Genius-Brief Mai–Juni 2016

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Unter AUFGEBLENDET finden Sie am Ende der Inhaltsangaben aktuelle Hinweise auf besondere Zusammenhänge in Kurzfassung.

Die Verantwortung für die Inhalte der einzelnen Lesestücke tragen deren Verfasser.
Herausgeber ist Dr. Gerulf Stix, Ampass. Die Redaktion leitet Bernd Stracke, Innsbruck.
Beide sind erreichbar über verein@genius.co.at. Über die redaktionelle Linie des Mediums informiert: www.genius.co.at. Die Wiedergabe von Genius-Lesestücken ist nur mit Zustimmung der Genius-Gesellschaft gestattet.

Inhaltsangaben

Ein Bundespräsident mit 0,7 Prozent Vorsprung

Eine derart knappe Entscheidung gab es in Österreich noch nie. Warum der Verlierer dennoch ein politischer Sieger ist, begründet SPECTATOR in seiner Rundum-Betrachtung Die Halbierung Österreichs. Van der Bellen als neuer Bundespräsident wird versuchen, als Retter der gescheiterten SPÖVP-Koalitionen die Wiederbelebungsversuche zu unterstützen.
Lesestück Nr. 01/Mai–Juni 2016 

Der Großkonzern Caritas wächst dank der Migration

Am Beispiel dieser Organisation werden die Dimensionen der „Flüchtlingsindustrie“ deutlich. Bernd Stracke beschreibt in seinem Beitrag Caritas: Sie kann’s nicht lassen das enorme Wachstum dieser Hilfsorganisation gerade in den letzten Jahren. So manche Spender werden sich erstaunt die Augen reiben.
Lesestück Nr. 02/Mai–Juni 2016

Das Narrativ von der Solidarität zieht nicht mehr

Rund 80 Prozent der Bevölkerung in Deutschland vertrauen ihrer Bundesregierung hinsichtlich der Flüchtlingspolitik nicht mehr. Darüber berichtet Stefan Fuchs im Artikel Flüchtlingskrise: Die Nerven liegen blank. Immer mehr EU-Staaten lassen ihre Grenze durch bewaffnete Kräfte kontrollieren. Nicht nur quer durch die Bevölkerung tut sich ein Riss auf, auch in den Kirchen scheiden sich die Geister.
Lesestück Nr. 03/Mai–Juni 2016 

Der Asylumfrage-Fälscher von Gries am Brenner

Das erstaunlich manipulative Treiben eines ÖVP-Altbürgermeisters wurde von der Justiz ebenso erstaunlich milde abgehandelt. Harald Saggener beschreibt in „Aber sonst habe ich nie manipuliert“ das abstruse Weltbild eines Lokalpolitikers, der rund 500 Umfragezettel fälschte, weil er persönlich „für keine Obergrenze“ bei Einwanderern ist.
Lesestück Nr. 04/Mai–Juni 2016 

Ein kultureller Reisebericht mit politischem Hintergrund

Für besinnliche Stunden erzählt hier Wolfgang Schimank, wie viel an Verbindendem zu Tirol einem aufmerksamen Wienbesucher ins Auge fällt: Auf den Spuren Tirols in Wien. Angesichts der gerade jüngst erst wieder aufflammenden Südtirol-Frage tut es wohl, im weitgespannten Bogen kulturell-historischer Beziehungen zwischen Wien und Tirol die enge Verbundenheit der alten Kaiserresidenz mit dem „Land im Gebirge“ zu erfahren.
Lesestück Nr. 05/Mai–Juni 2016 

Goethe und die Liebe

Dieses Verhältnis ist Thema einer unüberschaubaren Literatur geworden. Aber hören beziehungsweise lesen wir doch einfach den großen Klassiker selber, zum Beispiel hier in unserer Zitaten-Truhe. Einerseits die unvergessliche, große Liebe des „König in Thule“ und andererseits die „Rastlose Liebe“ zwischen Schmerz und Glück. Ein unerschöpfliches Thema, solange es Menschen geben wird...
Lesestück Nr. 06/Mai–Juni 2016 

Woher der Begriff „Großer Austausch“ stammt

Hier bespricht unser Autor Jan Mahnert ausführlich das Werk des französischen Autors Renaud Camus und bekundet Respekt: Der unerwartete Vordenker: Renaud Camus und der ,Große Austausch‘“. In Frankreich längst bekannt, liegen seit kurzem drei Bücher Camus’ in einem Band in deutscher Übersetzung vor. Mahnert stellt das Denken des französischen Publizisten in den europäischen Zusammenhang der Diskussionen um die Masseneinwanderung. Eine durch und durch lehrreiche Lektüre!
Lesestück Nr. 07/Mai–Juni 2016 

Die „unheilige Allianz“ rechter und linker Extremisten

Diese brisante These findet sich im 2015 erschienenen Buch des bekannten Politologen Anton Pelinka. Dieses Buch wird hier von Gerulf Stix besprochen: Wie Extreme einander berühren. Es geht um Fundamentalismus und Messianismus, um Europa und die Nationalstaaten und um den Streit zwischen Individual- und Gruppenrechten. Tiefgründige Betrachtung der aktuellen großen Fragen in Europa mit allem Für und Wider.
Lesestück Nr. 08/Mai–Juni 2016 

AUFGEBLENDET
„Von Vancouver bis Wladiwostok“

Geopolitische Entwicklungen brauchen viel länger, als die Spanne eines auch langen Menschenlebens beträgt. Das zeigt sich wieder einmal deutlich bei einer Nachbetrachtung des Wirkens von Hans-Dietrich Genscher, der am 1. April 2016 im Alter von fast 90 Jahren verstarb. Dieser bedeutende FDP-Politiker und langjährige deutscher Außenminister gab im August 2015 der Neuen Zürcher Zeitung ein Interview, welches diese am 3. April 2016 erneut veröffentlichte. Unter Außerachtlassung aller anderen Dinge soll daraus nur eine der wichtigsten Zielvorstellungen Genschers über die künftige Zusammenarbeit der Russen und Amerikaner zitiert werden:
„Wie haben wir den Kalten Krieg überwunden, allerdings unter maßgeblicher Mitwirkung der Europäer. Oder, um es noch deutlicher zusagen, der deutschen Entspannungs- und Sicherheitspolitik... Am Ende stand die Charta von Paris aus dem Jahr 1990. Die ist ein politisches Programm für einen gewaltigen Raum – von Vancouver bis Wladiwostok... Man könnte den 25. Jahrestag dieser Charta... sehr gut nutzen für einen Neuanfang, ... um den Norden der Erdkugel wieder zu stabilisieren.“
Die sich neuerdings wieder vorsichtig anbahnende Zusammenarbeit zwischen den USA und Russland in der Syrienfrage lässt verstehen, wie sehr Genscher es bedauerte, dass das ursprüngliche Konzept nicht nur nicht weiterverfolgt, sondern im Gegenteil sogar zu einem neuen Kalten Krieg geriet. Uns allen sind z. B. die Wirtschaftssanktionen gegen Putin bekannt, deren bittere Folgen wie ein Bumerang gerade auf Europa und damit auch auf Österreich zurückschlagen. Der jüngst nun erst wiederbelebte „Rat für amerikanisch-russische Zusammenarbeit“ belegt die Nachhaltigkeit von Genschers Analyse.

Dieser politische Weitblick Genschers deckt sich im Wesentlichen mit unserem hier seit Langem vertretenen Konzept einer „Achse Washington – Berlin – Moskau“.(1) Dabei geht es um die Verbindung von hauptsächlich zwei Elementen: Erstens werden alle großen Konflikte auf der Nordhalbkugel unserer Welt nur gelöst werden können, wenn die USA, Russland und Europa zusammenarbeiten. Andernfalls würde eine selbstzerstörerische Auseinandersetzung zum Zusammenbruch Europas, aber auch zur entscheidenden Schwächung der Streithähne USA und Russland gegenüber neu aufstrebenden Weltmächten führen. Zweitens geht es um eine Überlebensfrage für uns Menschen in Mitteleuropa, denn es droht „eine neue Art der Einkreisung Deutschlands“ mit allen gefährlichen Konsequenzen. Der sich rund um Deutschland zusammenballende Missmut gegenüber dessen zunehmender Wirtschaftskraft einerseits und andererseits dem erkennbaren Versuch der Nachbarstaaten, Deutschland und Österreich allein an der Masseneinwanderung ersticken zu lassen, belegen, was sich da zusammenbraut.
Ganz Mitteleuropa braucht daher eine feste Verankerung sowohl westlich als auch östlich Europas. Besonders unsere Länder benötigen sowohl die USA als auch Russland als Partner. Wer das nicht einsieht, der sollte – um ein Kreisky-Wort abzuwandeln – „Geschichte lernen“. Die führenden Mächte in Europa müssen alle Kraft darauf verwenden, eine gemeinsame Partnerschaft mit den USA und Russland aufzubauen. Gelingt das nachhaltig, dann wird eine Win-win-Situation für alle Beteiligten, für Europa insgesamt und natürlich für die Amerikaner und Russen entstehen. Ist das nicht ein lohnendes Ziel?

 

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Die Genius-Briefe erscheinen online sechsmal jährlich im Abstand von zwei Monaten.
Die nächste Ausgabe für die Monate Juli–August 2016 wird am 1. August 2016 heraus kommen.

Bearbeitungsstand: Mittwoch, 1. Juni 2016

 

Jan Mahnert
Demokratie und Homokratismus
Wie die Gleichheits-
ideologie der Menschen-
rechte die Demokratie
und die Völker bedroht
GENIUS-EDITION, Band 3
Wien, 2011
ISBN 978-3-9502238-2-8
Preis: 18,70 Euro
[Nähere Informationen]
 

Karl Claus
Die Parteien in der Sackgasse
Das Finale der klassischen Ideologien
GENIUS EDITION, Band 2
Wien, 2007
248 Seiten, 17 x 24 cm
ISBN 978-3-9502238-1-1
Preis: 19,– Euro
[Nähere Informationen]

Dieter Grillmayer
National und Liberal
Die Geschichte der Dritten Kraft in Österreich
GENIUS EDITION, Band 1
Wien, 2006
434 Seiten, 17 x 24 cm
ISBN 978-3-9502238-0-4
Preis: 34,– Euro
[Nähere Informationen]

 

Dr. Peter Wassertheurer
Kurze Geschichte der deutschen altösterreichischen Volksgruppen
Taschenbuch, rund 120 Seiten
13,20 Euro inkl. USt. zuzüglich Versandkosten

„Kurze Geschichte der deutschen altösterreichischen Volksgruppen“ ist eine knappe Vorstellung des Schicksals der Heimatvertriebenen aus Südosteuropa. Auf knapp 120 Seiten in Taschenbuchformat wird die Geschichte der Donauschwaben, der Siebenbürger Sachsen, der Karpatendeutschen und kleinerer Volksgruppen wie der Buchenlanddeutschen oder Landler in gut gestalteten Kapiteln vorgestellt. Umfangreiches Karten- und Bildmaterial bilden eine wichtige und spannende Ergänzung. Der Text ist einfach geschrieben, übersichtlich strukturiert und soll Ihren Bekanntenkreis oder die Enkelgeneration über die Heimat der Großeltern in wenigen Stunden informieren. Es dient außerdem allen Heimatvertriebenen und geschichtlich Interessierten als schnelle und verlässliche Einführung, ohne dass man sich erst mühsam durch Berge von von Büchern durcharbeiten muss. Dieses Taschenbuch macht Sie in kürzester Zeit zu einem Kenner der Geschichte der deutschen Volksgruppen Südosteuropas. Das Buch ist handlich und  kann überall bei Reisen in Zügen und Bussen oder sonstigen Anlässen in der Hand- oder Manteltasche mitgenommen werden.

Bestellungen an:
Dr. Peter Wassertheurer
Ennemosergasse 18
1220 Wien
E-mail: peter.wassertheurer@aon.at

 

Dieter Grillmayer
Schule zwischen Anspruch und Zeitgeist
Fünfzig Jahre Bildungsbaustelle Österreich
Pro Business-Verlag, Berlin 2012,
ISBN 978-3-86386-234-3, 248 Seiten, € 19,80, im Buchhandel erhältlich.

 
Genius – Gesellschaft für freiheitliches Denken, Verein mit Sitz in Wien. ZVR 127778490
A-1010 Wien, Kärntner Straße 10/5, Telefon +43/0/664 3003 701, EMail: verein@genius.co.at
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