Genius-Brief Mai–Juni 2011

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Dieser Brief informiert Sie, welche Themen in unseren neuesten Genius-Lesestücken behandelt werden. Den jeweiligen Beitrag finden Sie als Volltext durch Anklicken des farblich hervorgehobenen Links im Text. Besonders erwähnt werden diejenigen zwei Genius-Lesestücke, welche mit diesem Brief im Anhang zusätzlich unseren Mitgliedern und unseren Abonnenten direkt an deren uns mitgeteilte E-Mail-Anschrift gesendet werden. Nur diesen unseren E-Mail-Empfängern steht die Möglichkeit offen, jedes Lesestück auch im grafisch schön gestalteten PDF-Format zu lesen und gegebenenfalls auszudrucken. Einfach beim betreffenden Lesestück im Brief anklicken!
Eine besondere RÜCKBLENDE steht am Ende dieses Briefes. Hier finden Sie Hinweise auf aktuelle Probleme und Zusammenhänge, die bereits in früheren Genius-Lesestücken thematisch abgehandelt wurden.
Die Verantwortung für den Inhalt der einzelnen Lesestücke tragen deren Verfasser.
Für die redaktionelle Koordination zeichnet der Herausgeber verantwortlich.
Wiedergabe von Genius-Lesestücken nur mit Zustimmung der Genius-Gesellschaft.

Ist die ÖVP überhaupt noch eine Volkspartei?

Der Obmannwechsel bei der ÖVP von Josef Pröll zu Michael Spindelegger bedeutet noch nicht das Ende des politischen Abstieges dieser Partei. Gerald Brettner-Messler analysiert Das Obmänner-Karussel bei der ÖVP. Er sieht die großkoalitionäre Problemlage als nach wie vor gegeben an. Die wachsende Unzufriedenheit der Österreicher ist Wasser auf die Mühlen der FPÖ. Der Taktiker Faymann steht für einen biegsamen Kurs der SPÖ.
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In Ungarn vollzieht sich ein Umwandlungsprozess

Trotz seines derzeitigen EU-Ratsvorsitzes liegt Ungarn unter westlichem Dauerbeschuss. Warum das so ist, erklärt Peter Wassertheurer in seinem Beitrag Ungarn auf der Suche nach nationaler Identität aus den Schwierigkeiten dieses Landes mit seinen historischen Altlasten. In einem nationalen Kraftakt versuchen die Ungarn, endlich einen Schlussstrich unter die kommunistische Ära und deren pseudosozialistische Ausläufer zu ziehen.
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Die verpfuschte Schulpolitik und kein Ende

Die schier endlose Kette halbherziger Schulreformen in Österreich hat die Schule in ihre heutige Krise gebracht. In Fünfzig Jahre des Experimentierens sind genug! rechnet Dieter Grillmayer mit den Fehlleistungen der Bildungspolitik auf dem Rücken der Schülerinnen und Schüler ab. Er zitiert auch Liessmann: „Was die Bildungsreformer aller Richtungen eint, ist ihr Hass auf die traditionelle Idee von Bildung.“

Ein Polit-Thriller, der Österreich erschütterte

Der „Fall Lucona“ versenkte nicht nur ein Schiff, sondern riss hochrangige Politiker mit in die Tiefe. Als Augen- und Zeitzeuge erzählt Bernd Stracke in der atemberaubenden Story Vor zehn Jahren starb Udo Proksch zum Teil unbekannte Einzelheiten und schildert die Arbeit der Aufdecker dieses Verbrechens. Hier hat das Leben eine Geschichte geliefert, die kein Kriminalautor abenteuerlicher erfinden könnte.

Die führende Weltmacht in finanziellen Nöten

Dass fast alle europäischen Staaten mit steigender Überschuldung kämpfen, ist inzwischen sattsam bekannt. Allgemein weniger bekannt ist, dass auch die USA arg in der Schuldenklemme stecken. Bertram Schurian nennt Fakten dazu und berichtet über Zweifel über die Kreditwürdigkeit der USA. Die fatalen Auswirkungen werden sicherlich nicht von heute auf morgen eintreten, doch langfristig kann sich das Schuldenproblem der USA als deren weltpolitische Achillesferse heraus stellen.

Die internationale Strafjustiz macht Weltpolitik

Ohne Kriegsverbrechen auch nur im Geringsten verharmlosen zu wollen, ist doch die Rolle so mancher internationaler Gerichtshöfe politisch zu hinterfragen. Richard Kerschhofer untersucht die Auswirkungen: Wenn Gerichtshöfe zur Selbstbestätigung Weltpolitik machen. Wie problematisch auch theoretisch gut gemeinte Rechtsprechung sein kann, wussten schon die Alten als sie den Satz formulierten: „Fiat justitia et pereat mundus.“ Sinngemäß übersetzt heißt das: Das Recht muss durchgesetzt werden, auch wenn die Welt dabei vor die Hunde geht.

Von Dementi zu Dementi – hier auf Griechisch

Kaum jemand glaubt noch den europäischen Schönrednern in Sachen Griechenland. Unser Verseschmied Pannonicus ortet in Ungereimtes – gereimt eine spezielle Variante von Demenz. Eulen nach Athen zu tragen, gilt als höchst überflüssig. Aber gilt das nicht auch für „Euros nach Athen“?

Der Volksvertreter im Dschungel der Interessenspolitik

Das politische System ist von Korruption und Lobbyismus durchwachsen, so sagt man allgemein. Wie sieht das ein erfahrener Parlamentarier? Gerulf Stix setzt auf die Verantwortung der konkret handelnden Personen: Charakter kann durch kein System ersetzt werden! In seiner Analyse räumt er mit der Vorstellung auf, Politik könne von Interessenseinflüssen frei gehalten werden. Immer geht es in der Politik um den Ausgleich vielfältigster Interessen. Doch kommt es entscheidend darauf an, welche Menschen mit welchen Methoden und welchen Mitteln Politik machen. Und in dieser Hinsicht ist unsere demokratische Praxis keineswegs vorbildlich.

Der Siegeszug des Englischen in der Wissenschaft

Dieses von R. J. Schaur im voran gegangenen Genius-Brief behandelte Problem wird hier von Heinz Hauffe unter dem Titel Deutsch als Wissenschaftssprache bedroht aufgegriffen und mit statistischem Zahlenmaterial unterlegt. Er zitiert aber auch gerade den britischen Sprachwissenschafter R. Phillipson, der sich mit guten Argumenten für die jeweiligen Muttersprachen im Wissenschaftsbereich ausspricht. Vor anglozentristischen Doktrinen wird gewarnt.

Die gesamte Materie besteht aus Energie

Entgegen unserer Alltagserfahrung sind Materie und Energie keineswegs völlig verschiedene Welten. Karl Sumereder zeigt, wie die moderne Physik Materie = Energie / Energie = Materie versteht. Relativitätstheorie und Quantentheorie konnten viele wissenschaftliche Rätsel lösen. Auch die praktischen Nutzanwendungen aus diesen abstrakten Theorien formen unsere Gegenwart wesentlich mit. Nur bleibt das ganz große Rätsel ungelöst: Was ist eigentlich Energie?

RÜCKBLENDE:
Griechenland – Streiks lösen das Schuldenproblem sicherlich nicht

Das altrömische Sprichwort: „Gegen Dummheit kämpfen selbst Götter vergebens!“ hat an Aktualität nichts eingebüßt. Das jüngste Beispiel dafür lieferten die Griechen, die doch tatsächlich jetzt schon den zehnten (!) Generalstreik gegen das von EU und IWF „diktierte“ Sparpaket inszeniert haben. Dass Griechenland mit seiner durch maßlose Ausgaben- und Privilegienwirtschaft verursachten Staatsüberschuldung an seiner miserablen Finanzlage selbst schuld ist, interessiert die Streikenden offenbar gar nicht. Bei den völlig unverantwortlichen Organisatoren dieser Streiks hat sich anscheinend bis heute nicht die Einsicht herumgesprochen, dass gegen Überschuldung Streiks absolut nicht helfen. Sie sind vielmehr kontraproduktiv. Denn anstatt alle Kräfte zu mobilisieren, um das Bruttosozialprodukt anzukurbeln, verringern Massenstreiks das Sozialprodukt. Die Streikenden schneiden sich ins eigene Fleisch. Entweder sind die Streikführer dumm oder zynische Mechaniker egoistischer Machtgelüste.
Schon vor Jahresfrist wurde in den Genius-Lesestücken vor überall drohenden Streikbewegungen aus Anlass der unvermeidbaren Bekämpfung der gefährlich ausufernden Staatsschulden in Europa gewarnt (siehe unten). Es wurde an die verantwortungsbewussten Gewerkschaftsführer appelliert, doch die wahren Ursachen für die ständig steigenden Defizite in den Staatshaushalten zu erkennen. Die Ursachen dafür wurden beim Namen genannt. Aber nach Lage der Dinge findet diese höchst angebrachte Wahrnehmung der Realität bei den unmittelbar Betroffenen nicht statt.
Vorausgesagt wurde auch, dass mit solchen sinnlosen Streiks leider in allen Ländern gerechnet werden muss, die in eine ähnliche Lage wie Griechenland geraten. Prompt ist das auch schon in Irland und insbesondere in Portugal so gekommen. Spanien folgt. Derartige Streikwellen werden sich leider in allen Ländern, die Staatsausgaben einbremsen und sogar zurückfahren müssen, ausbreiten. Da und dort sind bürgerkriegsähnliche Zustände all ihrer Sinnlosigkeit zum Trotz nicht auszuschließen.
Auf der anderen Seite werden sich in den Ländern, die im Sinne einer umverteilenden Transferunion die bankrotten Mitglieder der Eurogemeinschaft unentwegt stützen, die letztlich zur Kasse gebetenen Bürger auflehnen. Leicht kann es da geschehen, dass die aus beiden Entwicklungen dann resultierenden Unruhen den Regierungen auf nationaler wie auf EU-Ebene politisch aus der Hand gleiten. So wie es jetzt aussieht, ist der Karren finanzpolitisch bereits verfahren.
Trotz allen Stützungen in bald hundertfacher Milliardenhöhe an Euros werden zwei Maßnahmen unausweichlich auf uns zukommen: Erstens werden die Gläubiger der bankrotten Staaten auf einen Teil ihrer Forderungen an diese verzichten müssen; das läuft unter dem Titel haircut wie bei jeder Insolvenz auf eine teilweise Enteignung der Gläubiger hinaus. Zweitens wird man den Schuldnerstaaten unter dem Titel Umschuldung viel längere Fristen für die Erfüllung ihrer verbleibenden Schuldendienste einräumen müssen; Schuldenberge lassen sich auf verträgliche Weise nur in langen Zeiträumen nach und nach abtragen.

Bearbeitungsstand: Mittwoch, 1. Juni 2011

 

Karl Claus
Die Parteien in der Sackgasse
Das Finale der klassischen Ideologien
GENIUS EDITION, Band 2
Wien, 2007
248 Seiten, 17 x 24 cm
ISBN 978-3-9502238-1-1
Preis: 19,– Euro
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Dieter Grillmayer
National und Liberal
Die Geschichte der Dritten Kraft in Österreich
GENIUS EDITION, Band 1
Wien, 2006
434 Seiten, 17 x 24 cm
ISBN 978-3-9502238-0-4
Preis: 34,– Euro
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Dr. Peter Wassertheurer
Kurze Geschichte der deutschen altösterreichischen Volksgruppen
Taschenbuch, rund 120 Seiten
13,20 Euro inkl. USt. zuzüglich Versandkosten

„Kurze Geschichte der deutschen altösterreichischen Volksgruppen“ ist eine knappe Vorstellung des Schicksals der Heimatvertriebenen aus Südosteuropa. Auf knapp 120 Seiten in Taschenbuchformat wird die Geschichte der Donauschwaben, der Siebenbürger Sachsen, der Karpatendeutschen und kleinerer Volksgruppen wie der Buchenlanddeutschen oder Landler in gut gestalteten Kapiteln vorgestellt. Umfangreiches Karten- und Bildmaterial bilden eine wichtige und spannende Ergänzung. Der Text ist einfach geschrieben, übersichtlich strukturiert und soll Ihren Bekanntenkreis oder die Enkelgeneration über die Heimat der Großeltern in wenigen Stunden informieren. Es dient außerdem allen Heimatvertriebenen und geschichtlich Interessierten als schnelle und verlässliche Einführung, ohne dass man sich erst mühsam durch Berge von von Büchern durcharbeiten muss. Dieses Taschenbuch macht Sie in kürzester Zeit zu einem Kenner der Geschichte der deutschen Volksgruppen Südosteuropas. Das Buch ist handlich und  kann überall bei Reisen in Zügen und Bussen oder sonstigen Anlässen in der Hand- oder Manteltasche mitgenommen werden.

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Dr. Peter Wassertheurer
Ortsstrasse 10 / 1
2301 RUTZENDORF
E-mail: peter.wassertheurer@aon.at

 
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