Gender-Blamage im Norden


Norwegischer Kabarettist bringt Gender-Institut zu Fall

 
Von Barbara Rosenkranz

Seit Jahrzehnten versuchen „Genderisten“ den Menschen weis zu machen: Die Unterschiede zwischen Mann und Frau hätten keine biologische Grundlage, sondern seien ausschließlich von der Gesellschaft „konstruiert“. Diese verquere Ideologie wird entgegen wissenschaftlich erhärteten Fakten hartnäckig propagiert. Aber dann passieren Dinge wie in Norwegen...

In meinem Buch „MenschInnen“[1] habe ich versucht, auch auf den totalitären Kern der Gender-Ideologie zu verweisen, denn nicht die Gleichberechtigung, sondern die „Gleichmacherei“ der Geschlechter (heißt letztlich: deren Abschaffung) steht bei dieser Ideologie auf dem Programm. Zur Umsetzung werden nicht nur Gesetze und Richtlinien mit Zwangscharakter erlassen (Stichwort: Frauenquote), es werden auch großzügigste Summen in einschlägige Projekte und „Forschungseinrichtungen“ gesteckt.

Als ein Musterland in Sachen gendergerechter Gleichstellung galt seit langem Norwegen. Nach Island wurde weltweit in keinem weiteren Land Gender Mainstreaming so konsequent umgesetzt. Doch standen norwegische Politik und „Wissenschaft“ - trotz eines Jahresbudgets von 56 Millionen Euro für „Genderforschung“ - vor einem Problem, das man als Gender-Paradoxon bezeichnen kann: Die gendersensible Erziehung ihrer Landsleute will einfach nicht fruchten! Insbesondere bei den jungen Berufsanfängern wurde das deutlich.

Die Norwegerinnen und Norweger entscheiden sich trotz intensivem Gender Mainstreaming und der (natürlich) vollkommen freien Berufswahl in erster Linie für die jeweils klassischen männer- und frauentypischen Berufe. Frauen wählen in erster Linie Anstellungen, in denen sie mit Menschen zu tun haben, Männer hingegen wenden sich technischen Arbeiten zu. Dieses Phänomen ist im Gendermusterland Norwegen weit deutlicher noch als in Staaten ohne jede Gender-Erziehung. Ein Paradoxon – ein Rätsel.

Eias „Gehirnwäsche“

Woran mag das liegen? Das fragte sich auch der norwegische Komiker Harald Eia – und ging der Sache auf den Grund. Für seine preisgekrönte Fernsehreihe „Hjernevask“ (Gehirnwäsche) stellte er „Genderforschern“ auf der einen Seite und angesehenen Wissenschaftern renommierter Universitäten auf der anderen Seite diese Frage. Herausgekommen ist dabei eine höchst aufschlussreiche und launige Reportage, die einen entlarvenden Einblick in die verbohrte Welt des Gender Mainstreaming bringt. Sie zeigt eines deutlich:

Wissenschaft schlägt blinde Ideologie. Und die Lösung des Rätsels? Gerade dort, wo die Freiheit am größten ist, entscheiden sich die jungen Arbeitsuchenden am ehesten für geschlechterstereotype Berufe, eben für klassische Frauen- oder Männer-Berufe. Das freiwillig und somit als praktische Widerlegung der Gendertheorie!

Die Reportage Eias brachte in Norwegen bereits im vergangenen Jahr eine breite gesellschaftliche Debatte ins Laufen und führte letztlich zur Schließung des hochsubventionierten staatlichen Institutes für Genderstudies!

Nach Europa und Österreich ist diese Debatte erst zeitverzögert durch private Blogs und Institutionen gekommen. Staatliche Medien haben diese Debatte bislang gemieden, dabei ist es auch in Österreich höchst an der Zeit, diese Diskussion in aller Öffentlichkeit zu führen. Denn auch bei uns wird das höchst fragwürdige und kostspielige Projekt Gender Mainstreaming quer durch alle Institutionen gepeitscht. Lebenserfahrung und seriöse Wissenschaft werden dabei an den Rand gedrängt. Die Lösung für die Zukunft kann nur heißen: Zurück zur Vernunft!

 
LR Barbara Rosenkranz ist freiheitliches Mitglied der niederösterreichischen Landesregierung.

Anmerkung

[1] Vgl. Barbara Rosenkranz, MenschInnen – Gender Mainstreaming auf dem Weg zum geschlechtslosen Menschen, Ares Verlag, Graz 2008, 168 Seiten. Eine ausführliche Buchbesprechung findet sich unter dem Titel „Wider die Abschaffung von Mann und Frau“ im GENIUS-Brief vom Dezember 2008.

Bearbeitungsstand: Montag, 28. Jänner 2013

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