So schwindet unser Österreich


Herbert Vonach, Bevölkerungsprognose für die autochthone Bevölkerung Österreichs und die Bevölkerung mit Migrationshintergrund – wie ändert sich die ethnische Zusammensetzung der österreichischen Bevölkerung, herausgegeben vom FPÖ-Bildungsinstitut, Wien 2014,
ISBN 978-3-902720-16-0, 64 Seiten.

 
Eone Buchbesprechung von Gerulf Stix

Der Autor, ein emeritierter Universitätsprofessor, ist unseren langjährigen Leserinnen und Lesern kein Unbekannter. Als seinerzeitiger Obmann des Freiheitlichen Familienverbandes erhob er oft und oft seine Stimme als Familienpolitiker. Zum Thema Bevölkerungsprognose legte er schon 2010 eine wissenschaftlich fundierte Arbeit vor. Die vorliegende Studie versteht sich als ihre Fortsetzung und zugleich Aktualisierung. Im Ton sachlich-nüchtern, werden inhaltlich brisante, um nicht zu sagen: bestürzende Fakten aufgedeckt und vorgelegt. 

Die nach streng wissenschaftlichen Methoden hier entwickelte Bevölkerungsvorschau fußt auf der Auswertung umfangreichen statistischen Materials. Die 28 Figuren (Schautafeln) auf 29 Seiten machen allein schon rund die Hälfte der Broschüre aus. Auch ohne Kommentare wären sie für jeden, der Schaubilder zu interpretieren weiß, höchst aussagekräftig. Ihre Gliederung in vier verschiedene Szenarien, die auf die Zukunft bezogen verschiedenen plausiblen Annahmen entsprechen, werden methodisch erklärt und knapp kommentiert. 

Umso wuchtiger wirken die zusammen gefassten Schlussfolgerungen: 

Die ursprüngliche Bevölkerung schrumpft dramatisch

„Die autochthone Bevölkerung von ca. 7 Millionen wird bis 2051 um fast 2 Millionen auf ca. 5 Millionen abnehmen, während die fremdsprachigen Migranten um 2 Millionen auf ca. 3,7 Millionen zunehmen werden. Dadurch wird der Anteil der autochthonen Österreicher an der Gesamtbevölkerung auf ca. 54 % abnehmen.“ (S. 11) Das gilt für ganz Österreich. Für die Bundeshauptstadt Wien sieht die Prognose noch weit schlimmer aus: In Wien wird „die autochthone Bevölkerung bereits in 10 Jahren unter 50 % sinken und in 15 Jahren wird es in Wien eine Mehrheit der fremdsprachigen Migranten geben.“ (S. 12)

Angesichts dieser Zahlen kann mit Fug und Recht gesagt werden, dass unser Österreich, wie wir es kennen, im Schwinden begriffen ist. Mehr noch als für ganz Österreich gilt diese Aussage für Wien. Das wird durch folgendes Zitat untermauert: „Bereits heute beträgt der Anteil der autochthonen Bevölkerung nur noch ca. 60 % und bei den Volksschülern noch ca. 40 %“. (S. 24)

Vonach macht nicht den peinlichen Fehler allgemeiner Berichte zur Migration, deutsche Zuwanderer nach Österreich in einen Topf mit den Migranten fremder Muttersprache zu werfen. Obwohl die Unterscheidung wegen der Beschaffenheit der offiziellen Statistiken schwierig ist, weicht Vonach diesem statistischen Problem nicht aus, sondern betrachtet die Gruppen der deutschen Staatsbürger und der fremdsprachigen Migranten getrennt. Das ist in der Sache vollkommen richtig. Die Zerschlagung des Habsburger Vielvölkerstaates nach 1918 hat bekanntlich dazu geführt, dass der verbliebene „Rest“, dem man den Namen Österreich beließ, eben der deutsch besiedelte Teil des alten Reiches war.

(Den rund 3 Millionen Deutschen in Böhmen und Mähren – alles „alte“ Österreicher – wurde damals das Selbstbestimmungsrecht verweigert). Wenn also in dieses Rest-Österreich, eben die heutige Republik Österreich deutschsprechende Menschen einwandern, dann ist das ein dem historischen Siedlungscharakter durchaus entsprechender Vorgang. Ihn mit der Einwanderung aus fremden Kulturkreisen einfach gleichzusetzen, wie das in Medienveröffentlichungen zur Einwanderungsfrage immer wieder geschieht, ist einfach falsch.

Vom Zuwanderer zum autochthonen Österreicher

Mit dem Wort Transition beschreibt man den Übergang vom fremdsprachigen Einwanderer zu dessen Gebrauch der deutschen Sprache als Umgangssprache. Man möchte meinen, dass dies relativ rasch erfolgt, zumal es dafür viel Hilfestellung seitens öffentlicher und privater Einrichtungen gibt. Dem ist leider nicht so. Die Untersuchungen zeigen, dass in einem Zeitraum von immerhin 10 Jahren im Schnitt nur 3 % der in Österreich lebenden ausländischen Staatsbürger diese Transition durchlaufen haben. Ein Vergleich bei Volksschülern zeigt, dass bei diesen die Übergangsrate höchstens 5 % pro Jahrzehnt beträgt. Was das bedeutet, wenn man sich die rasant ansteigende Zahl von Volksschülern nichtdeutscher Muttersprache vor Augen hält, liegt auf der Hand. 

Angesichts der Überalterung der autochthonen Bevölkerung „muss sich das österreichische Schulsystem darauf vorbereiten, dass der Anteil von Volksschülern nichtdeutscher Umgangssprache … bis 2051 auf 55 % steigern wird“. Und immer wieder schimmert in den einschlägigen Analysen durch, dass sich vor allem die Gruppe der türkischen Zuwanderer gegenüber einer Transition als ziemlich resistent erweist. Aber gerade diese Gruppe hat einen sehr viel höheren Geburtenüberschuss als alle anderen. 

Die Sache mit dem Islam

Als Religion wurde der Islam schon im alten Habsburgerreich anerkannt. Unter dem Gesichtspunkt der Religionsfreiheit gibt es am Islam nichts auszusetzen. Soziologisch betrachtet, verändert sich mit der zunehmenden Erstarkung des Islam aber der Charakter der österreichischen Gesellschaft. Ende 2013 gab es ca. 615.000 Muslime in Österreich. Das ist ein Anteil von 7,3 % (in Wien rund doppelt so hoch!) an der Bevölkerung Österreichs. 

Verschiedene Berechnungen kommen zu dem Ergebnis, dass im Jahre 2051 in der Altersgruppe von 0–15 Jahren der Anteil der Muslime rund 33 %, also ein Drittel der österreichischen Bevölkerung betragen wird. (S. 63) Bei aller Unsicherheit von Prognosen ist doch nicht auszuschließen, dass in der Stadt Wien die Muslime binnen einer Lebensspanne (!) die Mehrheit der Einwohner stellen werden. Dann hätte Kara Mustafa mit einer Verzögerung von etwa 400 Jahren doch noch gesiegt. 

Festzuhalten ist, dass es in unserer Gegenwart nicht um einen, vielleicht versteckten, Religionskrieg geht. Der Vormarsch des Islam – nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa, – beruht nicht auf religiöser Mission. Diese Religion ist vielmehr von Menschen mitgebracht worden, die bei uns eingewandert sind. Insoweit es nun politische Probleme mit manchen Spielarten des Islam gibt, muss klar erkannt werden, dass es sich buchstäblich um importierte Probleme handelt. Stark vereinfacht ausgedrückt: Der Islamismus ist ein Problem der Masseneinwanderung von Muslimen. Dieses Faktum steht fest, auch wenn viele der in ihrem Selbstverständnis gutmeinenden Traumtänzer bei dieser Frage stur einer Realitätsverweigerung huldigen. Der Volksmund nennt so etwas Vogel-Strauß-Politik. Die verantwortliche Politik darf jedenfalls hier nicht die Augen verschließen, sondern muss sich mit dieser Problematik auseinandersetzen – und zwar rasch! 

Die vorliegende Broschüre bietet in straffer Darstellung eine ausgezeichnete Arbeitsgrundlage für alle Menschen, denen die Zukunft Österreichs, nämlich unseres Österreichs, am Herzen liegt. 

Bearbeitungsstand: Sonntag, 28. September 2014

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