Genius-Brief März–April 2016

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Unter AUFGEBLENDET finden Sie am Ende der Inhaltsangaben aktuelle Hinweise auf besondere Zusammenhänge in Kurzfassung.

Die Verantwortung für die Inhalte der einzelnen Lesestücke tragen deren Verfasser.
Herausgeber ist Dr. Gerulf Stix, Ampass. Die Redaktion leitet Bernd Stracke, Innsbruck.
Beide sind erreichbar über verein@genius.co.at. Über die redaktionelle Linie des Mediums informiert: www.genius.co.at. Die Wiedergabe von Genius-Lesestücken ist nur mit Zustimmung der Genius-Gesellschaft gestattet.

 

Inhaltsangaben

Ein Paradefall für direkte Demokratie

ist die Wahl des österreichischen Bundespräsidenten durch das Wahlvolk. Sechs Kandidaten stehen zur Auswahl. Wer wird österreichischer Bundespräsident? Mit dieser Frage beschäftigt sich hier Gerald Brettner-Messler. Der freiheitliche Kandidat Norbert Hofer, amtierender Dritter Präsident des Nationalrates, fällt durch klare Haltung, persönliche Untadeligkeit und sein bewiesenes Durchhaltvermögen auf. Er hat gute Chancen, in die Stichwahl zu kommen.
Lesestück Nr. 01/März–April 2016 

Der Siegeszug der AfD in Deutschland

Ein deutliches Zeichen der Unzufriedenheit mit der offiziellen politischen Linie setzte das Wahlvolk auf höchst demokratische Weise, nämlich mit dem Stimmzettel, bei den jüngsten Landtagswahlen in drei deutschen Bundesländern. Es verhalf der AfD zu zweistelligen Wahlerfolgen. SPECTATOR analysiert die Wahlergebnisse und meint zusammenfassend: Deutschland schreibt Parteiengeschichte. Ähnlich wie die FPÖ in Österreich könnte die AfD in der BRD ein politisches Potenzial aufbauen, welches die etablierten Parteien erschüttert. Langfristig wird für den Erfolg – da wie dort - letztlich aber die Qualität der in der Öffentlichkeit erkennbar wirkenden Personen entscheidend sein.
Lesestück Nr. 02/März–April 2016 

USA: Trump eilt von Triumph zu Triumph

Die amerikanischen Vorwahlen zeigen auf überraschende Weise eine Art von „Europäisierung der amerikanischen Politik“. In seinem Artikel „Era of Bad Feelings“ schildert Lothar Höbelt die US-amerikanischen Besonderheiten. Was dort kreuz und quer zu den hierzulande gewohnten Denkschablonen abläuft, steht jedoch ganz im Banne der Innenpolitik. Außenpolitik spielt dabei kaum eine Rolle, was angesichts der globalen Rolle der USA erstaunt.
Lesestück Nr. 03/März–April 2016 

Die Hintergründe für den niedrigen Ölpreis

Machtkämpfe um Marktanteile, politische Rivalitäten und die Stellvertreterkriege im Nahen Osten erklären die Dramatik um den Preis für Erdöl. Bertram Schurian durchleuchtet dieses Dickicht an Bestrebungen in seinem Beitrag über Erdöl und Weltpolitik. Für die Weltwirtschaft und insbesondere für einige Länder wie Russland ergeben sich aus den niedrigen Ölpreisen handfeste Auswirkungen. Schon mittelfristig treten besonders durch allgemein rückläufige Investitionen deflationäre Effekte ein. Auch die Marktstrukturen für die verschiedenen Energieträger werden sich verschieben.
Lesestück Nr. 04/März–April 2016 

Die Genfer Flüchtlingskonvention muss revidiert werden

Mit dem Schicksal von Millionen armer Menschen ohne Zukunftshoffnung wird zynisch ein politisches Pokerspiel betrieben. Destabilisierung ist beabsichtigt. Heinrich Wohlmeyer frägt zu recht: Warum nicht Asylpolitik an den Wurzeln? Echte Entwicklungspolitik gibt es wohl nur in Sonntagsreden. Für brutal durchgesetzte Rohstoffinteressen ist massenhafte Migration bloß ein Co-Lateralschaden. Und die „Asylindustrie“ beruft sich auf eine Genfer Konvention, die vor über 50 Jahren für gänzlich anders geartete Verhältnisse geschaffen wurde.
Lesestück Nr. 05/März–April 2016 

Die abgedrifteten Nichtregierungsorganisationen

In diesem 2. Teil seiner umfangreichen Recherche, mit der die NGO’s unter die Lupe genommen werden, betrachtet Bernd Stracke die NGO’s als Handlanger von Geheimdiensten und Kriegstreibern. Es tut sich eine ganze Welt an „verdeckten“ Netzwerken und Aktionen auf. Auf deren Konto geht in Wahrheit vieles von dem, was gutgläubigen Zeitgenossen als objektiv unvermeidbarer Vorgang oder auch als seriöse Berichterstattung aufgetischt wird. Und vordergründig unverfängliche Subventionen dienen eiskalt geplanten politischen Zielen.
Lesestück Nr. 06/März–April 2016 

Marie von Ebner-Eschenbachs 100. Todestag

Diese zu ihrer Zeit berühmteste Schriftstellerin deutscher Zunge hat in ihrem Schaffen Gültiges hervorgebracht. In unserer Zitaten-Truhe finden Sie eine kleine Auswahl aus ihren vielen Aphorismen. Einer besser als der andere. Es macht sehr nachdenklich, wenn man erkennt, dass sich die Menschen bei allem technischen Fortschritt im Grunde doch überhaupt nicht geändert haben.
Lesestück Nr. 07/März–April 2016 

Der Eiertanz um die Zentralmatura

Im Einführungsjahr 2015 hat die Zentralmatura letzten Endes eine ganze Reihe von Ungereimtheiten zutage gefördert. Dieter Grillmeyer findet in seinem Beitrag Die Bombe ist geplatzt! harte Worte über die Unzulänglichkeiten, die nun offenkundig geworden sind.
Zu den wesentlichen vier Punkten, die aufgelistet werden, deponiert der kompetente Pädagoge seine durch Jahrzehnte an Erfahrung untermauerte Fachmeinung. Lesenswert für alle, denen eine gute Schule ein echtes Anliegen ist.
Lesestück Nr. 08/März–April 2016 

Unsere Wurzeln liegen nicht im Orient

Überraschend reichhaltige Funde, wissenschaftlich ausgewertet, revolutionieren unser erlerntes Geschichtswissen: Rund 5.000 Jahre vor unserer Gegenwart gab es die Hochkultur der „Donauzivilisation“. In seinem akribisch recherchierten Aufsatz über Das falsche Bild vom Abendland trägt Gerulf Stix die neuesten Erkenntnisse über die älteste Hochkultur Europas zusammen. Älter als die babylonische Schrift der Sumerer, älter auch als die Schriftfunde aus Ägypten ist die alteuropäische Vinca-Schrift. Sie ist das älteste Schriftsystem der Welt. Und die mittlerweile berühmte Himmelsscheibe von Nebra (Sachsen-Anhalt) enthält – auf Kupfer mit Goldeinlagen – eine Darstellung des Nachthimmels, die älter ist als die frühesten vergleichbaren Funde in Ägypten. Unser bisher als unumstößlich geglaubtes Geschichtsbild erfährt jetzt eine kopernikanische Wende.
Lesestück Nr. 09/März–April 2016 

AUFGEBLENDET

Warum nimmt Saudi-Arabien kaum Syrien-Flüchtlinge auf?

Der Pakt zwischen der EU und der Türkei zwecks Zusammenarbeit in der Flüchtlingsfrage ist eine wackelige Angelegenheit. Einerseits pfeifen es die Spatzen vom Dach, dass die EU von den Türken eiskalt über den Tisch gezogen wurde. 6 Milliarden € will (muss) die EU den Türken für die (fragwürdige) Zusammenarbeit zahlen! Andererseits wird davon ausgegangen, dass die Türkei ein so genanntes sicheres Land ist, was aber einer genaueren Betrachtung nicht standhält. In der Türkei tobt inzwischen ein Bürgerkrieg. Die brutalen Kämpfe zwischen den Regierungstruppen und der kurdischen PKK in Ostanatolien weiten sich aus.
Bald wird es auch Kämpfe an der syrisch-türkischen Grenze geben. (1) Daher ist nicht auszuschließen, dass künftig massenhaft Kurden aus der Türkei fliehen. Überhaupt wissen nur Insider, wie tief die Türkei bereits in den Syrien-Krieg verstrickt ist. Was diesbezüglich an Einzelnachrichten durchsickert, ist erschreckend. Insgesamt wird die innertürkische Lage zunehmend verschärft. Erstens durch die zunehmende Anzahl von Terroranschlägen ungewisser Verursacher und zweitens durch die Knebelung der Opposition, der Presse und der Meinungsfreiheit seitens der türkischen Regierung. Auch an der Objektivität der Justiz wird stark gezweifelt. Dass die EU zu allen diesen Dingen schweigt und trotzdem ein Abkommen mit der Türkei schließt, dieser sogar eine „Beitrittsperspektive“ zusagt, stellt den EU-Staatschefs ein durchwegs beschämendes Zeugnis aus.
Zu alldem kommt noch die bekannt schwierige Situation in Griechenland hinzu. Selbst noch nicht „gerettet“, sondern nach wie vor auf massive Finanzhilfe seitens der europäischen Währungsunion angewiesen, ruft Griechenland jetzt schon – was in der Sache verständlich erscheint – nach massiver EU-Hilfe bei der Bewältigung des Flüchtlingsstromes. Bislang sind die Verhältnisse sowohl an der griechisch-türkischen (See-)Grenze wie an der griechisch-mazedonischen Grenze chaotisch. Somit stellt sich das EU-Mitglied Griechenland als hautnah betroffener Partner in der angepeilten Zusammenarbeit zwischen EU und Türkei ebenfalls als Wackelkandidat dar. Wie das alles funktionieren soll, bleibt schleierhaft.
Merkwürdigerweise spricht niemand viel über Saudi-Arabien. Dabei ist das genau jenes Land, welches objektiv betrachtet am meisten zur Bewältigung des Flüchtlingsstromes aus Syrien und dem Irak beitragen könnte. Saudi-Arabien ist immerhin der zwölftgrößte Staat der Erde, allein halb zu groß wie die gesamte EU mit ihren 28 Mitgliedsstaaten. Platz wäre genug da, selbst wenn man von den Wüstenregionen absieht. Geld ist in Hülle und Fülle vorhanden, weil das Land auf riesigen Ölvorkommen sitzt, die relativ billig zu erschließen sind und reichlich sprudeln. (2) Außerdem fehlt es nicht an logistischer Erfahrung, denn Saudi-Arabien beherbergt und versorgt jährlich einige Millionen moslemischer Pilger (Mekka). Wenn man noch bedenkt, dass die Kriegsflüchtlinge ganz überwiegend Moslems sind, also dem gleichen Religions- und Kulturkreis wie die Saudis entstammen, dann ist alles in allem genommen nur zu sehr die Frage berechtigt, wieso Saudi-Arabien kein großer Partner bei der Unterbringung und Versorgung der Kriegsflüchtlinge ist?
Diese Frage muss umso hartnäckiger gestellt werden, als Saudi-Arabien bekanntlich mitschuldig an dem Bürgerkrieg in Syrien ist. Es unterstützt die dortigen Rebellen seit Langem mit Geld und Waffenlieferungen. Auf Einzelheiten dazu sei hier verzichtet. Moralisch gesehen wäre Saudi-Arabien sogar verpflichtet, den Kriegsflüchtlingen massiv zu helfen. Warum schweigt man in der EU dazu? Warum sieht man bei EU-Politikern nur betretene Mienen, wenn der herrschende Saudi-Monarch erklärt – diese Erklärung gab es wirklich -, er werde in Europa 200 Moscheen für die dort aufgenommenen Moslems finanzieren. Ist es das, was die EU von Saudi-Arabien erwartet? Soll Europa an der Flüchtlingsmasse herumwürgen, während Saudi-Arabien wohlwollend zuschaut? Will es die EU hinnehmen, dass dieses Land nur zuschaut, obwohl es in Wahrheit sachlich wie kulturell wie moralisch dazu prädestiniert wäre, als großzügiger Helfer für die aus Krieg und Zerstörung in seiner Nachbarschaft flüchtenden Menschen tätig zu werden? Antworten, bitte!

Anmerkungen:

 

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Die Genius-Briefe erscheinen online sechsmal jährlich im Abstand von zwei Monaten.
Die nächste Ausgabe für die Monate Mai–Juni 2016 wird am 1. Juni 2016 heraus kommen.

Bearbeitungsstand: Freitag, 1. April 2016

 

Jan Mahnert
Demokratie und Homokratismus
Wie die Gleichheits-
ideologie der Menschen-
rechte die Demokratie
und die Völker bedroht
GENIUS-EDITION, Band 3
Wien, 2011
ISBN 978-3-9502238-2-8
Preis: 18,70 Euro
[Nähere Informationen]
 

Karl Claus
Die Parteien in der Sackgasse
Das Finale der klassischen Ideologien
GENIUS EDITION, Band 2
Wien, 2007
248 Seiten, 17 x 24 cm
ISBN 978-3-9502238-1-1
Preis: 19,– Euro
[Nähere Informationen]

Dieter Grillmayer
National und Liberal
Die Geschichte der Dritten Kraft in Österreich
GENIUS EDITION, Band 1
Wien, 2006
434 Seiten, 17 x 24 cm
ISBN 978-3-9502238-0-4
Preis: 34,– Euro
[Nähere Informationen]

 

Dr. Peter Wassertheurer
Kurze Geschichte der deutschen altösterreichischen Volksgruppen
Taschenbuch, rund 120 Seiten
13,20 Euro inkl. USt. zuzüglich Versandkosten

„Kurze Geschichte der deutschen altösterreichischen Volksgruppen“ ist eine knappe Vorstellung des Schicksals der Heimatvertriebenen aus Südosteuropa. Auf knapp 120 Seiten in Taschenbuchformat wird die Geschichte der Donauschwaben, der Siebenbürger Sachsen, der Karpatendeutschen und kleinerer Volksgruppen wie der Buchenlanddeutschen oder Landler in gut gestalteten Kapiteln vorgestellt. Umfangreiches Karten- und Bildmaterial bilden eine wichtige und spannende Ergänzung. Der Text ist einfach geschrieben, übersichtlich strukturiert und soll Ihren Bekanntenkreis oder die Enkelgeneration über die Heimat der Großeltern in wenigen Stunden informieren. Es dient außerdem allen Heimatvertriebenen und geschichtlich Interessierten als schnelle und verlässliche Einführung, ohne dass man sich erst mühsam durch Berge von von Büchern durcharbeiten muss. Dieses Taschenbuch macht Sie in kürzester Zeit zu einem Kenner der Geschichte der deutschen Volksgruppen Südosteuropas. Das Buch ist handlich und  kann überall bei Reisen in Zügen und Bussen oder sonstigen Anlässen in der Hand- oder Manteltasche mitgenommen werden.

Bestellungen an:
Dr. Peter Wassertheurer
Ennemosergasse 18
1220 Wien
E-mail: peter.wassertheurer@aon.at

 

Dieter Grillmayer
Schule zwischen Anspruch und Zeitgeist
Fünfzig Jahre Bildungsbaustelle Österreich
Pro Business-Verlag, Berlin 2012,
ISBN 978-3-86386-234-3, 248 Seiten, € 19,80, im Buchhandel erhältlich.

 
Genius – Gesellschaft für freiheitliches Denken, Verein mit Sitz in Wien. ZVR 127778490
A-1010 Wien, Kärntner Straße 10/5, Telefon +43/0/664 3003 701, EMail: verein@genius.co.at
Wiedergabe von Genius-Lesestücken nur mit Zustimmung der Genius-Gesellschaft