Die geheimnisumwitterten „Bilderberger“


Das Super-Netzwerk zur Ausrichtung des Westens – Teil II

 

Von Bernd Stracke

Vorbemerkung: Der erste Teil dieser Abhandlung ist als Genius-Lesestück im Genius-Brief September–Oktober 2012 erschienen. Die hier im Anhang enthaltenen Tabellen beziehen sich auf beide Teile der Abhandlung.

Hinter das Schlagwort „Eine globale Mafia“ setzt der Fachbuchautor Gerhard Wisnewski[1] ein vorsichtiges Fragezeichen. Die Bilderberger, räumt er ein, erfüllen nämlich nicht alle Kriterien einer Mafia (die inoffiziell, informell, illegal, geheim, verschwiegen, unüberprüfbar, nicht gewählt und von untereinander bestehenden Beziehungen geprägt ist), aber immerhin einige dieser Merkmale. Die Dimensionen des Bilderberger-Netzwerkes könnten Außenstehenden schlicht die Sprache verschlagen: Die zwischen 6 und 24 verschiedenen Posten jedes Bilderbergers (Aufsichtsrat, Vorstand, Direktorium, Stiftungsrat, Regierungsamt, Professur usw.) ergeben bei 2.500 Konferenzbesuchern (allein bis zum Jahr 2010) hochgerechnet 37.500 Ämter mit einer noch höheren Zahl an nutzbaren Kontakten. Noch bedeutender ist die geballte finanzielle Macht der Bilderberger. Wenn der Autor dieses Genius-Lesestückes im „Kurier“ 1988 noch schlagzeilte, dass die Konferenzteilnehmer im Tiroler Telfs zusammen eine Billion Schilling (1,000,000,000,000) „schwer“ gewesen sein dürften, vervielfachte sich, auf alle Bilderberger umgelegt, diese Ziffer mittlerweile um mindestens eine Zehnerpotenz – und das in Dollar!

Laut David Rothkopf, dem ehemaligen Geschäftsführer von „Kissinger Associates“ und stellvertretenden US-Minister für internationale Handelspolitik, umfasst die „Superklasse“ der Menschheit 0,0001 Prozent der Weltbevölkerung. Diese 6000 bis 7000 Personen, die auf der absoluten Spitze der globalen Machtpyramide stünden, seien zu 94 Prozent männlich, überwiegend Weiße und in Nordamerika bzw. Europa daheim. Rothkopf noch deutlicher: „Dies sind die Menschen, die die Agenden der Trilateralen Kommission[2], der Bilderberg-Gruppe, der G-8, der G-20, der NATO, der Weltbank und der Welthandelsorganisation festlegen. Sie sind aus den höchsten Ebenen des Finanzkapitals, der transnationalen Konzerne, Regierungen, des Militärs, der Akademien, nichtstaatlicher Organisationen, geistiger Führer und anderer Schatten-Elitisten.“

Die Bilderberger und die Kriege

Das 89jährige Bilderberger-Alphatier Henry Kissinger hatte ab 1957 erste politische Erfahrungen als Berater des New Yorker Gouverneurs Nelson Rockefeller gesammelt, des verstorbenen Bruders von David Rockefeller, der wegen seiner Bedeutung in der Bankenwelt den Beinamen „Weltbankier“ erhielt und noch im Vorjahr als 96jähriger als Bilderberg-Teilnehmer in St. Moritz gelistet war. Dem Friedensnobelpreisträger (!) Kissinger werden schmutzige Rollen im Putsch von Chile, in der zigtausende Tote fordernden „Operation Condor“ in verschiedenen lateinamerikanischen Ländern in den 70er- und 80er Jahren sowie in Geheimdienstoperationen in Osttimor und Persien zugeschrieben. Gerichtlichen Vorladungen folgt er prinzipiell nicht.

Weitere Kriegstreiber, unter ihnen jene, die sich für die Einmärsche im Irak und in Afghanistan einsetzten, waren die Bilderberger Paul Dundes Wolfowitz, seines Zeichens Bush-Berater, stellvertretender US-Verteidigungsminister und Weltbank-Präsident (in dieser Funktion Nachfolger des Bilderbergers James David Wolfensohn und Vorgänger des Bilderbergers Robert Zoellick).

Der Bilderberger Robert Bruce Zoellick, der bis Ende Juni Weltbankpräsident war und das Deutsche Bundesverdienstkreuz in der Ordensstufe „Großes Verdienstkreuz mit Stern“ tragen darf, gehörte 1998 zu den Unterzeichnern eines Briefes an den damaligen Präsidenten Bill Clinton, in dem unwahrerweise vor der „Bedrohung durch irakische Massenvernichtungswaffen“ gewarnt wurde. Fünf Jahre später begann die US-Regierung unter George W. Bush mit denselben Argumenten den Irakkrieg. In seinem Buch „Die wahre Geschichte der Bilderberger“ bezeichnet der russische Journalist Daniel Estulin den Irakkrieg 2003 offen als Resultat einer Bilderberg-Konferenz.

Wolfowitz wurde bekannt durch die Neufassung der globalen US-Militärstrategie inklusive amerikanischer Präventivschlag-These und der Bezeichnung der Anwendung rassenspezifischer (!) biologischer Waffen als „nützliches politisches Werkzeug“. Er war 2007 in der Istanbuler Bilderberger-Konferenz dabei.

Viele Male, so auch die letzten drei Jahre, nahm der unter der Reagan-Regierung als „Prince of Darkness“ (Fürst der Finsternis) bekannt gewordene Richard Perle an Bilderberg-Treffen teil. Seine Karriere wurde weder durch die – wie das FBI 1970 aufdeckte – telefonische Weitergabe vertraulicher US-Staatsinformationen an die israelische Botschaft geknickt, noch durch eine weitere Affäre, in der Perle als Staatssekretär im US-Verteidigungsministerium der Geldannahme von einem israelischen Waffenproduzenten überführt wurde. Perle ist Mitbegründer des PNAC[3], forderte im erwähnten offenen Brief an US-Präsident Bill Clinton ebenfalls bereits 1998 eine Militärintervention im Irak und befürwortet nachdrücklich Erst- bzw. Präventivschläge gegen Nordkorea, Syrien und den Iran. Gegenwärtig ist Perle Mitglied der neokonservativen Denkfabrik „AEI“[4]. Wie wenig sicher sich Perle seines Lebens fühlen darf, lässt sich daraus ableiten, dass er mit seiner Familie in einer hermetisch abgeriegelten „Gated Community“[5] in Washingtons Vorstadt Chevy Chase lebt.

Die Bilderberger und die neuere EU

Vom Bilderberger und Öl-Magnaten George Mc Ghee ist das Zitat überliefert: „Die Römischen Verträge, die den Gemeinsamen Markt einleiteten, wurden auf den Bilderberg-Tagungen geboren.“ Erst nachdem Ober-Bilderberger Henry Kissinger persönlich seinen Segen dazu gegeben habe, wurde der bislang weithin unbekannte belgische Politiker Herman Achille Van Rompuy 2009 zum ersten ständigen Präsidenten des Europäischen Rates designiert. Mit dem Spitznamen „Herman Van Wer? – ach so, Van Bilderberg“ wurde er heuer von den europäischen Staats- und Regierungschefs für weitere zweieinhalb Jahre bis 2014 im Amt bestätigt und gleichzeitig für dieselbe Zeit zum Vorsitzenden der Euro-Gipfel gewählt. Auf den 2011 „auf massiven Druck der EU und der Märkte“ als Italiens Ministerpräsident zurückgetretenen Silvio Berlusconi folgte der mindestens zwanzig Mal an Bilderberg-Treffen teilnehmende und dort zum Vorstandsmitglied avancierte Mario Monti. Monti tanzt aber beileibe nicht auf nur dieser Hochzeit: Zeitweise war er auch Aufsichtsratsmitglied bzw. Vorsitzender des Brüsseler Think Tanks „Bruegel“[6] und führendes Mitglied der Trilateralen Kommission sowie internationaler Berater von Goldman Sachs und Coca Cola.

Jean Claude Trichet, bis 2011 Präsident der Europäischen Zentralbank, scheint nicht nur auf allen älteren EURO-Banknoten mit seiner Unterschrift auf, sondern auch auf den Bilderberg-Teilnehmerlisten 2009 und 2010. Während seiner Zeit im französischen Schatzamt war Trichet zuständig für die mittlerweile privatisierte Großbank Crédit Lyonnais, die Frankreich 1992 wegen fehlgeschlagener Geschäfte den größten Bankenskandal der Nachkriegsgeschichte bescherte. Ab 2000 ermittelten die Behörden gegen Trichet wegen des Verdachts, er habe Milliarden-Tricks der damaligen Bankspitze bewusst verschleiert, Trichet wurde aber diesbezüglich von einem Pariser Strafgericht freigesprochen. Nichtsdestoweniger verantwortet Trichet in der aktuellen Euro-Schuldenkrise auch den Aufkauf von Staatsanleihen hoch verschuldeter Euro-Staaten durch die Europäische Zentralbank EZB. Artikel 123 des AEU-Vertrages[7] verbietet bekanntlich die Finanzierung mitgliedstaatlicher Haushalte durch die EZB und damit direkte Zentralbankkredite ebenso wie den unmittelbaren Erwerb von Schuldtiteln. Die EZB hatte jedoch spanische, portugiesische und griechische Staatsanleihen von der EZB nicht direkt von den Emittenten übernommen, sondern – mittelbar – auf dem Sekundärmarkt gekauft, was Experten als Umgehung des Finanzierungsverbots werten. Bis Ende Mai 2010 hatte die EZB für rund 40 Milliarden Euro Staatsanleihen aus Spanien, Portugal, Irland und Griechenland aufgekauft. Das Gros, rund 25 Milliarden Euro, wurde dabei für griechische Bonds ausgegeben. Zum März 2011 kaufte die Europäische Zentralbank für rund 77 Milliarden Euro Anleihen der Krisenländer auf. Weil die EZB von dieser Stützungspflicht entbunden werden wollte, drängte Trichet darauf, dass der Rettungsfonds EFSF und später der permanente Krisenmechanismus ESM (Europäischer Stabilisierungsmechanismus – siehe GENIUS-Lesestück „ESM – Die Abschaffung der Demokratie“ von Gerulf Stix) künftig auch Anleihen vom Sekundärmarkt kaufen könne, setzte sich aber nicht durch. Bald nach dem Ende von Trichets achtjähriger Amtszeit, mitten in der Staatsschuldenkrise im Euroraum im Oktober 2011, wurde Trichet Vorsitzender des Bruegel-Verwaltungsrates (s. o.)

Trichets Nachfolger als Präsident der Europäischen Zentralbank ist der Absolvent der jesuitisch geführten römischen Privatschule „Istituto Massimo“ und Achtfach-Bilderberger Mario Draghi. Draghi wird vorgeworfen, in seiner Ära als Goldman-Sachs-Vizepräsident an den Swap-Geschäften beteiligt gewesen zu sein, mit denen die Verschuldung Griechenlands zur Vorspiegelung einer nie vorhanden gewesenen „Euro-Tauglichkeit“ kaschiert wurde. Draghi, zudem Mitglied des Institute for Advanced Study in Princeton, bei der Brookings Institution und im Rat der International Bank for Reconstruction and Development sowie der Asian Development Bank vertreten, bestreitet selbstredend diese Beschuldigungen. Im Juli dieses Jahres musste sich Draghi, zudem Mitglied der „Group of Thirty“[8] mit einer Beschwerde der Brüsseler Anti-Lobby-Gruppe „Corporate Europe Observatory“ herumschlagen, die dem EZB-Präsidenten insofern einen Interessenkonflikt vorwirft, als die „Group of Thirty“ alle Charakteristika einer Lobbyorganisation für Großbanken aufweise und dem EZB-Präsidenten durch seine Mitgliedschaft die Unabhängigkeit fehle.

Jean Claude Juncker, seit 1995 Premierminister von Luxemburg und damit derzeit dienstältester Regierungschef in der EU, ist seit 2005 auch – laufend im Amt verlängerter – Vorsitzender der Euro-Gruppe. Im Internet immer wieder als „Bilderberger“ oder gar als „Bilderberger-Marionette“ angeführt, fehlt allerdings ein entsprechendes Zitat in seiner Wikipedia-Eintragung. Wie dem auch sei: Als Kind besuchte Juncker die von Herz-Jesu-Priestern[9] geführte jesuitennahe Klosterschule Clairefontaine. Bekannt wurde der – unter anderem – mit dem „Vision for Europe Award“ der Edmond Israel Foundation und dem „Goldenen Schlitzohr“[10] Ausgezeichnete mit zwei Zitaten:

„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“ (Der Spiegel, 52/1999).

„Nichts sollte in der Öffentlichkeit geschehen. Wir sollten in der Euro-Gruppe im Geheimen diskutieren. Die Dinge müssen geheim und im Dunkeln getan werden. Wenn es ernst wird, müssen wir lügen.“ (Focus, 9. 5. 2011).

Die Bilderberger in Tirol

Für die Sicherheit der Bilderberg-Bosse, die 1988 das in einer Naturschutzzone errichtete Interalpen-Liebherr-Hotel im Tiroler Oberland als Quartier benutzten, sorgten – wie der Autor damals als Redakteur einer großen österreichischen Tageszeitung recherchiert hatte – neben ausländischen Geheimdiensten und zahllosen privaten Leibwächtern aus Steuergeldern finanzierte heimische Sicherheitskräfte. Hollands Königin Beatrix flog mit einer Fokker 28, der damalige deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl mit einer „Challenger“ ein. Auf dem Innsbrucker Flughafen entluden Gulf-4-Maschinen, Lear-Jets, Citation-Jets und eine größere Anzahl von Mystere-Jets (Ford-Chef Petersen kam etwa mit einer dreistrahligen 900er, andere Gäste mit 50er-, 20er- oder Zehner-Modellen) ihre finanzkräftige Klientel. Neben dem damaligen Bilderberger-Vorsitzenden, dem englischen Ex-Premier Lord Alec Douglas-Home, gaben sich auch Tanker-König Niarchos, Henry Kissinger, Otto Graf Lambsdorff und Giscard d’Estaing die Ehre. Für den deutschen Buchautor Andreas von Retyi wurden just in Telfs die Weichen für die deutsche Wiedervereinigung gestellt. Wer in der damaligen Bilderberger-Zentrale in Dänemark anrief und um Informationen bat, bekam zur Antwort: „Hier Bilderberg. Der Boss ist nicht da. Wer das ist, ist nicht bekannt. Wann er kommt, ist nicht bekannt.“

Der große Bruder lauscht mit

Die Bilderberger interessiert aber brennend, wer sich für sie interessiert: Unter „Privacy statement“ (Datenschutz) erfährt der Besucher der offiziellen Bilderberger-Webseite Folgendes: „Wenn unsere Internetseite besucht wird, wird ein Protokoll auf unserem Web-Server registriert. Dieses Protokoll bietet uns nicht personenbezogene Daten und das Datum und die Uhrzeit der Anmeldung sowie die IP-Adresse und den Browsertyp, von dem unsere Internetseite besucht wird.“ Und weiter, oh, wie serviceorientiert: „Die Informationen aus diesen Server-Logs werden von unserem Entwicklungsteam für die Internet-Optimierung unserer eigenen Webseite und die unserer gegenwärtigen und zukünftigen Kunden verwendet.“

Die Position der Freiheitlichen

Von allen österreichischen Parlamentsparteien beziehen die Freiheitlichen die kritischste Position zu den Bilderbergern. Da gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise von den politischen Verantwortungsträgern Transparenz ihres Handelns eingefordert werden müsse, sei die Geheimhaltung der Themenstellung gegenüber der Bevölkerung nicht zu dulden, meint die FPÖ-Abgeordnete Susanne Winter und stellt nüchtern fest: „Die Tatsache, dass sich angeblich elitäre Zirkel anmaßen, über das Wohl und die Zukunft von Staaten zu entscheiden, zeigt, wie abgehoben und fern diese Organisationen von den Interessen der Bevölkerung agieren!“ Für Winter blieb eine an Außenminister Michael Spindelegger (ÖVP) gerichtete parlamentarische Anfrage ohne zufriedenstellende Antwort. Argumentiert wird in Spindeleggers „Auskunft“ wie so oft, dass es sich bei den Bilderberg-Treffen um privat organisierte Zusammenkünfte von Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Politik und Medien zum informellen Meinungsaustausch auf internationaler Ebene handelt. Auf die von Winter aufgeworfene Frage nach den Kosten antwortet Spindelegger: „Dazu liegen mir keine Informationen vor.“

Auch FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky lässt sich nicht mit beschönigenden Worthülsen abspeisen, stellt offen die Frage, was Bundeskanzler Faymann bei den Bilderbergern verloren habe, und vermutet, dass der SP-Chef „zur Befehlsausgabe der internationalen Finanzszene“ geladen worden sei. Außerdem müsse untersucht werden, ob Faymann die Reise auch selbst bezahlte.

Blick in die Schweiz

Der Schweizer SVP-Politiker Christoph Blocher nahm nur ein einziges Mal an einer Bilderberger-Konferenz teil. Er erklärte, er sei hingefahren, „um sich selbst ein Bild über diese umstrittene zwielichtige Gesellschaft zu machen“, und prognostizierte, er würde bestimmt nie wieder eine Einladung bekommen.

Generell steht man in der Eidgenossenschaft den Bilderbergern besonders reserviert gegenüber: So machte im Vorjahr der Umstand Schlagzeilen, dass beim Bilderberg-Treffen in St. Moritz zahlreiche Prominente mit abgedeckten Nummernschildern unterwegs waren, ohne dass die Polizei, was sie tun hätte müssen, eingegriffen hätte. Ja, mehr noch: Die Kantonspolizei Graubünden musste einräumen, den von der Firma Japat AG (einer Novartis-Tochter) gratis zur Verfügung gestellten, tarnfarbigen (!) Helikopter für Transporte und für die Luftraumüberwachung des Bilderberg-Meetings eingesetzt zu haben. Die Aufdecker dieser Umstände sahen dadurch den selbstverständlichen Demokratie-Grundsatz, wonach die Polizei neutral sein müsse und keinen Unterschied zwischen Arm und Reich oder VIP und Normalbürger machen dürfe, gefährdet.

Bilderberger-Blick in die Zukunft

Im Westfields-Marriott-Hotel in Chantilly bei Washington fand heuer Ende Mai das 60. Bilderberger-Treffen statt. Bereits 2002 – kurz nach der ebenfalls dort stattfindenden damaligen Bilderberg-Konferenz – begann, von unsichtbarer Hand perfekt synchronisiert, die Jagd auf Osama Bin Laden, und 2008 hatte sich die Globalisierungselite wieder in Chantilly versammelt. Heuer trat bei den Bilderbergern eine neue Generation ans Ruder, mit der möglicherweise in mancher Hinsicht noch bedrohlichere Denkweisen ins Spiel kommen. Im Vorjahr wurde der belgische Politiker und Unternehmer Vicomte Étienne Davignon von seinem Amt als langjähriger Vorsitzender der Bilderberg-Konferenz abgelöst. Inwieweit die gegen ihn erhobenen Pädophilie-Vorwürfe und eine Rolle im Kontext mit dem tatsächlichen Hintergrund des abscheulichen Kinderschänder-Falls Dutroux belegbar sind, bleibt umstritten. Davignon zählt seit 1974 zum Urgestein der mittlerweile doch in die Jahre gekommen Organisation. Auch Davignons Nachfolger Henri de La Croix de Castries[11] ist kein Bilderberg-Neuling, sondern nahm bereits rund zehnmal an Treffen teil.

Nach wie vor gewahrt werden in der Bilderberger-Gruppe die Rothschild-Interessen, zumal Edmond de Rothschild Mitglied des Lenkungsausschusses war und Franco Bernabe, stellvertretender Chef von Rothschild Europe, derzeit diesem Gremium angehört . Allerdings scheint es, als wären derzeit die Rockefeller-Interessen dominanter: So gehört der 96jährige, scheinbar nimmermüde David Rockefeller als einzige Einzelperson der Mitglieder-Beratungsgruppe dem Lenkungsausschuss an. Wie die Financial Times (FT) kürzlich berichtete, wollen auch die Clans von Rothschild und Rockefeller künftig noch enger direkt miteinander zusammenarbeiten. Die beiden Patriarchen der Familien – der greise David Rockefeller und der immerhin auch schon 76-jährige Lord Jacob Rothschild, Chef von RIT Capital Partners – pflegen laut „FT“ seit gut fünf Jahrzehnten persönliche Beziehungen. Sie sollen auch den nun publik gewordenen Deal eingefädelt haben, dem zufolge sich die beiden erfolgreichen Dynastien miteinander verbünden, um einen Teil ihrer Reichtümer gemeinsam zu verwalten. Im Detail: Die Investmentgesellschaft von Lord Rothschild beteiligt sich dadurch an der Finanzgruppe des Rockefeller-Clans, dass RIT Capital Partners mit einem Anteil von 37 Prozent bei der Rockefeller-Gruppe einsteigt.

Entscheidend für das neue Bild von Bilderberg werden in den kommenden Jahren wohl die Veränderungen direkt im Lenkungsausschuss sein. Auffallend ist der zunehmende US-Anteil an der Gesamtgruppe. Immerhin zählen aber gegenwärtig noch drei Repräsentanten Deutschlands zu diesem Ausschuss, der sich aus insgesamt 33 Personen konstituiert. Diese drei Repräsentanten sind Josef Ackermann (bis vor kurzem Deutsche Bank AG), Thomas Enders (Airbus) sowie Matthias Nass („Die Zeit“).In Deutschland geboren, aber als US-Mitglied gelistet: Peter Andreas Thiel. Als er gerade einmal ein Jahr alt war, wanderten seine Eltern von Frankfurt in die USA aus, wo Thiel später eine schwindelerregende Karriere gelang und er durch seine Beteiligung an PayPal ein Vermögen verdiente. Er gilt als der „Milliardär, ohne den es Facebook nicht gäbe“. Als Hedgefonds-Manager stieg Thiel in die oberen Etagen der Hochfinanz auf. Auch als Schachspieler machte er sich einen Namen. Auf dem Schachbrett der Welt dürfte Thiel nun ebenfalls eine zunehmend wichtige Rolle spielen.

Bernd Stracke ist freier Journalist in Innsbruck und berichtete bereits 1988 im Tirol-Kurier mehrfach über das damalige Bilderberger-Treffen in Telfs/Tirol.

Anmerkungen

[1] Der deutsche Schriftsteller und Filmautor war von der Technischen Universität Berlin fälschlicherweise in die Nähe zu antisemitischen Verschwörungstheorien gerückt worden, weswegen diese Hochschule 2009 vom Kammergericht Berlin wegen schwerwiegender Ehrverletzung zu einem Schmerzensgeld in Höhe von 5.000 Euro an Wisnewski verurteilt wurde. Nachdem weiters der österreichische Militärexperte Gerald Karner Wisnewski in der ORF-Sendung Club 2 unrichtigerweise vorgeworfen hatte, „antisemitische Verschwörungstheorien“ zu verbreiten und ferner behauptet hatte, in Büchern von Wisnewski stünde, dass bei 9/11 „nur eine Person mosaischen Bekenntnisses“ ums Leben gekommen sei, wurden Karner diese Falschbehauptungen am 9. September 2009 vom Landgericht München unter Androhung von 250.000 Euro Ordnungsgeld oder ersatzweise Ordnungshaft untersagt.

[2] Die Trilaterale Kommission ist eine 1973 auf Betreiben von David Rockefeller bei einer Bilderberg-Konferenz gegründete private, politikberatende „Discussion group“ mit rund 400 höchst einflussreichen Mitgliedern aus den drei („Tri“) großen internationalen Wirtschaftsblöcken Europa, Nordamerika und Japan sowie einigen ausgesuchten Vertretern außerhalb dieser Wirtschaftszonen. Offizielles Ziel ist eine verbesserte Zusammenarbeit der drei Wirtschaftsmächte. Finanziert wird die Kommission durch Mittel aus Stiftungen, Unternehmen und privaten Zuwendungen. Neben regionalen Treffen werden fünf Mal im Jahr jeweils dreitägige Meetings abgehalten. „European chairman“ ist seit April 2012 der amtierende Vorsitzende der ebenfalls vom Ehrenvorsitzenden David Rockefeller gegründeten „Group of Thirty“ (siehe Anm. 8) und ehemalige EZB-Präsident Jean-Claude Trichet. Trichets Vorgänger als „European chairman“ war, bis zu seiner Ernennung als neuer italienischer Ministerpräsident, Mario Monti. Lucas Papademos, Ex-Vizepräsident der Europäischen Zentralbank und von November 2011 bis Mai 2012 griechischer Premierminister, schied ebenfalls nach seiner Wahl vorerst aus der Trilateralen Kommission aus.

[3] PNAC, das „Project for the New American Century” (Projekt für das neue amerikanische Jahrhundert), war eine 1997 gegründete US-Denkfabrik zur Propagierung einer weltweiten Führerschaft der USA („eine US-amerikanische Führerschaft ist sowohl gut für die USA als auch für die ganze Welt, hingegen sichert eine multipolare Welt den Frieden nicht, sondern führt stets zu Kriegen“). In die Fußstapfen der 2006 aufgelösten PNAC trat 2009 die „Foreign Policy Initiative“ (FPI), die nach wie vor für ein globales diplomatisches, wirtschaftliches und militärisches Engagement der USA eintritt. Der vierköpfige Vorstand bzw. Verwaltungsrat setzt sich zusammen aus den herkunftsjüdischen Experten Eric Edelman, Robert Kagan, Daniel Samuel Senor und William Kristol.

[4] Das American Enterprise Institute (AEI) ist ebenfalls ein US-Think Tank. Er finanziert sich durch Spenden von Privatpersonen, Konzernen sowie Stiftungen und verfügt über 50 fixbeschäftigte „Fellows“, bei denen es sich u.a. um Ökonomen, Rechtswissenschaftler und Politologen handelt, die über enge Verbindung zur US-Regierung verfügen und denen ein prägender Einfluss auf die US-Außenpolitik nachgesagt wird. Unter George W. Bush galten Mitglieder des AEI als „Architekten“ des Irak-Krieges. Unterschlupf im AEI fand 2007 der Bilderberger Paul Wolfowitz, nachdem er wegen Korruptionsvorwürfen als Weltbank-Chef zurücktreten musste.

[5] Gated Communities sind geschlossene, von privatem Wachpersonal beschützte Wohnkomplexe mit meist strikten Zugangsbeschränkungen und eigener Infrastruktur (Geschäfte, Schulen, Krankenhäuser), quasi Ghettos für Reiche.

[6] Bruegel (Brussels European and Global Economic Laboratory) ist ein 2004 gegründeter, nach eigenem Verständnis unabhängiger Think Tank mit Sitz in Brüssel, der „durch unparteiische, auf Fakten basierende und für Entscheidungsträger relevante Forschung zur Qualität der Wirtschaftspolitik in Europa und der Welt beitragen“ will. Zu den Mitgliedern zählen Vertreter von EU-Mitgliedsstaaten, international tätige Konzerne sowie die Banque de France (französische Zentralbank), die Europäische Investitionsbank und die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung.

[7] Der in 23 EU-Amtssprachen abgefasste und verbindliche Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) ist neben dem Vertrag über die Europäische Union (EUV) einer der Gründungsverträge der EU. Der AEU-Vertrag umfasst 358 Artikel, erläutert insbesondere die Funktionsweise der Organe der EU und legt normativ fest, in welchen Bereichen die EU mit welchen Kompetenzen tätig werden kann. Die geplante Zusammenlegung von EUV und AEUV zum Vertrag über eine Verfassung für Europa scheiterte 2005 an der Ablehnung bei Referenden in Frankreich und den Niederlanden.

[8] Die Group of Thirty (G30) ist ein privates, internationales, aus führenden Köpfen des Finanzwesens und der Wissenschaft bestehendes Gremium, das offiziell das Verständnis der internationalen wirtschaftlichen und finanziellen Fragen zu vertiefen, Auswirkungen der politischen Entscheidungen zu untersuchen und politische Optionen für wichtige Fragen zu prüfen vorgibt. Die Mitglieder – ihre Listen überlappen sich teilweise mit jenen der Bilderberger – treffen einander zweimal jährlich zur Erörterung wirtschaftlicher, finanzieller und politischer Entwicklungen. Die Finanzierung erfolgt durch Stiftungen, Banken, Unternehmen, Zentralbanken, Fonds und Privatpersonen. Sitz: Washington D. C.

[9] Die Verbreitung der Herz-Jesu-Verehrung ist vor allem den Jesuiten zu verdanken, die sich ausgehend von Margareta Maria Alacoque und deren Beichtvater Claude de la Colombière SJ dieser Frömmigkeitsform annahmen. Die Jesuiten verbreiteten die Herz-Jesu-Verehrung besonders durch von ihnen geleitete Volksmissionen.

[10] Das „Goldene Schlitzohr“ ist eine Auszeichnung des Internationalen Clubs der Schlitzohren e.V., Sitz in Hamburg, für Persönlichkeiten, die sich in „positiv cleverer“ Weise hervortun. Ziel des Internationalen Clubs der Schlitzohren ist es, „bedürftigen Kindern weltweit zu helfen“.

[11] Der Adelige Henri de Castries, 58, ist hauptberuflich Vorstandsvorsitzender (CEO) der AXA-Gruppe, die zu den größten internationalen Versicherungskonzernen und Kapitalverwaltern der Welt zählt. Mit Schwerpunkten in Westeuropa, Nordamerika und dem asiatisch-pazifischen Raum verwaltet AXA ein Billionen-Euro-Vermögen. Er studierte gleichzeitig mit dem französischen Präsidenten François Hollande und dessen späterer „Ex“ Ségolène Royal an der Wirtschaftshochschule École Nationale d’Administration (ENA), gilt aber auch als persönlicher Freund des französischen Ex-Präsidenten Nicolas Sarkozy.

 
Österreichische Bilderberger-Teilnehmer (2015 mit österreichischer Rekordbeteiligung, Teilnehmer von 2015 rot hervorgehoben)
ca. 62 Personen (fettgesetzte Zahl = Zahl der Teilnahmen)
(Aktualisierung vom 9. Juni 2015)

Androsch, Hannes (1979, 1981, 1982 Lenkungsausschuss-Mitglied, 1983, 1984, 1985, 1986, 1987, 1988) — 9

Apfalter, Heribert (1979)

Bartenstein, Martin (2006, 2007)

Becker, Erich (2003)

Benko, René, Gründer der SIGNA Holding GmbH (2015)

Broesigke, Tassilo (1979)

Bronner Oscar (2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015) — 11

Busek Erhard (1982)

Cernko Willibald (2012)

Cordt, Herbert (1978, 1979)

Dallinger, Alfred (1979)

Dreihann-Holenia, N. (Nikolaus?) (1980)

Ederer, Brigitte (2008)

Faymann, Werner (2009, 2011, 2012) — 3

Fischer, Heinz (1979, 2010, 2015)

Fischler, Franz, Bundespräsident (2001)

Gusenbauer Alfred, Ex-Bundeskanzler (2002, 2006, 2007 eingeladen nicht anwesend, 2015) — 2

Hampel, Erich, Aufsichtsratsvorsitzender Unicredit Bank Austria (2000, 2015)

Haschek Helmut H. (1987, 1988)

Haselsteiner, Hans Peter (2005)

Heine-Geldern, Thomas (1978, 1979)

Hesoun, Wolfgang, Generaldirektor von Siemens Austria und Neffe des Ex-Sozialministers Josef Hesoun (2015)

Hinteregger Gerald (1984)

Hoess Friedrich (1988)

Igler, Hans (1978, 1979, 1980, 1981 und 1982 Lenkungsausschuss-Mitglied, 1986, 1988) — 7

Jankowitsch Peter (1983, 1988, 1989, 1990, 1991, 1993, 1994 einziger Österreicher, ) — 7

Kastner Diemut (1988)

Klestil Thomas (1988)

Kogler, Konrad, Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit (2015)

Kothbauer Max (1995, 1996, 1997)

Krainer Josef (1989)

Kreisky, Bruno (1979)

Lanc, Erwin (1979)

Leibenfrost, Franz J. (1979)

Leitner, Wolfgang (2008)

Lendvai Paul (1993)

Löscher, Peter (2009)

Mitterbauer, Peter (1997)

Neisser Heinrich (1992)

Nowotny, Ewald (2007)

Nussbaumer, Adolf (1978)

Osond Anton (1988

Pahr, Willibald (1979)

Petritsch, Wolfgang (2000)

Portisch, Hugo (1979, 1987)

Prinzhorn, Thomas (1979)

Pühringer, Othmar (1998)

Raidl, Claus J. (2001)

Randa, Gerhard (1998, 1999, 2002)

Roiss, Gerhard, OMV-Vorstandsvorsitzender (2015)

Rothensteiner Walter (2011)

Schenz, Richard (1999)

Schmidt-Chiari Guido (1988, 1991)

Scholten Rudolph (1992, 1999, 2000, 2001, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014) — 17

Schüssel Wolfgang (1984)

Schwarzenberg, Erbprinz Karl (1979, 1980, 1981)

Seidel, Hans (1981)

Steiner, Ludwig (1979)

Taus, Josef (1979, 1983, 1990)

Treichl, Andreas (2009)

Treichl, Heinrich (1978, 1979, 1980)

Trumpel-Gugerell, Gertrude (2002)

Verzetnitsch Friedrich (1988)

Vranitzky, Franz (1979, 1985, 1986, 1987, 1988, 1989, 1990, 1991, 1995, 1996, 1997, 1998, 1999, 2000, 2002) — 15

Zimmer-Lehmann, Georg (1978, 1979, 1980, 1982 Lenkungsausschuss-Mitglied, 1983, 1985, 1986, 1987, 1988) — 9

Zimmermann, Norbert (1999)

 

Die Veranstaltungsorte der Bilderberg-Meetings
(Aktualisierung vom 29. Mai 2015)

1954 Oosterbeek, Holland
1955 Barbizon, Frankreich
1955 Garmisch-Partenkirchen, Deutschland
1956 Fredensborg, Dänemark
1957 St. Simons Island, Georgia, U.S.A.
1957 Fiuggi, Italy
1958 Buxton, England
1959 Yesilkoy, Türkei

1960 Bürgenstock, Schweiz
1961 St. Castin, Canada
1962 Saltsjöbaden, Schweden
1963 Cannes, Frankreich
1964 Williamsburg, Virginia, U.S.A.
1965 Villa d‘Este, Italien
1966 Wiesbaden, Deutschland
1967 Cambridge, England
1968 Mont Tremblant, Canada
1969 Marienlyst, Dänemark

1970 Bad Ragaz, Schweiz
1971 Woodstock, Vermont, U.S.A.
1972 Knokke, Belgien
1973 Saltsjöbaden, Schweden
1974 Megève, Frankreich
1975 Çesme, Türkei
1976 Bilderberger-Konferenz wegen des Lockheed-Skandals abgesagt 
1977 Torquay, England
1978 Princeton, New Jersey, U.S.A.
1979 Baden bei Wien, Österreich

1980 Aachen, Deutschland
1981 Bürgenstock, Schweiz
1982 Sandefjord, Norwegen
1983 Montebello, Canada
1984 Saltsjöbaden, Schweden
1985 Rye Brook, New York, U.S.A.
1986 Gleneagles, Schottland
1987 Villa d‘Este, Italien
1988 Telfs-Buchen, Österreich
1989 La Toja, Spanien

1990 Glen Cove, New York, U.S.A.
1991 Baden-Baden, Deutschland
1992 Evian-Les-Bains, Frankreich
1993 Vouliagmeni, Griechenland
1994 Helsinki, Finnland
1995 Bürgenstock, Schweiz
1996 Toronto, Canada
1997 Atlanta, Georgia, U.S.A.
1998 Turnberry, Scotland
1999 Sintra, Portugal

2000 Brüssel, Belgien
2001 Stenungsund, Schweden
2002 Chantilly, Virginia, U.S.A.
2003 Versailles, Frankreich
2004 Stresa, Italien
2005 Rottach-Egern, Deutschland
2006 Ottawa, Canada
2007 Istanbul, Türkei
2008 Chantilly, Virginia, U.S.A.
2009 May Vouliagmeni, Griechenland

2010 Sitges, Spanien
2011 St. Moritz, Schweiz
2012 Chantilly, Virginia, USA
2013 Hertfordshire, England
2014 Copenhagen, Dänemakr
2015 Telfs, Österreich

Bearbeitungsstand: Freitag, 29. Mai 2015
 
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