Wehrpflicht einmal von unten gesehen


Warum ihre Abschaffung für junge Männer von Nachteil wäre

 

Von Harald Saggener

In den folgenden Zeilen geht es nicht um politische, wirtschaftliche oder militärische Aspekte, die sowohl Laien- als auch Expertendiskussionen über das Thema „Wehrpflicht – ja oder nein“ abendfüllend werden lassen können. Ich beschränke mich hier auf Überlegungen bezüglich des praktischen Lebensnutzens einer Militärzeit für Männer[1]. Für diese Überlegungen bemühe ich einerseits meine vier Jahrzehnte zurückliegenden einschlägigen Erinnerungen, andererseits ziehe ich ein rückblickendes Resümee über den Nutzen, den ich direkt oder indirekt aus meinem neunmonatigen Dienst beim Barras[2] erfahren habe.

Ich leistete meinen Präsenzdienst vom 27. September 1967 bis zum 30. Juni 1968 teils in der Rainer-Kaserne in Elsbethen-Glasenbach (Salzburg) und teils in der Erzherzog-Johann-Kaserne in Strass (Steiermark) in der Waffengattung Jäger[3] ab.

Vorab kann ich heute, nach mehr als 40 Jahren, ohne Verklärung sagen, dass ich in den rund 270 Tagen viel an praktischem Lebens-Know-how mitbekommen habe, das ich keinesfalls missen möchte. Es handelte sich quasi um eine Verlängerung der Schulzeit. Manche Bereiche dieses beim Bundesheer angeeigneten Wissens waren im späteren Alltagsleben nicht zur unmittelbaren und direkten, sondern nur zur analogen Anwendung geeignet. Selbstverständlich gab es zwischendurch Leerlauf-Zeiten und selbstverständlich habe ich damals wegen scheinbar vergeudeter Stunden und Tage nach Kräften über die Institution Bundesheer geschimpft. Dass in der Organisation des Präsenzdienstes vieles verbessert werden könnte und vielleicht mittlerweile schon verbessert wurde, soll hier ja nicht Thema sein. Also: Zunächst in alphabetischer Reihenfolge einige Kenntnis- und Wissens-Schwerpunkte, die uns vermittelt wurden:

ABC-Gefahren

Damals, 22 Jahre nach Hiroshima und 19 Jahre vor Tschernobyl, wurde besonderer Wert auf ein kompaktes Grundwissen über ABC-Waffen[4] gelegt. Obwohl die Wahrscheinlichkeit von Attacken mit Waffen dieser Sorten im Laufe der Zeit immer mehr abnahm, sollten doch gewisse Basiskenntnisse über Radioaktivität auch heute noch zur Allgemeinbildung zählen. Das Bundesheer kann hier einspringen, um – wie in meinem Falle – mögliche Informationsversäumnisse der Schule auszubügeln. Im späteren Leben redet man beispielsweise etwas kompetenter in Diskussionen über Gorleben oder die iranische Kernkraftfrage mit.

Ansehen in der Bevölkerung

Der Präsenzdiener hatte damals drei Uniformen: Die Dreier-Uniform war die bei Gefechtsübungen getragene Kleidung. Die etwas noblere Zweier-Uniform war anzuziehen, wenn es Innendienst bzw. Lehrveranstaltungen gab. Die elegante Einser-Uniform war zu tragen, wenn man Ausgang hatte und mit der Bevölkerung in Kontakt kam. Für mich war erstaunlich, welch großes Ansehen wir Soldaten damals in der Bevölkerung genossen. Wir wurden immer wieder auf unsere wichtige Rolle als Beschützer des Vaterlandes und Verteidiger der bewaffneten Neutralität angesprochen und nicht selten spontan zu einem Imbiss oder zu einem Bier eingeladen. Wenn ich heute Bundesheersoldaten sehe, bringe ich ihnen ebenfalls Respekt und Dankbarkeit dafür entgegen, dass sie mir ein Gefühl der Sicherheit in diesem Land geben.

Berufsausbildung nebenher

Wünschen darf man sich immer etwas, ob der Wunsch in Erfüllung geht, ist eine andere Sache. In der Hoffnung, während des Präsenzdienstes sozusagen „nebenher“ und auf Staatskosten den Führerschein zu machen, beantragte ich die Einziehung zu den Heereskraftfahrern. In meinem Fall wurde dem Wunsch nicht entsprochen, aber so mancher Kamerad hatte diesbezüglich Glück. Viele Medizinstudenten wünschten sich, ihren Dienst bei den Sanitätern machen zu dürfen und wurden prompt in eine HSA (Heeressanitätsanstalt) einberufen. etliche eine Musikerkarriere Anstrebende wollten zur Militärmusik, und einige spielten zumindest mit dem Gedanken, sich beim Militär zum Piloten ausbilden zu lassen, um später Berufsflieger zu werden. Hätte ich damals gewusst, dass es Heerespressestellen gibt, hätte ich mich sicher für eine solche Spezialausbildung beworben. Einige meiner heutigen Journalistenkollegen blicken auf eine solche zurück.

Betriebsdemokratie

In guten Schulen lernt man erste Grundzüge von Betriebsdemokratie bei den Klassensprecher- und Schulsprecherwahlen. Beim Bundesheer sind zwingend Soldatenvertreterwahlen vorgesehen. Der Soldatenvertreter ist nichts anderes als eine Art Betriebsrat. Meine Aufmüpfigkeit gegenüber Vorgesetzten hatte meinen Kameraden so imponiert, dass sie mich mit großem Abstand zu meinen Mitbewerbern in dieses Amt wählten. Mit dem Amt lernte ich das Bündeln, das Kanalisieren und das energische, dabei trotzdem diplomatische Transportieren von Belegschaftswünschen an die oberen Stellen. Das Kennenlernen der entsprechenden Mechanismen nützte mir später sehr für meine Kandidatur in der Journalistengewerkschaft und generell für meine journalistische Arbeit.

Bügelfalten

Ein kleiner Trick, mit dem Geschäftsreisende ihre Termine stets mit gut gebügelter Hose wahrnehmen können, besteht darin, abends die Stellen mit tagsüber eingetretenen Verknitterungen, speziell im Bereich der Bügelfalten, mit Leitungswasser leicht anzufeuchten und die Hose über Nacht unter die Bettmatratze zu legen. Gelernt hat man das – ebenso wie das Entfernen von Flecken und Annähen von Knöpfen – beim Bundesheer.

Camping

Ich habe vor und nach dem Präsenzdienst nie mehr campiert. Ich war fasziniert von der wohldurchdachten vielseitigen Verwendbarkeit der Einmann-Zeltplane, die jeder von uns Gebirgsjägern ausfasste. Mit der jeweils eigenen kleinen dreieckigen Plane konnte ein Einmann-Wigwam gebaut werden. Zwei Soldaten konnten ihre Planen zusammenknüpfen und daraus ein schon etwas bequemeres Zweimannzelt bauen. Weiters konnten vier oder sechs Soldaten jeweils nahezu komfortable Viermann- oder gar Sechsmannzelte errichten. So lernten meine Kameraden und ich, erfrierungsfrei in der eisigen Winterlandschaft des Truppenübungsplatzes Hochfilzen zu übernachten, wo übrigens neun Jahre später (1976/77) Udo Proksch seine legendären „detonationsmechanischen Übungen“ für die Lucona-Versenkung durchführte.

Der Autor beim Zelten während seines Grundwehrdienstes

Dienstgrade kennen

Bei gesellschaftlichen Anlässen trifft man immer wieder auf mehr oder weniger hoch dekorierte Uniformträger. Meine aus dem Präsenzdienst herrührende Kenntnis der wichtigsten Dienstgrade hat sich wiederholt als wahrer Kommunikations-Schlüssel entpuppt. Zum einen freuten sich richtig Angesprochene über die zutreffende Rangzuordnung, was gleich zu einem Gesprächseinstieg auf höherem Level bzw. auf Augenhöhe führte, zum anderen beeindruckte mein diesbezügliches Wissen andere Umstehende, deren Allgemeinbildung hier eine Lücke aufwies.

Ernährung

Wer während seines Präsenzdienstes etwas „ausgefressen“ hatte, dem konnte strafweise Küchendienst blühen. Dabei bot sich in der Regel die Gelegenheit, eine Großküche und ihr Innenleben kennenzulernen. Die thermotechnische Funktionsweise von Gulaschkanonen, auch wenn man sie „nur“ als Reiniger erlebt, war für mich eine nicht uninteressante Sache. Dem Titel „Survival-Training“ zu subsumieren war die Ausstattung jedes Truppenangehörigen (bei den Jägern) mit einem kleinen Spirituskocher, mit dem wir lernten, uns auf einfachste Weise eine warme Mahlzeit zuzubereiten. Mit den Lebensmitteln hauszuhalten lernten wir durch die Ausgabe einer so genannten Eisernen Reserve, die aus u. a. Schokolade, Fleischkonserven und Haltbarbrot bestand. Diese Reserve durfte nur auf besonderen Befehl hin angerührt werden. Im Laufe meines ganzen Präsenzdienstes passierte das nur ein einziges Mal, nämlich damals, als unsere Einheit während einer Übung unerwarteterweise tagelang eingeschneit war und die Versorgungs-LKW nicht zu uns durchkamen. Jedenfalls wären Grundinformationen zum Thema Lebensmittelbevorratung, wie wir sie damals erhielten, für jedermann zu empfehlen.

Erste Hilfe

Ich weiß nicht mehr, zu welcher Gelegenheit wir in einen Erste-Hilfe-Kurs eingebunden wurden. Irgendwann war dies der Fall. Über Herzmassage, Mund-zu-Mund-Beatmung, den Rautek-Griff und das Anlegen eines Notverbandes Bescheid zu wissen und dieses gegebenenfalls bereits vorhandene Wissen aufzufrischen, hat wohl noch niemandem geschadet.

Geländeausnützung

Soldaten der Waffengattung der Jäger marschieren naturgemäß sehr viel, und das bei jeder Witterung. Ein wichtiger Grundsatz, der uns immer wieder eingehämmert wurde, war jener der optimalen Geländeausnutzung. Zum einen, um Gefahren auszuweichen, zum anderen, um geografische Ziele rascher und/oder bequemer erreichen zu können. Die quasi zur Automatik gewordene Sondierung meiner Umgebung hat mir geholfen, viele unnötige Risikosituationen zu vermeiden. Auch ersparte mir während meiner Urlaubs-Trekkingtouren die vorausblickende Wahl der Schattenseite bei der Durchquerung von Wüstengelände viel unnötigen Schweiß.

Improvisation

Improvisation ist beim Militär ebenso wichtig wie im zivilen Leben. Einmal war ich vor die Aufgabe gestellt, mitsamt meiner Ausrüstung einen Wassergraben zu überwinden, über den ein Seil gespannt war. Für muskelstarke Präsenzdiener stellte es keine Schwierigkeit dar, sich an den Händen hinüberzuhanteln. Zwei schwächere Kollegen und ich hätten das aber nie geschafft. Allerdings kam einer von uns auf die Idee, unsere Leibriemen – also die starken Ledergürtel, die zu jeder Ausrüstung gehören, – zu einer Art Gondelsitz zusammenzuschnallen, mit dem man sich bequem ans andere Ufer ziehen konnte. Die Punkte, die wir für eine positive Bewertung benötigten, waren uns damit sicher.

Kameradschaftlichkeit und Teamgeist

Zum Team zu gehören, heißt: Niemand wird hängen gelassen. Auch der übergewichtige Kamerad, den ich einmal als Gruppenkommandant mit meinen übrigen sieben Mann durch einen ganztägigen Orientierungsmarsch durchschleusen musste, hat es schließlich geschafft. Zwar hatte jeder von uns seine eigene Ausrüstung, die MG-Schützen sogar zusätzlich noch das MG und die MG-Munition zu schleppen, aber wir übernahmen streckenweise und abwechselnd trotzdem die Last unseres erschöpften Kameraden.

Leistungsgrenzen

Weder vorher noch nachher in meinem Leben habe ich einen 60-Kilometer-Marsch absolviert. Dass ich und auch alle meine A-tauglichen[5] Kompaniekollegen diese Prozedur damals durchgestanden haben, hätte ich anfangs für ganz unwahrscheinlich gehalten. Obwohl ich enorme Blasen an den Zehen bekam, möchte ich rückblickend diese Grenzerfahrung nicht missen. Sie machte mir in einer kleinen Ahnung die ungeheuren Strapazen begreiflich, die Soldaten in beiden Weltkriegen bei Tausende Kilometer langen Märschen durchmachten. Jahrzehnte später als Zeitungsreporter den „nur“ 52 Kilometer langen Tiroler Karwendelmarsch (freilich mit Joggingschuhen und ohne militärisches Rückengepäck sowie ohne Sturmgewehr) erfolgreich zu absolvieren, war gegen den seinerzeitigen Bundesheer-Marsch geradezu ein Klacks. Ich tat mich auf dem Weg von Scharnitz nach Pertisau nicht zuletzt deshalb leicht, weil ich einen Eigenerfahrungs-Vergleich dazu hatte, was mein Körper schaffen konnte.

Schlitzohrigkeit

Für mich ist Schwindeln in der Schule kein Vergehen, sondern eine Fertigkeit, die man bis zu einem gewissen Grad erlernen muss, um später leichter durchs Leben zu kommen. Daher zählt auch die Schlitzohrigkeit, die man während der Militärzeit unweigerlich mit auf den Weg bekommt, zu den wichtigen (Über-)Lebensfaktoren. Not macht erfinderisch. Beispiel: Das strikte abendliche Ausgangsverbot während der Grundausbildung konnte man „durchlöchern“, wenn man eine abendliche Bildungsveranstaltung, beispielsweise einen Volkshochschulkurs, nachweisen konnte. Bei genauem Studium des Semesterplans stieß ich auf einen Volkstanzkurs. Kurs ist Kurs, musste mein „Spieß“[6] zähneknirschend einräumen und unterschrieb mir den „Erlaubnisschein“. Diese Bildungsveranstaltung bot zusätzlich zur abendlichen Ausgangsfreiheit noch bescheidene Kontaktmöglichkeiten zum weiblichen Geschlecht.

Standortbestimmung

Eines Tages konnten wir uns – auf freiwilliger Basis – für eine etwaige Eignung zum Besuch der Heeressport- und Nahkampfschule testen lassen. Schon aus Neugierde auf eine physische Standortbestimmung meldeten sich fast alle meiner Kameraden. Ganz abgesehen davon, dass das einwöchige Camp eine willkommene Abwechslung im Alltagstrott bot, war es für mich interessant zu erfahren, ob ich für irgendeine Spezialdisziplin besonders geeignet wäre. Getestet wurden nebst rein zivilsportlichen Fähigkeiten auf den Sektoren des Laufens, Springens und Schwimmens auch militärspezifische Disziplinen wie Handgranatenweitwurf und Robben sowie Kletterwand-Überwinden auf Zeit. Das Ergebnis war für mich nicht berauschend: Ich war zwar nirgendwo Letzter, aber es reichte bei weitem nicht für die Qualifikation zu irgendeiner weiterführenden Spezialausbildung.

Technisches Verständnis

Ich war nie ein technisches Genie und bin an so mancher Gebrauchsanweisung für ein mechanisches oder elektronisches Gerät gescheitert. Aber so weit, dass ich zumindest ein Sturmgewehr zerlegen und wieder zusammenbauen konnte, brachten mich meine Ausbildner schon, wenn auch mit viel Mühe. Das dabei gewonnene Grundverständnis für die Wirkungsweise von Federn und Hebeln war mir auch Jahre später noch von großem Nutzen. Ein Mann mag übrigens – wie ich – Pazifist bis in die innersten Knochen sein, doch sollte er trotzdem Bescheid über die Sicherung und Entsicherung einer Schusswaffe wissen. Dass man einmal einen Rückstoß bei der Abgabe eines Schusses spürt und die Detonation der Patrone eines Granatwerfers mit eigenen Ohren hört, halte ich auch nicht gerade für eine völlig nutzlose Erfahrung.

Verantwortung für anvertrautes Menschenleben und öffentliches Gut

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ausgerechnet in einer jener Nächte, in der ich Wachdienst schieben musste, ein feindlicher oder terroristischer Überfall zutragen würde, war selbstverständlich minimal – wenngleich nicht gänzlich von der Hand zu weisen: Man schrieb ja das Jahr 1968, und die Sowjets waren „gleich nebenan“ in Prag einmarschiert. Jedenfalls wurde uns eingeschärft, dass uns während unseres Wachdienstes viele Menschenleben und wertvolles öffentliches Gut anvertraut waren, für die wir (Mit-)Verantwortung zu tragen hatten. Dieser Verantwortung waren wir uns jedenfalls ziemlich gut bewusst – eine Erfahrung für’s Leben.

Vorsorgeuntersuchung

Männer sind – vor allem in jugendlichem Alter – Gesundheitsmuffel und nehmen die gesetzlich gebotene Chance, einmal pro Jahr kostenlos eine Vorsorgeuntersuchung zu absolvieren, viel zu selten wahr. Während des Präsenzdienstes gab es kein Entrinnen vor diesem Gesundheitscheck – jeder musste da durch. Bei mehreren meiner Jahrgangskollegen wurde im Rahmen dieser Untersuchung das eine oder andere, zu diesem Zeitpunkt durchaus noch reparierbare Defizit festgestellt. 

Wortschatz

Wer nie Präsenzdienst machte, weiß möglicherweise mit vielen Vokabeln, die für einen durchschnittlich Allgemeingebildeten zum Wortschatz gehören sollten, wenig anzufangen: Artillerie, Barett, Pionier, Tarnen, Taktik, Strategie, Kompanie, Regiment, Bataillon …

Die angeführten Punkte erheben bei weitem keinen Anspruch auf Vollständigkeit und schon gar nicht einen Anspruch auf Aktualität, sondern sollen nur generell das riesige Spektrum aufzeigen, mit dem ein junger Wehrpflichtiger konfrontiert werden konnte oder kann. Die Darlegungen sollen auch helfen, von Nichtkennern oft gedankenlos nachgebetete Vorurteile gegen die Verteidigung unseres Vaterlandes zu überwinden.

Anmerkungen

[1] Wikipedia führt Israel als „einen der wenigen Staaten der Welt“ an, in denen Wehrpflicht (zwei Jahre) auch für Frauen gilt, nennt aber keinen einzigen anderen Staat mit Frauenwehrpflicht. In China müssen Frauen einen mehrwöchigen Grundkurs auf dem Campus ihrer jeweiligen Universität absolvieren und können zum aktiven Dienst rekrutiert werden, wenn die Armee sie braucht. Aktuell wird die Wehrpflicht für Frauen in Österreich diskutiert. Bundespräsident Heinz Fischer, Oberbefehlshaber des österreichischen Bundesheeres, sagte am 18. Juli 2010 in der ORF-Pressestunde: „Frauen bekommen immer mehr Rechte, da kann man auch argumentieren, sie müssen mehr Pflichten übernehmen.“

[2] Im Ausdruck „zum Barras müssen“ steht Barras spezifisch für die Wehrpflicht. Der Ausdruck leitet sich vermutlich vom französischen Staatsmann Graf Paul François Jean Nicolas Vicomte de Barras (1755–1829) ab.

[3] Außer den Jägern gibt es noch die 15 anderen Waffengattungen ABC-Abwehr, Artillerie, Aufklärer, Fernmelder, Flieger, Fliegerabwehr, Garde, Jagdkommando, Luftraumüberwachung, Militärstreife und Militärpolizei, Panzer, Panzergrenadiere, Pioniere, Sanitäter und Versorger

[4] atomare, biologische und chemische Waffen

[5] Zu meiner Präsenzdienstzeit wurde unterschieden zwischen A-tauglich (Dienst mit der Waffe), B-tauglich (Innendienst) und Untauglich (wehrdienstbefreit).

[6] Aus Wikipedia: Die Bezeichnung Spieß für den „ersten Unteroffizier“ in der militärischen Einheit geht wohl auf die früher von ihm getragene Stangenwaffe zurück, mit der er, so die landläufige Metapher, der ins Felde marschierenden Truppe folgte, um Landsknechten, die aus der Reihe tanzten oder träge wurden, einen Hieb versetzte. Der heutige Spieß, oft als Mutter der Kompanie bezeichnet, soll seinen Soldaten ein vertrauenswürdiger Ansprechpartner und Berater, wohlgleich aber auch Ermahner und Zurechtweiser sein.

 
Harald Saggener rüstete als „Jäger der Reserve“ ab.

Bearbeitungsstand: Montag, 10. Jänner 2011
 
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