Liberal
Die Geschichte der Dritten Kraft in Österreich
GENIUS EDITION, Band 1
Wien, 2006
434 Seiten, 17 x 24 cm
ISBN 978-3-9502238-0-4
Preis: 34,– Euro
[Nähere Informationen]

 

Dr. Peter Wassertheurer
Kurze Geschichte der deutschen altösterreichischen Volksgruppen
Taschenbuch, rund 120 Seiten
13,20 Euro inkl. USt. zuzüglich Versandkosten

„Kurze Geschichte der deutschen altösterreichischen Volksgruppen“ ist eine knappe Vorstellung des Schicksals der Heimatvertriebenen aus Südosteuropa. Auf knapp 120 Seiten in Taschenbuchformat wird die Geschichte der Donauschwaben, der Siebenbürger Sachsen, der Karpatendeutschen und kleinerer Volksgruppen wie der Buchenlanddeutschen oder Landler in gut gestalteten Kapiteln vorgestellt. Umfangreiches Karten- und Bildmaterial bilden eine wichtige und spannende Ergänzung. Der Text ist einfach geschrieben, übersichtlich strukturiert und soll Ihren Bekanntenkreis oder die Enkelgeneration über die Heimat der Großeltern in wenigen Stunden informieren. Es dient außerdem allen Heimatvertriebenen und geschichtlich Interessierten als schnelle und verlässliche Einführung, ohne dass man sich erst mühsam durch Berge von von Büchern durcharbeiten muss. Dieses Taschenbuch macht Sie in kürzester Zeit zu einem Kenner der Geschichte der deutschen Volksgruppen Südosteuropas. Das Buch ist handlich und  kann überall bei Reisen in Zügen und Bussen oder sonstigen Anlässen in der Hand- oder Manteltasche mitgenommen werden.

Bestellungen an:
Dr. Peter Wassertheurer
Ortsstrasse 10 / 1
2301 RUTZENDORF
E-mail: peter.wassertheurer@aon.at

 
Genius – Gesellschaft für freiheitliches Denken, Verein mit Sitz in Wien. ZVR 127778490
A-1010 Wien, Kärntner Straße 10/5, Telefon +43/0/664 3003 701, EMail: verein@genius.co.at
Wiedergabe von Genius-Lesestücken nur mit Zustimmung der Genius-Gesellschaft