Philosophie als Lebenskunst zwischen Langeweile, Laster und dem Schöpferischen


„Gelassenheit zu den Dingen“[1] und die stoische „Meeresstille des Gemüts“[2]

 

Von Jochen Schaare

„Die moralische Verbesserung des Gattungswesens ist ausgeblieben. Die Hoffnung auf die Vervollkommnung des Menschengeschlechts, die einst zu den Grundpfeilern der modernen Ideologie gehörte, hat sich nicht erfüllt. Dennoch tut jede Generation so, als müsse sie das alte Projekt neu erfinden und die Zeitgenossen Mores lehren. Mittlerweile sind die Ansprüche jedoch unverkennbar gesunken.“
Wolfgang Sofsky[3]

„Die Welt ist voll Torheit, Dumpfheit, Inkonsequenz und Ungerechtigkeit; es gehört viel Mut dazu, diesen nicht das Feld zu räumen.“
Goethe an Herzog Carl August am 5. Juli 1781

„Verwirrende Lehre zu verwirrendem Handel waltet über der Welt.“ „Und ich habe nichts angelegentlicher zu tun als dasjenige, was an mir ist, wo möglich zu steigern und meine Eigentümlichkeiten zu kohobieren (auszureifen).“
Goethe an W. v. Humboldt am 17. März 1832

 

Das Unglück des Menschen rührt nach den Worten Pascals daher, dass er „nicht ruhig in einem Zimmer bleiben“ könne. Vielmehr suche er auf dem Wege der Ersatzhandlung Zerstreuung und Unterhaltung und bleibe nicht „vergnügt und still“ in seinem Hause. Dies sei der Mensch im „Elend“, der von sich selbst kein Bewusstsein haben will.

Aber Nietzsche sagt auch: „Wer sich völlig gegen die Langeweile verschanzt, verschanzt sich auch gegen sich selber: den kräftigsten Labetrunk aus dem eigenen innersten Born wird er nie zu trinken bekommen.“ Das Problem der Langeweile hat nicht nur für den Einzelnen große Bedeutung, es betrifft ganze Völker und Gesellschaften als Massenphänomen.

So ist die Langeweile die Standardformel in der Geschichte des europäischen Pessimismus und Nihilismus, wobei letzterer als „activer Nihilismus“, als Verbindung von Welt- und Selbstverneinung (Friedrich Nietzsche), als Terrorismus konzipiert und praktiziert wird. So kommt der „Rede von Langeweile, Hohlheit, Fehlen des Sinns“ eine „systematisch hinführende Funktion“ zu, die sich vor allem an ihrem Einbau in Geschichtsmetaphysiken, in „nihilistische Prozesserzählungen“ zeigt. Jürgen Große wertet dies folgendermaßen: „Die historische Dimension ist die einzige, die noch offen steht, wenn Theorie und Praxis des terroristisch gewordenen Nihilismus begreiflich werden sollen – angesichts einer Verneinung von Vernunft und Zukunft als Weg und Ziel des Daseins…“

Offensichtlich ist die liberalistische Leitkultur der Gegenwart vom Terrorismus als letzter Blüte am Stamm des Nihilismus und seinen lebensweltlichen Spielarten in eine endgeschichtlich anmutende Verzweiflung umgeschlagen, so dass sich liberale Kulturziele als Wert und Geltung aufheben, da der Liberalismus seinen „Mördern“ noch die Tür öffnet (Ernst Jünger) und sich alle Kulturmittel auch gegen ihn einsetzen lassen. „Der aktive Nihilismus“, so Große, „ist technisch und ökonomisch auf der Höhe der Zeit, er bedient sich zerstörerisch jener Mittel, deren unaufhörliche Vervollkommnung der liberalistischen Weltgeschichtsutopie (wie bereits… der sozialistischen) als Endzweck und einzig denkbare Form von Geschichtlichkeit gilt. Im nihilistischen Terror triumphiert auf grausam-ironische Weise das Effizienzprinzip – ein Leben vernichtet sich mit vielen.“

Ein ideologisch noch ambitionierter Liberalismus reagiert hier mit Formeln wie, dass einem zivilisatorischem Innen ein barbarisches Außen gegenüberstehe, Demokratie wahre die Freiheit gegenüber einem Terror, der dem Wissenschaftlich-Technischen als etwas Wesensfremdes gegenüberstehe. Es gelte, so N. Bolz, gegen die „Ressentimentpolitik“ der Schlechtweggekommenen und Zurückgebliebenen einen Krieg der Zivilisation gegen ihre Vorstufen zu führen.

Stoische Philosophie

Angesichts solcher Verwerfungen soll hier ein neues stoisches Denken angebahnt werden, welches trotz des zunehmenden äußeren Druckes in sich die Kraft verspürt, gegenüber solchen Gewissenszwängen eine gewisse Reserviertheit zu wahren, um ein Leben zu gestalten, das den äußeren Gewalten und Unwägbarkeiten im Sinne einer philosophischen Lebensorientierung und Lebenskunst widersteht und Freiheit zu verwirklichen vermag.

Stoische Philosophie der Lebenskunst ist wichtig in einer Zeit, in der die demokratisch legitimierte Freiheit im Namen der Sicherheit uns überall genommen wird. Moderner Stoizismus strebt nach Freiheit, nicht nach Sicherheit. Der Philosoph und Nietzscheaner Andreas Urs Sommer weist in seinen Schriften auf die Disziplinierungen als probates Mittel in den Händen von Staat und Religion hin und sagt: „Modernes stoisches Denken entzieht sich und kehrt damit zu seinen Ursprüngen zurück, als es weder verstaatlicht noch christianisiert war.“ In diesem Sinne muss man sich „christliche(m) Ansinnen, sich wahlweise (evangelisch) einer göttlichen Allmachtsgnade oder (katholisch) einer vorgeblich göttlich eingesetzten Institution ohnmächtig auszuliefern“, entziehen und stoische Wege gehen. „So sehr Stoiker aller Zeiten bereit waren, sich den Zumutungen des Schicksals zu fügen und ihr Wissen, wie man Menschen diszipliniert, den Herrschenden zur Verfügung zu stellen, loderte doch immer ihr Widerstandsgeist.“ Ein neuer, moderner Stoizismus aber erkennt, dass es nicht um Herrschaftswissen geht, sondern um einen individuellen Weg ins Freie. Keine Moralsuadas, sondern sachliche Analysen von Menschen und Dingen; es geht um eine wirklichkeitsgerechte Anthropologie und um eine „Praxis des wohldosierten Moralverzichts“, um eine „Philosophie gerade nicht als Moralphilosophie.“ Es geht nicht um das Konstrukt um das Gute, das sich letztendlich als Konstrukt zur Herrschaftausübung erweist, sondern „um das Gebotene, um das aptum, das Angemessene – nicht dem Absoluten angemessen, sondern den Gegebenheiten.“

Zwar erwartete noch die alte Stoa, so Sommer, eine letzte Beruhigung von der Moral. „Vielmehr ist Moral eine Quelle der Beunruhigung und muss daher wie ein starkes Medikament, das leicht zu Gift wird, wohldosiert eingesetzt werden. Die Überdosierung ist bei Moral noch verbreiteter als bei Antibiotika. Wirtschafts- und Politiknachrichten beweisen es täglich.“

Daher liegt es an einer stoischen Philosophie der radikalen Selbstbeschränkung, hier weiter zu helfen. Man denke daran, dass das ganze Leben des Philosophen oder Künstlers ein „Kommentar zum Tode“ ist, man denke nur an die „Vier letzte(n) Lieder“ eines Richard Strauß oder an Cicero, der sagte: „Tota philosophorum vita commentatio mortis est.“ So ist der Stoizismus keine Schönwetterphilosophie, er neigt zur Lakonie und auch zur Härte; fest steht, dass der Mensch ein endliches Wesen ist, dem es gewiss nicht um eingeredete Unsterblichkeit oder Vollkommenheit geht. Wenn er weiß, dass das Leben nun einmal endlich ist, wird er sich darob nicht grämen und die ihm verbleibende Zeit gründlich nutzen. Er wird gelassen gegenüber Menschen und Dingen. Verunsicherungen durch „Offenbarungswelten“ spürt er nicht, lässt sich auch nicht durch entsprechende Vertreter verunsichern.

Andreas Urs Sommer weist nun eindringlich auf „kollektive Hysterisierungen“ hin, wie sie durch die Religionen, insbesondere durch das Christentum praktiziert wurden.: „Worüber alles man sich nun Sorgen zu machen beginnt, belegen dogmatische und moraltheologische Handbücher in erschreckender Deutlichkeit. Die sich stoisch ruhig stellende Seele des spätantiken Menschen wird aufgepeitscht – Hitze und Angst werden geschürt, wo fast schon die Meeresstille des Gemüts erreicht war. Mit der Stoa hätte die Angst überwunden sein können. Das Christentum hat sie neu erfunden.“ „Religionen scheinen ein fatales Interesse daran zu haben, die Übel dort hineinzugeheimnissen, wo es bisher keine Übel gab. Sie behaupten etwa, der Mensch sei durch die Erbsünde so verdorben, dass er nur durch göttliche Gnade wieder aus dem Schlamassel gezogen werden könne, keinesfalls aber durch eigene Anstrengung. Oder sie malen aus, dass Sterblichkeit eine furchtbare Sache sei, und der Mensch deswegen darauf sinnen solle, mittels rechten Glaubens der Unsterblichkeit teilhaftig zu werden.“

Aber hilfreiche praemeditatio mortis, also die geistige Vorwegnahme des Todes, sieht anders aus. Marc Aurel spricht in seiner Schrift davon, immer so zu handeln, zu denken und zu sprechen, als ob man augenblicklich aus dem Leben scheiden würde, nicht etwa, um vermeintliche „ewige“ Freuden oder Leiden des Jenseits vorwegzunehmen, sondern um das Hier und Jetzt sinnvoll zu gestalten. Wenn nun christliche Apologeten dagegen meinen, Beunruhigung sei etwas Nützliches, weil sie uns aus unseren eingefahrenen Selbstverständlichkeiten befreie, so kann man entgegnen: „Ja, gerne, aber bitte nicht um den Preis von Lügengeschichten von Jenseitigem!“ Den alleinigen Herrschaftsanspruch von Metaphysikern und Priestern ist man ja in den letzten Jahrhunderten allmählich losgeworden. Nun geht es auch darum, das Problem loszuwerden. „…es gibt“, so Andreas Urs Sommer, „kein Sterblichkeitsproblem, weil nichts in mir drin ist, was ernstlich Ewigkeit, Vollkommenheit und Jenseits will oder gar braucht. Es ist entlastend, weder ewig noch vollkommen sein zu müssen.“(kursiv J. S.) „Denn es ist mir unerträglich, mich eine Ewigkeit lang vervollkommnen zu müssen. Ewigkeit und Vollkommenheit liegen jenseits aller Wünschbarkeit.“ Ein paar Jahrtausende war man eifrig bemüht, dem Menschen Unsterblichkeit anzuerziehen; nun streift er sie wie ein altes Gewand ab. Sommer sagt hierzu: „Die Rede von einer natürlichen Todesangst ist nichts weiter als das Flackern einer verlöschenden metaphysischen Flamme… Religion schwärzt das Leben, indem sie mit einem Leben nach dem Tode droht.“ Aber mit Lukrez können wir sagen: „Der Tod geht uns nichts an, weil unsere Seele sterblich ist.“

Ulrich Hommes spricht zum Beispiel davon, wie sich der Kaiser Marc Aurel ein Bild von den Menschen und Dingen macht und stellt fest, dass die Menschen vielen Dingen nachjagen, die gar nicht das halten, was sie versprechen, und dass man sich von ihnen also gar nicht verführen lassen soll. Aber nicht Weltflucht oder Geringschätzung oder Verachtung der Dinge sind das eigentliche Ziel, sondern, in den Worten des Kaisers, ihre richtige Einschätzung und ihr rechter Gebrauch „in der Überzeugung, dass nichts ein Gut für den Menschen ist, was ihn nicht gerecht, besonnen, tapfer und frei macht, und ein Übel nur, was das Gegenteil dieser Eigenschaften bewirkt.“ In diesem Formgebungswillen, und nicht etwa im Mangel an Wissen und Wissenwollen, lässt sich stoisches Denken verdeutlichen. Es ist der Wille, die Vielfalt der Erscheinungen zu verstehen und unter dem individuellen Willen fassbar und formbar zu machen. „Moderner Stoizismus strebt nach Vereinheitlichung der disparaten Lebensregungen.“

Stoizismus will also die Stabilisierung und Festigung des Individuums, nicht etwa die Zerschlagung und Enthemmung des Ich in „sexuellen Exzessen“ oder „Ekstasen der Nächstenliebe“.

Der Soziologe Wolfgang Sofsky beschreibt die Ordnung des Terrors in Zeiten des Schreckens, wo vieles anders als in beruhigten Zeiten läuft, und meint, dass die Gleichgültigkeit zu allseitiger Toleranz umgemünzt werde, wo fast alles erlaubt sei. Den inneren Gerichtshof des Gewissens, wie ihn Immanuel Kant beschrieben hat, vernehmen die Enthemmten nicht mehr: „Mit einem Augenzwinkern lästert man über fremde Untugenden und verniedlicht Laster zu lässlichen Unsitten… Pikiert, aber ohne große Entrüstung notiert man die normalen Sünden des Alltags, die Geldgier der Nachbarn, die Hochnäsigkeit ferner Verwandter, die Hintertriebenheit von Kollegen, das vulgäre Gehabe mancher Prominenter… Außenseitern wird häufig angedichtet, was man bei sich selbst nicht wahrhaben möchte. Bei Leitfiguren in Politik, Wirtschaft und Kultur, denen man die Rolle des Vorbilds zuzuweisen pflegt, kennt man kein Pardon.“ Es handelt sich eben um das Phänomen, das Arnold Gehlen schon 1968 in seinem Buch „Moral und Hypermoral“ beschrieben hat.

Haltung und innere Distanz

Es kommt also darauf an, dass sich das Individuum eine Haltung zulegt, eine innere Form, die sich der Mensch selbst gibt. Wolfgang Sofsky schreibt: „Neben den Bewegungen, Gebärden und Gesten des Körpers prägt sie sämtliche Empfindungen, Stimmungen und Einstellungen. Haltungen disponieren zu einem bestimmten Verhalten und verleihen der Person eine innere Verfassung. Wer eine Haltung verliert, büßt die Distanz zu sich selbst ein. Er wird von Gefühlen überwältigt, gibt sich seinen Vorlieben hin oder gehorcht blind seinen Gewohnheiten. Indem er die Treue gegen sich selbst verletzt, verliert er seine Würde… Die Haltung überformt die Seele und verleiht dadurch innere Freiheit… Manche Laster wie Vulgarität, Maßlosigkeit, Streitsucht oder Feigheit entspringen fehlender Selbstkontrolle… Innere Freiheit beginnt mit Selbstdistanz… Vulgarität sorgt dafür, dass niemand mehr ein höheres Niveau erreicht.“ Hierhin gehört auch die Leichtgläubigkeit, die zu den Grundlagen moderner Demokratie gehört. Viele neuartige Gefahren bestimmen in der durchtechnisierten und mediatisierten Welt nach ihrer Entzauberung das Leben der Menschen, da es so scheint, als habe er nicht nur alles dies geschaffen, sondern auch die Gefahren herabgestimmt. Dies trifft aber nicht zu, da gegenüber der Vormoderne die Dinge sich lediglich verschoben haben. Gefahren wandeln sich nunmehr in Risiken. Alles soll der Mensch können und bewältigen.

Aber der Mensch lebte immer schon in einer gefährlichen Welt; er erscheint nur als der gekrönte Herr dieser Welt, der sich nun auch alles Unglück selbst zuschreiben muss und seine Angst allein bewältigen muss. In Zeiten des Chaos sind viele Menschen auf sich allein gestellt. Wenn es zum Äußersten kommt, fällt die Gesellschaft in den „Naturzustand“ zurück. „Nur“, so Sofsky, „indem man der Gefahr widersteht, kann man sich überhaupt als klug und gerecht zeigen. Mut ist zuerst Handlungsmut… Der Mutige trotzt seiner Angst und nimmt die Gefahr in den Blick. Wie Angst Todesangst ist, so ist der letzte Beweis für Tapferkeit, der Todesgefahr standzuhalten.“

Indem nun die Welt so als voller Gefahren und Mängel bestimmt ist, kommt es im Sinne einer stoischen Lageanalyse für das Individuum darauf an, eine philosophisch grundierte Lebenskunst zu entwickeln, die die großen Stoiker von Epiktet über Seneca, Cicero, Marc Aurel bis zum großen Friedrich, Goethe, Schopenhauer, Nietzsche, aber auch Nichtstoiker oder „Teilstoiker“ wie die Existenzphilosophen Martin Heidegger und Nicolai Hartmann sich zum Maßstab einer Weltbewältigung nimmt; um seinem immer prekären Leben Sinn und Form, Haltung also, zu vermitteln, aber dem Menschen auch jene Lebensqualität einzuhauchen, die in ihrem wirklichen Gehalt den grundlegenden Dingen zu folgen und zu leben bereit ist, muss das Individuum seine Kräfte anspannen. Idealisierungen gilt es zu wehren.

Schopenhauer hat die Langeweile als anthropologische(n) Sachverhalt bestimmt. In seinem bekannten Sarkasmus sagt er: „Was alle Lebenden beschäftigt und in Bewegung erhält, ist das Streben nach Dasein. Mit dem Dasein aber, wenn es ihnen gesichert ist, wissen sie nichts anzufangen.“ Selbstbestätigung und Steigerung des individuellen Daseins sind für den Philosophen populäre Glücksambitionen, die aber durch die Langeweile in ihrem Gefolge zur existenziellen Enttäuschung werden. Der jeweilige Wunsch repräsentiere einen Mangel, Wunscherfüllung sei also nur eine Art „Nullzustand von unendlich kleiner Dauer“, schon rege sich dominierend der nächste Wunsch. Der Philosoph sagt: „Die Langeweile aber ist nicht weniger als ein gering zu achtendes Übel: sie malt zuletzt wahre Verzweiflung auf das Gesicht. Sie macht, dass Wesen, welche einander so wenig lieben wie die Menschen, doch so sehr einander suchen, und wird dadurch die Quelle der Geselligkeit.“ „Sonach hat, wer sich zeitig mit der Einsamkeit befreundet, ja sie lieb gewinnt, eine Goldmine erworben.“

Eine Goldmine intellektueller, geistiger Art, die zur Erfüllung führen könne, gerade auch im Hinblick auf die sarkastisch kommentierte Einsicht Schopenhauers, dass „dem bei weitem größten Teile der Menschheit… die rein intellektuellen Genüsse nicht zugänglich“ seien, „der Freude, die im reinen Erkennen liegt, sind sie fast ganz unfähig: sie sind gänzlich auf das Wollen verwiesen.“ So hat Schopenhauer, wie Jürgen Große hervorhebt, mit seiner transzendenzlosen und atheistischen Anthropologie der Langeweile eine oftmals gültige Formulierung für die Lebens- und Existenzphilosophie und für die Nihilismusdiskussion gegeben. Sinnschwundaffekte wie Gleichgültigkeit, Langeweile, Schmerz und verzweifelter Humor, wie die Romantiker als Ausweis ihres eigenen emotionalen Elitestatus lebten und beschrieben, hat Schopenhauer genau gesehen und kommentiert.

Langeweile, Heimatlosigkeit und Flucht in die Medienwelt

Auch Martin Heidegger hat sich zur Langeweile geäußert. Es soll auf zwei Merkmale eingegangen werden, die Heidegger in seinem Buch „Sein und Zeit“ dargelegt hat, zum anderen aber auch auf Lösungsversuche. Zunächst einmal sei auf eine Überlegung zur Heimat verwiesen; hier hat der Philosoph in verschiedenen Schriften und Vorträgen dargelegt, welche Bedeutung die Heimat für den heutigen Menschen hat und was sich aus einem Heimatverlust notwendig ergibt.

Am 22. Juli 1961 hielt der Philosoph aus Anlass des 700jährigen Jubiläums der Stadt Meßkirch, dem Heimatort Heideggers, die Festansprache. „Das Heutige hat eine Herkunft im Gewesenen und ist zugleich dem ausgesetzt, was auf es zukommt.“ Heidegger skizziert nun die zu erwartenden Tendenzen, die von ihm deutlich erkannt sind und von deren medialen Auswirkungen wir heute geradezu überwältigt sind: Fernseh- und Rundfunkgeräte brächten es mit sich, dass die Menschen da, wo sie „wohnen“, nicht mehr „zuhause“ sind. Gemeint ist der Anbruch des Medienzeitalters, das ins Privatleben eingreift und es zu verdrängen droht. So sagt Heidegger: „Die Menschen werden vielmehr täglich und stündlich fortgezogen in fremde, anlockende, aufreizende, bisweilen auch unterhaltsame und belehrende Bezirke. Diese bieten freilich keinen bleibenden, verlässlichen Aufenthalt; sie wechseln unausgesetzt vom Neuen zum Neuesten. Durch all dies gebannt und fortgezogen, zieht der Mensch gleichsam aus.“

Diesem unaufhörlichen Wechsel, so Heideggers Biograph Hans Dieter Zimmermann, vom Neuen zum Neuesten setzt Heidegger das Althergebrachte entgegen: „… die Kräfte der umgebenden Natur, der Nachhall der geschichtlichen Überlieferung und die ‚von altersher gepflegte Sitte’, die das menschliche Dasein bestimmen.“ Wenn Heidegger hier das Loblied der Provinz singt, so ist doch klar, dass in einer Zeit der Entwurzelung, Industrialisierung, Globalisierung und Digitalisierung das Althergebrachte, das Heimische immer wieder neu bedacht und festgehalten werden muss. Nicht ein Zurück in die gute alte Zeit ist hier gemeint, ein rückwärtsgewandtes Bewahren, sondern ein Aufbewahren, Erhalten, kein Verschleudern und Zerstören des Überlieferten, wie es durch die Industrialisierung geschieht. „Es ist“, so der Literaturwissenschaftler Zimmermann, „eine konservative Haltung im eigentlichen Sinne des Wortes: Das Anvertraute, sei es ein Werk der Natur, sei es ein Werk der Geschichte, sollen wir nicht um kurzfristigen Gewinns willen dahingeben, sondern an unsere Kinder und Enkel weitergeben. Sonst verlieren wir das Heimische und auch das Unheimische…“

Es ist klar, wenn wir die Heimat nicht mehr kennen als einen Ort, an dem wir zu Hause sind, dann verlieren auch die anderen Orte ihren Wert. „Verlieren wir die Heimat, verlieren wir auch die Ferne.“ Heidegger antwortet: „Dann gäbe es nur noch den rasenden Wechsel vom Neuesten zum Allerneuesten…“ Es gibt also dann kein Innehalten mehr, sondern nur noch einen atemlosen permanenten Wechsel, der nicht befriedigt und immer nach neuer Abwechselung verlangt. Es entstehe eine Leere, die durch Betriebsamkeit gefüllt werden müsse.

Damit ist Heidegger schon bei der Langeweile angelangt. Er meint damit eine Fadheit, eine Leere, in die unser Dasein fallen kann, wenn der Reiz des immer Neuen ausgeschöpft ist und in eine hohle Betriebsamkeit verfallen ist. Die Freizeit werde ihm zu lang, er vertreibt sie durch Zeitvertreib und Aktionismus. Er vertreibe die Langeweile durch Kurzweil, die ihm andere bieten. Zu dieser Außenlenkung sagt Heidegger: „Vermutlich ist diese tiefe Langeweile – in der Gestalt der Sucht zum Zeitvertreib – der verborgene, uneingestandene, weg geschobene und doch unausweichliche Zug der Heimat: das verborgene Heimweh.“ Er fährt dann fort: „Vielleicht siedelt sich der Mensch in der Heimatlosigkeit an. Vielleicht verschwindet der Bezug zur Heimat, der Zug zur Heimat aus dem Dasein des modernen Menschen. Vielleicht bereitet sich aber auch inmitten des Andrangs zum Unheimischen ein neues Verhältnis zum Heimischen vor.“ Diese Hoffnung hat sich bisher nicht erfüllt. Im Rausch der rasenden Aktivitäten und Reisen sei die Suche nach Heimat zu einem ziellosen Suchen nach Abwechselung geworden, Abwechselung, die vor allem die Medien böten.

Zimmermann resümiert, dass die Wohnung nicht mehr das Zu-Hause sei, in das man sich zurückziehe, sondern die Schaltstelle, an der man sich einklinke durch Anschluss für Telefon, Internet, Fernsehen, Radio. Die Gespräche mit Freunden und Nachbarn im Verein oder Wirtshaus weichen einem Chatten und medialen Aktivismus, an denen Millionen etwa durch Fernsehsendungen gleichzeitig beteiligt sind. Kinder entfremden sich durch Bewegungsarmut der unmittelbar heimatlichen Umwelt und halten die Bildschirmsendungen für das Ganze der Welt. Die Kommunikation nimmt andere Formen an, die Entheimatung schreitet voran. Damit ist auch eine radikale Bedrohung des Privaten gegeben, verbunden mit starken Massentendenzen. Die Sicherheit in den eigenen vier Wänden ist durch diese Medien bedroht und führt auch zu einem Realitätsverlust der Moderne, der geradezu durch diese Medien hervorgerufen wird.

Gelassenheit und besinnliches Denken

Es sei nun noch auf eine Schrift Heideggers verwiesen, „Gelassenheit“, in der auf die zunehmende Gedankenlosigkeit eingegangen wird. Der Mensch sei heute auf der Flucht vor dem Denken. Er steht ort- und heimatlos in seiner Welt. Heidegger meint dabei das besinnliche Denken, nicht das rechnende Denken, das in seinem Siegeslauf durch die Welt diese grundlegend verändert, aber eben auch gewissermaßen besinnungslos gemacht habe, sich „in der gegenwärtigen Weltstunde“ der alten Heimat „entfremdet“ habe. Heidegger geht auf Johann Peter Hebel ein und sagt: „Wir sind Pflanzen, die – wir mögen´s uns gerne gestehen oder nicht – mit den Wurzeln aus der Erde steigen müssen, um im Äther blühen und Früchte tragen zu können.“

Heidegger fragt: „Gibt es noch jenes ruhige Wohnen des Menschen zwischen Erde und Himmel? Waltet noch der sinnende Geist über dem Land? Gibt es noch wurzelkräftige Heimat, in deren Boden der Mensch ständig steht, d.h. boden-ständig ist?“ Heidegger sieht das sehr nüchtern, denn diese Bodenständigkeit des heutigen Menschen ist im „Innersten“ bedroht. Äußere Umstände und Schicksale, nachlässige und oberflächliche Lebensart sind ebenso Zuschreibungen wie der Geist des Zeitalters, in den wir hineingeboren sind, und auf den der Mensch nur unzureichend vorbereitet ist. Diese „Weltveränderung“ steht der Bodenständigkeit und dem besinnlichen Denken entgegen. „Kein einzelner Mensch, keine Menschengruppe, keine Kommission noch so bedeutender Staatsmänner, Forscher und Techniker, keine Konferenz von führenden Leuten der Wirtschaft und Industrie vermag den geschichtlichen Verlauf des Atomzeitalters zu bremsen oder zu lenken.“ Denn „keine Organisation ist imstande, sich der Herrschaft über das Zeitalter zu bemächtigen.“

Aber eine neue Bodenständigkeit ist nicht ausgeschlossen, der Weg dahin ist sogar „sehr nah“; dieser Weg ist ein Weg des Nachdenkens zum Nahen, der deshalb weit und schwer zugleich ist. Unser Verhältnis zur technischen Welt ist einfach und ruhig. „Wir lassen die technischen Gegenstände in unsere tägliche Welt hinein und lassen sie zugleich draußen, d.h. auf sich beruhen als Dinge, die nichts Absolutes sind, sondern selbst auf etwas Höheres angewiesen bleiben. Ich möchte diese Haltung des gleichzeitigen Ja und Nein zur technischen Welt mit einem alten Wort benennen: die Gelassenheit zu den Dingen.“

Philosophie ist für Heidegger „letzte Aussprache“ als Zwiegespräch mit sich selbst, das den ganzen Menschen zu erfassen versucht, weil er das Heimweh nach dem Ganzen der Welt verspürt und zur Heimat als einem Teil dieses Ganzen gerufen ist. Unheimlichkeit definiert Heidegger als Angst vor dem Nicht-zuhause-sein. Wenn dem Menschen das selbstverständliche Beheimatetsein in der Gelassenheit abhanden kommt, zerfällt ihm auch die Vertrautheit des alltäglichen Dahinlebens. Der Mensch in Angst treibt in das „Man“ hinein, wird ortlos. Heidegger: „Die verfallende Flucht in das Zuhause der Öffentlichkeit ist die Flucht vor dem Unzuhause, das heißt der Unheimlichkeit, die im Dasein als geworfenen, ihm selbst in seinem Sein überantworteten In-der-Welt-sein liegt.“

Die Moderne ist der Heimat und Gelassenheit nicht gewogen, ja die Heimatlosigkeit wird zum Weltschicksal, man kann geradezu von einer „Entheimatung“ sprechen, die nicht nur das Schicksal der Vertriebenen ist, sondern des modernen Menschen überhaupt. Sicherlich hat Heidegger das Wort Kants aus seiner „Anthropologie in pragmatischer Hinsicht“ gekannt, wo sich die Wirklichkeit der Heimat als Heimweh erweise: „… wobei es doch merkwürdig ist, dass dieses Heimweh mehr die Landleute einer geldarmen, dafür aber durch Brüder- und Vetterschaften verbundenen Provinz, als diejenigen befällt, die mit Gelderwerb beschäftigt sind und das patria ubi bene sich zum Wahlspruch machen.“ Kant sagt an dieser Stelle nicht, wer von beiden der Glücklichere sei; müssen wir uns das von ihm sagen lassen, der sein ganzes Leben in seiner Heimatstadt Königsberg verblieb? Jeder ahnt es selbst.

Goethes praktizierte Lebenskunst

Wenn der Mensch gelassen den Menschen und Dingen gegenüber zu stehen vermag, so gerät der Prozess des Lebens in verweilende Bewegung; das in der Langeweile erstarrte Dasein öffnet sich, wächst aus dem lange agilen Dasein und bloßer Faktizität ins Schöpferische hinein. Zu einem solchen Optimismus ermutigen uns sowohl Friedrich Nietzsche als auch Johann Wolfgang von Goethe. Letzterer gewährt uns und der Mit- und Nachwelt „in einem Umfang wie kein anderer“ „Einblicke in seine Lebenspraxis und wirkte dadurch in der Tat anspornend, belehrend, tröstend, helfend, heilend beglückend bis heute,“ so Katharina Mommsen.

Goethes Kunst zu leben macht deutlich, das nur der besonnene und tätige Mensch das werden kann, wozu er bestimmt ist, wenn er sich anhaltend darum bemüht. Viele Lebensäußerungen geben von diesem Leben einer erfüllten Selbstbildung bis ins hohe Alter hinein Zeugnis. In einem Brief an Jacobi vom 17. November 1782 schreibt er über seine Selbsterziehung und sein Bildungsstreben: „Laß mich ein Gleichnis brauchen. Wenn du eine glühende Masse Eisen auf dem Herde siehst, so denkst du nicht, dass so viele Schlacken darin stecken, als sich erst offenbaren, wenn es unter den großen Hammer kommt. Dann scheidet sich der Unrat, den das Feuer selbst nicht absonderte, und fließt und stiebt in glühenden Tropfen und Funken davon, und das gediegene Erz bleibt dem Arbeiter in der Zange. Es scheint, als wenn es eines so gewaltigen Hammers bedurft habe, um meine Natur von den vielen Schlacken zu befreien und mein Herz gediegen zu machen. Und wie viel, wie viel Unrat weiß sich auch noch da zu verstecken.“

Dieser „große, synthetische Mensch“, wie ihn Nietzsche bezeichnet, gibt viele Zeugnisse seines Werdens und Lebens; so kann er 1822 zu Grüner sagen: „Man sagt immer, die Lebenszeit ist kurz, allein der Mensch kann viel leisten, wenn er sie recht zu benützen weiß …“ Goethe kannte keine Langeweile und gibt viele effiziente Linderungsmittel und praktische Anweisungen aus Kenntnis eines wohlgelebten Lebens. Mit Kant zählt er zu denjenigen, die das Heil in sinnerfüllter, besonnener Aktivität erblickt. Für ihn ist auch der Schmerz ein Stachel der Tätigkeit.

Die Kraft des Schöpferischen

Planmäßig fortschreitende Arbeit und die Kraft des Schöpferischen vervollkommneten die Tage, Nächte und Jahre eines gewaltigen Schaffens, das erst mit dem Tode endete. An seinen alten Freund Sulpiz Boiserée schreibt er am 22. 10. 1826 selbstbewusst: „Ich verwende Tag und Nacht auf Denken und Tun… Tag und Nacht ist keine Phrase; denn gar manche nächtliche Stunde, die dem Schicksale meines Alters gemäß ich schlaflos zubringe, widme ich nicht vagen und allgemeinen Gedanken, sondern ich betrachte genau, was den nächsten Tag zu tun? das ich denn auch redlich am Morgen beginne und so weit es möglich durchführe…“

Ohne umfängliche Klugheit und Besonnenheit, „Meeresstille des Gemüts“, ohne Einsicht und Distanz zu sich, ohne Vernunft und Weisheit der Erfahrung, ohne alle diese menschlichen Instanzen hätte er weder dieses erfüllte Leben führen und auch nicht sein Riesenwerk schaffen können. Ein Mensch, der solche Forderungen, die sich auch noch im Kleinsten und Unscheinbarsten äußerten, an sich stellt, gibt ein gutes Exempel zu einer Lebensphilosophie, in der eine vita contemplativa mit einer vita activa ständig im Austausch steht.

Das Geheimnis des Schöpferischen verwirklicht sich in einem ausdauerndem Streben, seinem Leben Form und Gehalt zu geben, für Langeweile und Laster war da kein Platz. Der Verfasser von Dichtung und Wahrheit wusste, nur im „tätigen Leben“ kann der Mensch sich „unmittelbar nützlich“ machen, während seine poetischen Arbeiten „erst durch einen Umschweif und gleichsam nur zufällig nützen können.“ Dieser enormen Spannweite zwischen staatsmännischen Verpflichtungen und poetischer Tätigkeit war sein Leben zum Wohle seiner Mitmenschen ausgesetzt und gab ihm von früh an Gelegenheit, seine Lebenskunst, die auch Philosophie umfasste, auf „exorbitante Weise“ zu erweitern.

Dem Geheimnis des Schöpferischen war auch Friedrich Nietzsche auf der Spur, der in seinem kurzen bewussten Leben ein weiteres Beispiel für Lebenskunst in schwerster Lage abgibt. In seinem Zarathustra sagt er, dass das „einzige Glück“ jenseits von Langeweile „im Schaffen“ liege. Immer wieder wird hervorgehoben, dass das Leben ein Schaffen ist: „Das Große, das ist: das Schaffende.“ „Schätzen ist Schaffen.“ „Wandel der Werte, – das ist Wandel der Schaffenden.“ „Was gut und böse ist, das weiß noch niemand: – es sei denn der Schaffende.“ Im Schaffen erfüllt sich das Selbstsein. Es komme auf das Gleichgewicht zwischen Schaffen und Zerstören an. Nietzsche ist damit ganz der Lebensphilosophie zuzurechnen; der von Bergson postulierte „elan vital“ – „Lebensschwungkraft“ – feierte den Drang zu schöpferischer Produktivität, denn „die Lebensschwungkraft … ist im Grunde ein Verlangen nach Schöpfung.“ Erst in der Gestaltung von Kultur entfaltet sich das Wesen des Menschen durch Selbstgestaltung und Hingabe in die Ruhe des Schöpferischen.

 
Jochen Schaare, Salzgitter, ist Pädagoge und publiziert seit langem über klassische Philosophie.
Der obige Aufsatz ist die gekürzte Fassung eines längeren Manuskriptes.

Verwendete Literatur

Achenbach, G. B. (1995):Vom Wert der Bildung. Vortrag. Bergisch Gladbach 1995

Achenbach, G. B. (1995): Geschichte und ferne Heimat. Kritischen Bemerkungen zur sogenannten „Aufarbeitung der Vergangenheit“. Vortrag. Bergisch Gladbach 1995

Achenbach, G. B. (2000): Gelassenheit. Vortrag. Bergisch Gladbach 2000

Appel, S. (2007): Arthur Schopenhauer. Leben und Philosophie. Düsseldorf 2007

Aurel, Marc (1998): Zu dir selbst. Auswahl und Einführung von Ulrich Hommes. Regensburg 1998, 4. überarbeitete und verbesserte Aufl.

Bark, J./v. Nayhauss, H.-C. Graf (Hrsg.) (2009): Profile deutscher Kulturepochen. Aufklärung. Stuttgart 2009

Bellebaum, A. (1990): Langeweile, Überdruss und Lebenssinn. Eine geistesgeschichtliche und kultursoziologische Untersuchung. Opladen 1990

Bollnow, O. F. (1972): Das Wesen der Stimmungen. Aufsätze zur philosophischen Anthropologie. Stuttgart 1972

Bollnow, O. F. (2009): Lebensphilosophie und Existenzphilosophie. Schriften Band IV. Würzburg 2009

Decher, F. (2003): Besuch vom Mittagsdämon. Philosophie der Langeweile. Springe 2003, 2. Aufl.

Gadamer, H.-G./Löwith, K./Safranski, R./Sloterdijk, P. u.a. (2009): Heidegger verstehen. Vorträge und Gespräche in Originalaufnahmen. MP3-CD. München 2009

Goethe, J. W. v. (2006): Leben und Werk. CD-Rom. Berlin 2006

Goethe, J.W. v. (1999): Die Kunst des Lebens. Aus seinen Werken, Briefen und Gesprächen ausgewählt von K. Mommsen. Frankfurt/Main/Leipzig 1999

Heidegger, M. (1986): Sein und Zeit. Tübingen 1986, 16. Aufl.

Heidegger, M (1977): Gelassenheit. Pfullingen 1977, 5. Aufl.

Heidegger, M. (2009): Was heißt Denken? CD-Rom. Müllheim/Baden 2009

Heidegger, M. (2000/2009): Von der Sache des Denkens. Vorträge, Reden und Gespräche aus den Jahren 1952–1969. CD-Roms. Frankfurt/Main/Berlin 2009

Große, J. (2008): Philosophie der Langeweile. Stuttgart 2008

Neubauer, H.-J. (2006): Mit Nietzsche die Langsamkeit entdecken. Freiburg 2006

Nietzsche, F. (1988): Kritische Studienausgabe. hrsg. von G. Colli und M. Montinari. 15 Bde. Berlin/New York 1988, 2. Aufl.

Prapotny, T. (2005): Kurze Geschichte der Philosophie der Aufklärung. Freiburg 2005

Prapotny, T. (2009): Kurze Geschichte der Philosophie der Gegenwart. Freiburg 2009

Schippergers, H. (1996): Goethe – Seine Kunst zu leben. Frankfurt/Main 1996

Schopenhauer, A. (1999): Parerga und Paralipomena. Band 1 und 2. Herausgegeben von Holger Lütgehaus. Zürich 1999

Schulz, K. (1999): Goethe. Eine Biographie in 16 Kapiteln. Stuttgart 1999

Sofsky, W. (2005): Das Prinzip Sicherheit. Frankfurt/Main 2005

Sofsky, W. (2009): Das Buch der Laster. München 2009

Sommer, A. U. (2002): Die Kunst, selber zu denken Ein philosophischer Dictionnaire. Frankfurt/Main 2002

Sommer, H. U. (2004): Lohnt es sich, ein guter Mensch zu sein? Und andere philosophische Anfragen. Frankfurt/Main 2004

Sommer, H. U. (2007): Die Kunst des Zweifelns. Anleitung zum skeptischen Philosophieren. München 2007, 2. Aufl.

Sommer, A. U. (2009): Die Kunst der Seelenruhe. Anleitung zum stoischen Denken. München 2009

Sörensen, V. (1985): Seneca. Ein Humanist an Neros Hof. München 1985, 2. Aufl

Steinmann, M. (2010): Martin Heideggers „Sein und Zeit“. Darmstadt 2010

Zimmermann, H. D. (2005): Martin und Fritz Heidegger. Philosophie und Fastnacht. München 2005, 2. Aufl.

Anmerkungen

[1]  M. Heidegger: Gelassenheit. Pfullingen 1977, 5. Aufl., S. 23
[2]  Arthur Schopenhauer
[3]  Sofsky, W. (2009): Das Buch der Laster. München 2009, S. 12

Bearbeitungsstand: Freitag, 26. November 2010

Mit Unterstützung von:

Verweis in neuem Fenster öffnen

Ja, senden Sie mir die GENIUS-Briefe gratis zum Kennenlernen an diese meine E-Mail-Adresse:

Mir ist bekannt, dass ich obige Zusendung jederzeit stornieren kann. Dazu muss ich nur auf die letzte Zeile in jedem GENIUS-Brief klicken.
Meine E-Mail-Adresse wird nur für Versandzwecke gespeichert.
 

 
Genius – Gesellschaft für freiheitliches Denken, Verein mit Sitz in Wien. ZVR 127778490
A-1010 Wien, Kärntner Ring 10/Top 2A, Telefon +43/0/650 7982 151, EMail: verein@genius.co.at
Wiedergabe von Genius-Lesestücken nur mit Zustimmung der Genius-Gesellschaft