Zitaten-Truhe


Von Karl Lubomirski

 

Wir haben unsere Kultur verpfändet. Hoffentlich bleibt Zeit, sie auszulösen. 

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Das größte Kulturereignis war das Backen des ersten Brotes, das verhängnisvollste das Schmelzen des ersten Metalls.

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Die Küste sollte sich nicht für die Ursache des Ozeans halten.

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Früher starb man für die Heimat. Heute stirbt die Heimat für uns.

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Viele, die schnell sprechen, tun es, um so viel wie möglich ihrer Dummheit unterzubringen, ehe man diese merkt.

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Wichtiges kann man auch leise sagen.

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Bildung schützt vor Dummheit nicht.

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Freiheit: Nicht tun, was man will, sondern was man soll.

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Kinder sind die Perlen im Fluss der Zeit.

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Auch wer über den Dingen steht, steht unter dem Himmel.

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An einem einzigen Kiesel Muss ein ganzer Nil vorüber.

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Mit schmutzigen Händen Soll man keine weißen Hemden anziehen.

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Besser ein kleiner Gigant Als ein Riesenzwerg

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Sei Sonne. Die Planeten finden sich.

 

Karl Lubomirski, geboren in Hall in Tirol, wurde als Kaufmann ausgebildet. Er lebt heute in Brugherio bei Mailand. Lubomirski bereiste 53 Länder, las in den meisten Staaten Europas, in den USA und Russland. Er ist Träger hoher Auszeichnungen, darunter des österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst erster Klasse, und Gegenstand dreier Diplomarbeiten an italienischen Universitäten (Universität Mailand, Universität Parma, Universität Verona). Von 1987 bis 1997 war er Präsident des P.E.N.-Clubs Liechtenstein. Er übersetzte auch die Gedichte des florentinischen Malers und Lyrikers Paolo Frosecchi ins Deutsche. 

Bearbeitungsstand: Samstag, 29. Juli 2017
 
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