Die Weltwirtschaft erholt sich langsam


2. Teil von „Donnergrollen auf der Weltbühne“

 

Von Bertram Schurian

Trotz all dieser im vorangegangenen Teil 1 geschilderten[1] recht beängstigenden Entwicklungen ist die Weltwirtschaft im Jahre 2016 mit real 3 % in etwa dem gleichen Ausmaß wie 2015 gewachsen. Die Wachstumsträger befanden sich vor allem in Asien, während Europa und Nordamerika immerhin um real 2 % wuchsen. 

In den vergangenen Jahren waren die Vorschauen für wirtschaftliches Wachstum sowohl vom IMF[2] als auch von der OECD[3] für Amerika und Europa immer zu hoch eingeschätzt worden. Im April 2017 hat der IMF jedenfalls die Voraussichten für das Wachstum der Weltwirtschaft im Jahre 2017 und 2018 nach oben auf real 3,5 % gesetzt. Laut Berichten der Weltbank sieht es ganz danach aus, als ob sich die konjunkturellen Voraussichten für Europa und für die USA erhellen. Viele Indikatoren weisen darauf hin, besonders die deutlich bessere Arbeitsmarktsituation, dass sich das Wachstum allgemein in einem Aufwärtstrend befindet. Gerade in den so wichtigen zentraleuropäischen Ländern wie Deutschland, Österreich, der Schweiz, Ungarn und Tschechien sowie Holland und Belgien ist eine deutlich bessere Lage entstanden als noch vor einem Jahr. 

Die gestiegene Konsumneigung, der Export und die Investitionstätigkeit sind die Hauptstützen dieser günstigen Entwicklung. Es zeigt sich auch, dass die Entwicklung in der Eurozone besser verläuft als in den USA. Die EZB[4] meint, dies sei in der Hauptsache auf ihre Politik des leichten Geldes zurückzuführen. Dies mag bis zu einem gewissen Grad stimmen, jedoch ist der Hauptgrund für diese relativ gute Entwicklung das starke Wachstum in Deutschland, Holland und Österreich. In diesen drei Ländern werden daher die Schulden des Staates als Prozentsatz zum erwirtschafteten Bruttoinlandsprodukt aller Voraussicht nach sinken. Von allen Forschungsinstituten wird jedoch nachdrücklich darauf hingewiesen, dass die Vorschauen auch mit großen Risiken behaftet sind. Die politischen Unsicherheiten in Europa sind nach wie vor hoch. Die konservative Partei in Großbritannien hat ihre Mehrheit im Parlament verloren und ist jetzt auf den Goodwill und die Zusammenarbeit mit der Nordirischen Demokratischen Union angewiesen, wenn sie weiterhin die Regierung stellen will. Die Arbeiterpartei hat kräftig dazugewonnen. Die politische Lage im Vereinigten Königreich ist verworrener denn je. Die Verhandlungen Großbritanniens über seinen Austritt aus der EU werden dadurch nicht zügiger vorangehen als vorgesehen. Auch die Parlamentswahlen zum Bundestag in Deutschland und die Parlamentswahlen in Österreich waren bzw. sind ebenfalls mit großen Unwägbarkeiten verbunden. 

Leben in einer digitalisierten Welt

Ein Problemfeld, das stets an Bedeutung gewinnt, ist die Digitalisierung und Automatisierung von Arbeitsprozessen in der Wirtschaft weltweit. Wenn die Digitalisierung in dem Tempo wie bisher fortschreitet, wird dies einen ungeahnten Strukturwandel verursachen. Davon werden nicht nur die Industrie, sondern auch und in verstärktem Maße die Dienstleistungssektoren betroffen werden. In verschiedenen Branchen, wie dem Automobilsektor, dem Banken- und Versicherungssektor, dem Großhandels- wie Detailhandelssektor ist dies schon deutlich wahrnehmbar. Warum diese Entwicklung vor Ärzten, Krankenanstalten, Universitäten, Rechtsanwälten und Apotheken Halt machen soll, ist nicht erklärbar. 

Dies bedeutet, dass die Nachfrage nach hoch qualifizierten Kräften tendenziell stark zunehmen wird. Dieser sich vollziehende Strukturwandel bedeutet daher auch, dass auf steigende Qualifizierung der Menschen geachtet werden muss. Es wird sich auch die Frage stellen, wie mit Menschen, die diese erforderliche Qualifizierung nicht erreichen, umgegangen werden soll, ohne den gesellschaftlichen Zusammenhalt und sozialen Frieden zu gefährden. Es bedeutet auch, dass in Schulen und Universitäten die Lehrpläne an die sich verändernde Sachlage angepasst werden müssen. Bildung im weitesten Sinn des Wortes, Sprachkenntnisse und Kenntnisse im Umgang mit elektronischen Hilfsmitteln werden für jedermann, ob alt oder jung, von ausschlaggebender Bedeutung werden. Wer sein Erziehungs- und Schulsystem nicht auf diese Herausforderung einstellt, wird in der zukünftigen Wirtschaft zu den Verlierern zählen. 

Unerwartete Folgen von Migration

In den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts kamen die ersten Arbeits-Migranten auf Einladung der Bundesrepublik Deutschland aus Italien als so genannte „Gastarbeiter”, von denen erwartet wurde, dass sie nach Ablauf ihrer Kontrakte wieder in ihr Heimatland zurückkehren würden. In europäischen Ländern, die eine Vergangenheit als Kolonialmacht hatten, war diese Art der Migration geläufig. Für Deutschland, Österreich und die skandinavischen Länder war das etwas Neues. Viele dieser Arbeits-Migranten zogen es jedoch vor, in ihren Gastländern zu bleiben bzw. erst nach ihrer Pensionierung in ihre Heimatländer zurückzukehren. In den sechziger Jahren wurden dann Abkommen mit der Türkei geschlossen, um diese Arbeitsmigration in geordnete Bahnen zu lenken. Im Sommer 2015 waren viele Menschen, die aus den umkämpften Gebieten des Nahen Ostens über die Türkei nach Europa flohen, in Ungarn in Not geraten und wussten nicht mehr wie weiter, denn die ungarische Regierung zeigte keine Neigung, diese Menschen auf ihrem Territorium zuzulassen. In dieser Situation sah die deutsche Bundeskanzlerin eine Chance, die Ideen der europäischen Wertegemeinschaft, die da lauten: Pluralismus, Nichtdiskriminierung, Toleranz, Gerechtigkeit, Solidarität und Gleichheit von Frauen und Männern für offensichtlich in Not geratene Menschen in Deutschland zu verwirklichen. Leider hat sie dabei ihre Gesinnungsethik der Verantwortungsethik vorangestellt. Damit hatte sie jedoch die Rechnung ohne den Wirt gemacht. 

Im Buch von Robin Alexander „Die Getriebenen” wird der Hergang dieser Ereignisse in der entscheidenden Periode von September 2015 bis Juli 2016 detailliert geschildert. Ein besonderes Licht wird auf die politischen Hauptverantwortlichen geworfen, deren Motive alles andere als edel genannt werden können. Feigheit vor der Verantwortung war die unausgesprochene Devise. Niemand von diesen Spitzenpolitikern hat sich mit Ruhm bekleckert und am allerwenigsten die Bundeskanzlerin selbst. Und was man aus diesem Buch erfährt, ist mehr als entlarvend. Auf jeden Fall wurden die Regeln des Schengenabkommens nicht beachtet; es wurden keine Kontrollen an den Grenzen durch staatlich dazu befugte Organe ausgeübt und auch sonst alle Sicherheitsvorkehrungen missachtet! In diesem Licht betrachtet und auch im Hinblick auf die inzwischen vorgefallenen Attentate in Europa, ist es nicht verwunderlich, wenn das Vertrauen der Bürger in ihre Politiker auf ein Minimum gesunken ist und die Bürger die „Willkommenskultur“ durch eine „Abschiebekultur“ ersetzt sehen wollen. 

Die Angst der Bürger vor islamischem Extremismus und Terrorismus und die diffuse Ahnung, die Politiker seien bei der Lösung dieser Probleme total überfordert, hat erschreckende Ausmaße angenommen. Auch die EU hat ihre Hilflosigkeit gezeigt. Sie kann nicht einmal die Außengrenzen von Europa effektiv schützen!

Auch die Feststellung einiger Spitzenpolitiker und hoher Würdenträger der Kirchen, der Islam gehöre zu Deutschland, kann nur Kopfschütteln hervorrufen. Auffällig ist, dass gerade katholische Länder wie Ungarn, Slowakei und Polen sich entschieden, weniger Menschen aus islamischen Ländern bei sich aufzunehmen. Selbst ein relativ freisinniges Land wie die Tschechische Republik verschließt sich vor Zuwanderern aus islamischen Ländern. Der europäische Wertekanon ist inkompatibel mit dem Wertekanon in islamischen Ländern. 

Diese Tatsache lässt sich nicht durch noch so viele Diskussionsrunden unter den Teppich kehren. „Deutschland stößt gerade an seine Grenzen als neue moralische Hegemonialmacht. Dass allein guter Wille nicht ausreicht, um hochkomplexe Probleme zu lösen, wird dem Land immer schmerzhafter bewusst. Nichtsdestotrotz wandelt sich diese Konzeptlosigkeit in der Flüchtlings/Migrationskrise immer mehr zu einem Sozialexperiment mit ungewissem Ausgang”, so der Politikwissenschaftler Oliver Cyrus in der Tageszeitung „Die Presse”. Die meisten Menschen, die heute nach Europa, hauptsächlich jedoch nach Deutschland/Österreich/Schweden kommen, stammen aus bildungsfernen Schichten, denen das Konzept der Aufklärung vollkommen wesensfremd ist. Die Idee, man könnte tief verwurzelte Denk- und Kulturpraktiken mittels Kursen verändern, ist sträflich naiv und daher abzulehnen. 

Aus all den hier dargelegten Gründen ist die Masseneinwanderung nach Europa entgegen so mancher Behauptung keine Hilfe für den weiteren Aufschwung der Wirtschaft. Sie ist auch keine Hilfe, um den häufig beklagten Mangel an Facharbeitern zu beheben. An einer besseren Bildungspolitik für die einheimische Bevölkerung führt kein Weg vorbei. 

Machtfaktor Mineralöl und Erdgas

Die OPEC – das machtlose Kartell, so titelte „Die Presse” am 25. Mai 2017 in ihrer Economist-Beilage. Ganz so ist es natürlich nicht. Tatsächlich hat die OPEC in den vergangenen Jahren weitgehend die „Pricing power” für das Mineralöl, und damit zusammenhängend das Erdgas, verloren. Im Dezember 2016 produzierten Russland rund 10,5 Millionen Barrels Rohöl pro Tag, Saudi-Arabien ebenfalls 10,5 Millionen und die USA 8,8 Millionen. Wenn sich die größten Mineralölproduzenten der Welt, nämlich Russland und Saudi-Arabien, zusammentun und beschließen, die Mineralölförderung für weitere neun Monate auf einem bestimmten Niveau zu halten, dann geht davon doch ein gewisses preiswirksames Signal aus. Der WTI (West Texas Intermediary) Rohölpreis steht auf US-$ 47,20, ist also eine Spur niedriger als vor einem Jahr, aber immer noch deutlich niedriger als vor fünf Jahren. Der europäische Rohölpreis (Brent Crude) steht bei einer Notierung von US-$ 49,40, verglichen mit US-$ 50,60 vor einem Jahr. Auch er ist noch deutlich niedriger als vor fünf Jahren. 

Der gewaltige Überhang an Vorräten und die US-amerikanische Politik, die auf eine weitere Erhöhung ihrer Ölproduktion setzt, machen es wahrscheinlich, dass der Rohölpreis in nächster Zeit im besten Fall um die US-$ 50 herum fluktuieren wird. Die Vereinigten Staaten wollen unabhängiger von Rohöl-Einfuhren werden und erhöhen deswegen ihre eigene Produktion, während Saudi-Arabien und Russland, die beide stark vom Ölpreis für ihre nationalen Budgets abhängig sind, einen steigenden bzw. stabilen Ölpreis wünschen. Wer in diesem Machtkampf die Oberhand gewinnen wird, ist noch nicht entschieden, denn viele der anderen Produzenten von Rohöl und Erdgas, wie der Iran, Irak, Syrien, Libyen, Nigeria und Venezuela, um nur ein paar zu nennen, haben die Erlöse aus dem Verkauf von Rohöl ebenfalls dringend nötig. Die USA streben jedenfalls danach, die weltweite Dominanz im Mineralölmarkt und damit die Pricing-Power für diesen wichtigen Rohstoff zu erreichen. Ihre Ausgangslage ist sehr gut, denn immer noch werden in den USA wirtschaftlich verwertbare Ölfelder gefunden und auch die in anderen Ländern umstrittene Methode des „fracking” trägt nach wie vor zu diesem Ziel bei.

Andere Rohstoffpreise

Wenn man die Entwicklung der Welthandelspreise für Kupfer, Gold, Mais, Getreide und Baumwolle betrachtet, dann ist hier ein leichter Anstieg gegenüber dem Niveau von vor einem Jahr zu sehen. Im fünfjährigen Trend liegen die Preise immer noch am unteren Rand der Preisfluktuationen. Diese Entwicklung deutet auf eine bescheidene, doch nachhaltige Belebung im Welthandel hin. Dies wird noch bestätigt durch die Entwicklung der Kosten für Gütertransport im Seeverkehr. Der Baltic Dry Index steht gegenwärtig auf dem Niveau von US-$ 821 für Frachtkosten per Tag. Im Februar 2016 hatte dieser Index einen absoluten Tiefpunkt mit US-$ 297 erreicht, seitdem hat er sich etwas erholt. Vor einem Jahr stand er noch auf US-$ 606.

Der Konflikt in Syrien und davor im Irak und Libyen dreht sich überwiegend um den Rohstoff Öl und dem damit verbundenen Erdgas. Die westlichen Industriestaaten, Russland, China, der Iran und die Staaten im Persischen/Arabischen Golf kämpfen um die beste Ausgangslage für Öl- und Gas-Lieferungen für den großen und sehr interessanten europäischen Markt. Im Persischen bzw. Arabischen Golf befinden sich rund 31 % der weltweiten Gasreserven, wobei in dem bestimmten Pars-Gasfeld der Iran über 18 %-Punkte verfügt und Katar über 13 %-Punkte. Der große Streit geht darum, wie und entlang welcher Wege das Erdgas seine Bestimmung erreichen soll, wofür anscheinend alle Mittel der offenen und geheimen Kriegsführung gerechtfertigt sind. Die erneuten US-amerikanischen Interventionen in Syrien erklären sich vor diesem Hintergrund. China hält sich in diplomatischer Weise dabei sehr zurück, denn es kämpft zudem auch noch um landwirtschaftliche Anbauflächen in anderen Gebieten der Erde, um seine Nahrungsmittelsicherheit für die Zukunft zu gewährleisten. Russland ist mittlerweile zum wichtigsten Produzenten und Exporteur für Getreide geworden, wovon China und auch einige Staaten im Mittleren Osten profitieren. 

Die leidige Klimadiskussion

Nachdem sich Al Gore mit seinem Film „An Inconvenient Truth” schon im Jahre 2006 über die Klimaproblematik kräftig blamiert hatte und der Streifen auf weite Strecken als „fake news” entlarvt wurde, sah sich auch Präsident Obama im November 2015 genötigt, in einer Rede zu erwähnen, dass der so genannte anthropogene Treibhauseffekt die größte Gefahr und Herausforderung für die USA und die Welt darstellten. Trotz gegenteiliger Auffassungen vieler Wissenschaftler wurde an dieser Meinung von wichtigen Spitzenpolitikern in der Welt daran festgehalten.

Im Dezember 2015 wurde dann auf der UN-Klimakonferenz in Paris ein Übereinkommen zwischen 195 Mitgliedsstaaten der Vereinigten Nationen verabschiedet. Es trat im November 2016 in Kraft, nachdem 55 Staaten, die mindestens 55 % der so genannten schädlichen Emissionen verursachen, es ratifiziert hatten. Mit Stand vom 1. Juni 2017 erkennen es alle Staaten der Erde bis auf Syrien, Nicaragua und die USA an. Am 31. Mai 2017 sind die Vereinigten Staaten nämlich aus dem Pariser Klimaabkommen ausgestiegen (die USA überlegen, auch aus dem UN-Menschenrechtsrat auszusteigen, weil dieser eine „chronische” Anti-Israel-Politik vertritt und zudem keine Kritik an linksgerichteten Regimen duldet). Ehe man Präsident Trumps Rede zu der so genannten Klimaproblematik negativ beurteilt, sollte man doch sehr genau hinsehen, was die Konsequenzen des Pariser Übereinkommens für uns alle wären. In diesem Dokument ist es jedem Staat freigestellt, inwieweit und wieviel CO2-Emissionen er reduzieren will. Trumps Rede war insofern entlarvend, als sie die Unehrlichkeit dieses Abkommens deutlich machte. In der etablierten Presse geht man immer noch von der schon längst als falsch erwiesenen Annahme aus, dass die vom Menschen verursachte CO2-Emissionen eine Erderwärmung verursachen, die bei Überschreitung von zwei Grad Celsius irreversible Schäden für die Menschheit nach sich zögen. Tatsächlich wird dies lediglich zur Begründung einer globalen Transformation der Gesellschaft benutzt. Es soll zu einer Dekarbonisierung und als Folge davon zu einer Deindustrialisierung der heutigen Industriestaaten kommen.

Mit dem Klimaabkommen sollen die westlichen Industriestaaten verpflichtet werden, US‑$ 100 Milliarden pro Jahr in einen „Green Climate Fund” zu überweisen. Durch die vollständige Umsetzung des Pariser Abkommens wäre jedoch im besten Fall lediglich eine Reduzierung der Erderwärmung von 0,2 Grad Celsius zu erwarten. Die Begeisterung von Ländern wie China, dem Umweltsünder Nummer eins, dem bis 2030 erlaubt wird, seine Emissionen ungefiltert abzugeben, und Indien, wo es ähnlich zugeht wie in China, für dieses Abkommen basiert jedenfalls auf der Hoffnung, wirtschaftliche Vorteile genießen zu können. Unliebsame Konkurrenz auf dem Weltmarkt wird dann ausgeschaltet sein. Trumps Rede beruht auf wissenschaftlich unterbautem Fundament und seiner persönlichen Auffassung, Schaden von seinem Land abwehren zu müssen. Keineswegs ist es eine Marotte von ihm, sondern eine kühle Kosten-Nutzen-Analyse. Dass er damit viele, die ein großes Interesse an der Ausführung dieses Abkommens haben, vor den Kopf stößt, ist evident. 

Auch in Deutschland mehren sich die Stimmen, gerade auch in der CDU, die große Zweifel am Nutzen dieses Klimaabkommens haben, und die mehr und mehr die Fragwürdigkeit der Energiewende betonen. Großbritannien wird seine Investitionen für erneuerbare Energie in den kommenden drei Jahren um 95 % kürzen. Schweden plant angeblich die Errichtung neuer Kernkraftwerke. 

Wem diese Aussagen, die Trump in seiner Rede anführt, jedoch merkwürdig vorkommen, der möge auch die reichhaltige kritische Literatur zu diesem Thema konsultieren. Vor allem aber die Argumente des dänischen Wissenschaftlers Dr. Björn Lomborg und die Einsichten von Prof. Richard S. Lindzen, Physiker am Massachusetts Institut of Technology, Cambridge/Boston. 

Die Weltwirtschaft wird sich so oder so in Zukunft deutlich verändern. Viele lieb gewordene Sicherheiten sind in den letzten zwanzig Jahren wie der Schnee vor der Sonne verschwunden. Viele Dinge haben sich überlebt und viel Neues, das manche von uns überfordert, stürmt auf uns ein. Sind wir gut genug gerüstet für diese Herausforderungen? Der Skribent dieses Textes hat da so seine Bedenken und schaut recht sorgenvoll in die Zukunft. 

Anmerkungen

[1] Bertram Schurian, Donnergrollen auf der Bühne der Welt, Lesestück Nr. 2, Genius-Brief Juli–August 2017

[2] International Monetary Fund, Internationaler Währungsfonds, auch bekannt als Weltwährungsfonds

[3] Organisation for Economic Co-operation and Development, Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

[4] Europäische Zentralbank

Bearbeitungsstand: Donnerstag, 28. September 2017
 
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