Ungereimtes – gereimt


Von Pannonicus

 

Des Schaffens Krönung

Osama zog einst aus als Geck,
beseelt von Glaubenslehren,
und werkte erst einmal als Zeck
im Pelz des roten Bären.

Von Reagan und dem Vize Bush
gab’s reichlich Geld und Segen,
denn ein Dschihad am Hindukusch
kam damals sehr gelegen.

Doch so ist der gerufne Geist
auf den Geschmack gekommen
und hat dann andre Ziele dreist
aufs fromme Korn genommen.

In Afrika, in Übersee,
im Abendlande detto
und in Nahost wie eh und je
empfahl sich sein Libretto.

Ein Glück war’s für den zweiten Bush,
verblasste dank Bin Laden
ja stets der eigne Bombenpfusch,
und Dritten blieb der Schaden.

Ganz ähnlich kommen wunderbar
heut’ andre über Runden –
und wenn’s wo nicht Osama war,
war’s wenigst gut erfunden!

Seit langem lebt er nun versteckt -
vielleicht auch lebt er nimmer,
was manche aber noch mehr schreckt,
denn sowas wäre schlimmer:

Womit soll künftig man den Fleck
auf eigner Weste decken,
an wem nur säubert man den Dreck
vom eignen krummen Stecken?

Sogar Gaddafis Intellekt
– das Land geht grad kapores –
hat jüngst den Vielzweckschreck entdeckt
als Stifter aller Zores!

Doch ob im Paradies bereits,
ob noch in Erdenschwere,
Bin Laden sieht’s wohl seinerseits
als Ausdruck höchster Ehre …

Osama-Gerüchte

Alles rätselt um Osama:
Kaut er noch sein Fladenbrot
und genießt das Panorama
oder ist er gar schon tot?

Kann es stimmen, dass er leise
an banalem Typhus stirbt
und in solch infamer Weise
Bush und Blair den Spaß verdirbt?

Kaum, denn wer die besten Sachen
kriegen will im Paradies,
muss im Kampf den Abgang machen –
Tod im Bett, das wär’ zu mies.

Und wie ferner zu vermuten,
wird Bin Laden nicht schachmatt,
weil die Allianz der Guten
doch ein Feindbild nötig hat!


Neben den Gerüchten, dass Osama bin Laden nicht mehr „unter uns“ weilt, vielleicht an Typhus gestorben ist, gibt es allerdings auch Indizien und Meinungen aus der Verwandtschaft in Saudi-Arabien, dass er tatsächlich nur mehr ein Phantom ist, das zu allseitigem Nutzen am Leben gehalten wird: Von den einen, weil man sich auf ihn beruft, wenn man in der „Szene“ die eigene „Legitimität“ beweisen will, von den anderen, weil er eben ein nützliches Feindbild abgibt. Und die Medien machen natürlich aus Eigeninteresse gerne mit.

Bearbeitungsstand: Montag, 28. März 2011

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