Genius-Brief September–Oktober 2014

So gelangen Sie zu allen Texten:

Dieser Brief informiert Sie, welche Themen in unseren neuesten Genius-Lesestücken behandelt werden. Den jeweiligen Beitrag finden Sie als Volltext durch Anklicken des farblich hervorgehobenen Links im Text. Besonders erwähnt werden diejenigen zwei Genius-Lesestücke, welche mit diesem Brief im Anhang zusätzlich unseren Mitgliedern und unseren Abonnenten direkt an deren uns mitgeteilte E-Mail-Anschrift gesendet werden. Nur diesen unseren E-Mail-Empfängern steht die Möglichkeit offen, jedes Lesestück auch im grafisch schön gestalteten PDF-Format zu lesen und gegebenenfalls auszudrucken. Einfach beim betreffenden Lesestück in diesem Brief anklicken!
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Eine besonders aktuelle Stellungnahme finden Sie unter AUFGEBLENDET am Ende dieses Briefes. AUFGEBLENDET enthält Hinweise auf Probleme und Zusammenhänge, die bereits in früheren Genius-Lesestücken thematisch abgehandelt wurden oder die derzeit von besonderer Aktualität sind.
Die Verantwortung für den Inhalt der einzelnen Lesestücke tragen deren Verfasser.
Für die redaktionelle Koordination zeichnet der Herausgeber verantwortlich.
Wiedergabe von Genius-Lesestücken nur mit Zustimmung der Genius-Gesellschaft.

In Österreich geht ohne die „Sozialpartner“ nichts

Durch den Abgang Spindeleggers hat sich nichts wirklich verändert. Spectator belegt den gegebenen Sachverhalt: Österreich bleibt ein Staat der Kammern. Der Korporatismus ist in der Bundesverfassung verankert.
Somit steht fest, dass es nicht zu großen Reformen kommen wird.
Lesestück Nr. 1/September–Oktober 2014
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Entsteht ein neues „Russisches Reich“?

Mit dieser aktuellen Entwicklung beschäftigt sich Bertram Schurian in seinem Beitrag: Wie der Phönix aus der Asche. Der Konflikt um die Ostukraine wird weitergehen. Er ist ein Teil des Machtkampfes um die Kontrolle des Weltgeschehens. In globalem Maßstab wird multipolar gegen die Dominanz des angelsächsisch geführten Westens angekämpft.
Lesestück Nr. 2/September–Oktober 2014 
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Europas heikler Balance-Akt zwischen Washington und Moskau

In 22 Punkten beleuchtet Andreas Unterberger kritisch und schonungslos die Situation: Ukraine: Zwischen Faustrecht, Selbstbestimmung und Frieden. Was Putin betreibt, kann so nicht einfach hingenommen werden. Die Lehren aus der Geschichte sind zu beherzigen. Darüber hinaus darf nicht übersehen werden, dass ein dauerhafter, auf Zusammenarbeit beruhender Friede im Interesse aller Länder liegt. Der wirkliche Feind steht woanders.
Lesestück Nr. 3/September–Oktober 2014

Wirtschaftssanktionen sind immer zweischneidig

Weltweit werden politische Konflikte auf dem Rücken der Exportwirtschaft ausgetragen. Die Konsequenzen daraus beleuchtet Gerulf Stix im Beitrag: Und täglich grüßen die Sanktionen… Unter ihrer Bumerangwirkung leiden wir alle. Den Befürwortern eines global ungehinderten Freihandels wird ihr wirklichkeitsblinder Optimismus vorgehalten. Wirtschaft ist und bleibt ein Mittel politischer Machtkämpfe.
Lesestück Nr. 4/September–Oktober 2014

Der Streit um das „richtige“ Geldsystem

Der theoretisch wie auch praktisch versierte Ökonom Karl Sumereder beschreibt die Geschichte des Geldes bis herauf zur Papiergeld-Druckerei der Notenbanken. Trotz vieler gescheiter Analysen bleibt es beim Mysterium Geldwesen. Versuche mit „Freigeld“ und Vorschläge für „Vollgeld“ zeigen auch keine befriedigende Gesamtlösung. Offenbar hat die Entwicklung ein Phänomen hervorgebracht, das wir nicht wirklich durchschauen, geschweige denn beliebig beherrschen können.
Lesestück Nr. 5/September–Oktober 2014 

Italiens Umgang mit der eigenen Vergangenheit

Man kann die Südtirol-Frage nicht richtig verstehen, wenn man nicht weiß, wie Italien heute mit seiner faschistischen Vergangenheit umgeht. In Auseinandersetzung mit einer Rede des deutschen Bundespräsidenten Gauck behandelt Wolfgang Schimank Deutschland – Südtirol – Italien und die großen Missverständnisse. Ohne dieses Wissen um die politischen und gesellschaftlichen Hintergründe wird man schwerlich zu einer tragfähigen Zukunftslösung gelangen.
Lesestück Nr. 6/September–Oktober 2014

Die alte Sage um eine Nordtiroler Bergspitze

Die „steinerne Frau Hitt“ hoch über Innsbruck hat seit Jahrtausenden die Gemüter bewegt. In unserer Zitaten-Truhe bringen wir die einschlägige Versdichtung des Karl Ritter Egon von Ebert. Dieser heute fast unbekannte Mann lebte vor knapp 200 Jahren und war zu seiner Zeit ein bekannter volkstümlicher Poet, wenngleich er nicht zu den großen Dichtern zählt. Mit seinem Gedicht über die Frau Hitt lebt er in der Erinnerung Tirols weiter.
Lesestück Nr. 7/September–Oktober 2014 

Orden und Auszeichnungen für schreckliche Menschen

Allein in Österreich gibt es rund 91.000 Ordensträger! Und über wen es da als international bekannte Personen Orden und Auszeichnungen nur so regnet, listet Bernd Stracke in seinem penibel recherchierten Beitrag Ehre, wem Ehre gebührt auf. Von Tito bis Berlusconi, von Polanski bis Cohn-Bendit, von Strauss-Kahn bis Rumsfeld werden „Ausgezeichnete“ vorgestellt, die vielfach auch abstoßend, teilweise verbrecherisch in Erscheinung getreten und sogar verurteilt worden sind. Eine bestürzende Schau, die streckenweise an Kriminalstücke erinnert.
Lesestück Nr. 8/September–Oktober 2014 

Wien droht zu einer mehrheitlich islamischen Stadt zu werden

Was aus dem Zusammenwirken von einerseits Geburtenrückgang und andererseits Massenzuwanderung entstehen wird, legt Universitätsprofessor em. Herbert Vonach in einer Broschüre über die demografische Entwicklung in Österreich dar. Diese wissenschaftliche Arbeit wird hier von Gerulf Stix unter dem Titel So schwindet unser Österreich besprochen. Das trocken-nüchtern hier vorgelegte und sachlich interpretierte Zahlenmaterial lässt keinen Zweifel daran, dass es um die Zukunft der autochthonen Bevölkerung schlecht bestellt ist. Werden die Politiker und die Traumwandler in den Medien endlich aufwachen?
Lesestück Nr. 9/September–Oktober 2014 

AUFGEBLENDET:
Schottland und Südtirol

Die Schotten haben sich also mit „nur“ 55 % für einen Verbleib bei Großbritannien gegen „nur“ 45 % der Stimmen für einen selbständigen Staat Schottland entschieden. Die Wahlbeteiligung war mit rund 85 % außergewöhnlich hoch. Sie belegt ein gewaltiges Potenzial an Leidenschaft für die Sache, um die es ging. Dementsprechend geht die Zahl der Kommentare zu diesem Ereignis in die Legion. Hier soll dazu nur auf zwei Gesichtspunkte hingewiesen werden: Erstens auf eine wesentliche Schwachstelle der EU und zweitens auf die Parallelen zu Südtirol.
Wäre die Abstimmung für einen selbständigen Staat Schottland ausgegangen, wäre die EU ziemlich blamiert da gestanden. In ihren verfassungsähnlichen Verträgen (Maastricht und Lissabon) findet sich nämlich so gut wie nichts darüber, wie mit Staaten umzugehen sei, die aus Abspaltungen von bestehenden Mitgliedsstaaten der EU hervorgehen! Und das bei einer EU, die sich viel auf ihren Umgang mit „Regionen“ zugute hält, natürlich mit dem unausgesprochenen Hintergedanken, die Regionen als Hebel gegen die „Nationalstaaten“ zu benutzen. Nun hat der Fall Schottland diese konstitutive Schwachstelle der EU entlarvt. Soviel zur ersten Perspektive und nun zur zweiten.

Natürlich wurden in so manchen Kommentaren auch Vergleiche zwischen Schottland und Südtirol angestellt. Da ging es meist um Selbstbestimmung und Souveränität. Schon im Jahr 2010 hat der Internationale Gerichtshof in Den Haag (IGH) zur Staatswerdung des Kosovo entschieden, dass das Selbstbestimmungsrecht der kosovarischen Volksgruppe zur völkerrechtlichen Gebietsabtrennung vom serbischen Staat legitimiere. Die Genius-Lesestücke haben darüber berichtet (siehe unten). „Krim“inell ist wohl, wer sich dabei etwas denkt.
Noch tiefschürfender hat sich Univ. Prof. Peter Pernthaler mit dem Spannungsverhältnis Selbstbestimmung – Souveränität auseinander gesetzt, und zwar in seinem Buch: „Die Identität Tirols in Europa, Verlag Springer Wien – New York, Wien 2007. Dieses grundlegende Werk wurde ebenfalls in den Genius-Lesestücken besprochen (siehe unten).
Pernthaler schreibt u. a.: „Volk ist einerseits eine vorstaatliche, ethnisch begründete, politische Einheit von Menschen, die heute völkerrechtlich als Träger (Subjekt) des Selbstbestimmungsrechtes der Völker anerkannt ist. Anderseits ist das ,Volk’ im demokratischen Sinne jene verfassungsrechtliche Einheit der Bürger, die nach dem Prinzip der ,Volkssouveränität’ der Träger der staatlichen Souveränität in der Demokratie ist. Beide Begriffe des Volkes sind im Selbstbestimmungsrecht miteinander verkoppelt, aber dennoch unterschiedliche Kategorien der Selbständigkeit.“ An anderer Stelle beklagt Pernthaler die „Föderalismusblindheit“ der Grundstruktur der EU als Pendant zu eben dieser Blindheit des herrschenden Völkerrechtes als solchem. Er sieht ein Ringen zwischen dem „Eurozentrismus“ und dem Vordringen des „kooperativen Föderalismus“. Um Föderalismus und mehr geht es demnächst auch in Katalanien.
Vergegenwärtigt man sich, dass jetzt, nach der schottischen Abstimmung, der Kampf um eine Föderalisierung in London erst richtig losgeht, so wirken die Ausführungen Pernthalers geradezu prophetisch. Die europäische Integration erzwinge einfach die Koordination nationaler Föderalismen und Regionalstrukturen: „Dies führt zu einem letzten regionalen Trend, der noch über die Entwicklung Europas hinausweist. Der Konkurrenzdruck des sich aus dem Nationalstaat emanzipierenden gemeinsamen Marktes und seiner Erweiterung in der Globalisierung führt nicht zu einer Schwächung, sondern zu einer deutlich wahrnehmbaren Stärkung hochentwickelter föderalistischer und regionalistischer Untergliederungen.“

 

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Die Genius-Briefe erscheinen online sechsmal jährlich im Abstand von zwei Monaten.
Die nächste Ausgabe für die Monate November–Dezember 2014 wird am 1. Dezember 2014 heraus kommen.

 

Bearbeitungsstand: Mittwoch, 1. Oktober 2014

 

Jan Mahnert
Demokratie und Homokratismus
Wie die Gleichheits-
ideologie der Menschen-
rechte die Demokratie
und die Völker bedroht
GENIUS-EDITION, Band 3
Wien, 2011
ISBN 978-3-9502238-2-8
Preis: 18,70 Euro
[Nähere Informationen]
 

Karl Claus
Die Parteien in der Sackgasse
Das Finale der klassischen Ideologien
GENIUS EDITION, Band 2
Wien, 2007
248 Seiten, 17 x 24 cm
ISBN 978-3-9502238-1-1
Preis: 19,– Euro
[Nähere Informationen]

Dieter Grillmayer
National und Liberal
Die Geschichte der Dritten Kraft in Österreich
GENIUS EDITION, Band 1
Wien, 2006
434 Seiten, 17 x 24 cm
ISBN 978-3-9502238-0-4
Preis: 34,– Euro
[Nähere Informationen]

 

Dr. Peter Wassertheurer
Kurze Geschichte der deutschen altösterreichischen Volksgruppen
Taschenbuch, rund 120 Seiten
13,20 Euro inkl. USt. zuzüglich Versandkosten

„Kurze Geschichte der deutschen altösterreichischen Volksgruppen“ ist eine knappe Vorstellung des Schicksals der Heimatvertriebenen aus Südosteuropa. Auf knapp 120 Seiten in Taschenbuchformat wird die Geschichte der Donauschwaben, der Siebenbürger Sachsen, der Karpatendeutschen und kleinerer Volksgruppen wie der Buchenlanddeutschen oder Landler in gut gestalteten Kapiteln vorgestellt. Umfangreiches Karten- und Bildmaterial bilden eine wichtige und spannende Ergänzung. Der Text ist einfach geschrieben, übersichtlich strukturiert und soll Ihren Bekanntenkreis oder die Enkelgeneration über die Heimat der Großeltern in wenigen Stunden informieren. Es dient außerdem allen Heimatvertriebenen und geschichtlich Interessierten als schnelle und verlässliche Einführung, ohne dass man sich erst mühsam durch Berge von von Büchern durcharbeiten muss. Dieses Taschenbuch macht Sie in kürzester Zeit zu einem Kenner der Geschichte der deutschen Volksgruppen Südosteuropas. Das Buch ist handlich und  kann überall bei Reisen in Zügen und Bussen oder sonstigen Anlässen in der Hand- oder Manteltasche mitgenommen werden.

Bestellungen an:
Dr. Peter Wassertheurer
Ennemosergasse 18
1220 Wien
E-mail: peter.wassertheurer@aon.at

 

Dieter Grillmayer
Schule zwischen Anspruch und Zeitgeist
Fünfzig Jahre Bildungsbaustelle Österreich
Pro Business-Verlag, Berlin 2012,
ISBN 978-3-86386-234-3, 248 Seiten, € 19,80, im Buchhandel erhältlich.

 
Genius – Gesellschaft für freiheitliches Denken, Verein mit Sitz in Wien. ZVR 127778490
A-1010 Wien, Kärntner Straße 10/5, Telefon +43/0/664 3003 701, EMail: verein@genius.co.at
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