Genius-Brief November–Dezember 2017

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Unter AUFGEBLENDET finden Sie am Ende der Inhaltsangaben aktuelle Hinweise auf besondere Zusammenhänge in Kurzfassung.

Die Verantwortung für die Inhalte der einzelnen Lesestücke tragen deren Verfasser.
Herausgeber ist Dr. Gerulf Stix, Ampass. Die Redaktion leitet Bernd Stracke, Innsbruck.
Beide sind erreichbar über verein@genius.co.at. Über die redaktionelle Linie des Mediums informiert: www.genius.co.at. Die Wiedergabe von Genius-Lesestücken ist nur mit Zustimmung der Genius-Gesellschaft gestattet.

 

Inhaltsangaben

Sebastian Kurz und HC Strache derzeit flott unterwegs

Anders als in Deutschland scheinen die Regierungsverhandlungen in Österreich gut geölt auf Schiene zu laufen. Gerald Brettner-Messler analysiert die Folgen der Nationalratswahl vom 17. Oktober 2017 in seinem Rundblick unter dem Titel Österreich wird anders und wagt eine Vorschau auf die kommenden 4 Landtagswahlen. Die Hoffnungen der intern zerstrittenen Grünen klammern sich an den Umstand, dass sie sich in drei Bundesländern in einer Koalition mit der ÖVP befinden.
Lesestück Nr. 01/November–Dezember 2017

Tschechien – Land voller „ausgegrenzter Ausgrenzer“

Von der medialen Öffentlichkeit viel zu wenig beachtet wurden die Oktober-Wahlen in unserem nördlichen Nachbarland Tschechien. Dessen Intim-Kenner und häufiger Genius- Autor Lothar Höbelt erklärt hier, was es mit dem dortigen Sieg des Milliardärs Babiš auf sich hat: Tschechien: Niederlage aller linken Parteien. Erstaunlich ist die Parallelität der tschechischen Wahlergebnisse mit denjenigen in Österreich und Deutschland. Es tut sich was in Europa...
Lesestück Nr. 02/November–Dezember 2017

Nirgendwo geht es ohne Führung!

Die „herrschaftslose Gesellschaft“ ist pure Illusion. Dass gerade auch die Demokratie auf allen Ebenen Führung braucht, legt Gerulf Stix im Aufsatz Demokratie und Führung gründlich dar. Allerdings kommt es auf den Charakter und das Wollen der Führenden an. Demokratische Führung ist stets ein Balanceakt. Autoritäre „Versuchungen“ bleiben keiner Demokratie erspart. Das lehrt die Erfahrung.
Lesestück Nr. 03/November–Dezember 2017

Die Armen der Welt drängen in unsere Sozialsysteme

Früher als „rechtsradikal“ verteufelt, setzt sich inzwischen mehrheitlich die Einsicht durch, dass die Masseneinwanderung in unsere hochentwickelten Sozialsysteme zu unhaltbaren Zuständen führt. Eberhard und Eike Hamer gehen in ihrem Beitrag Global offene Sozialsysteme halten nie diesem Sachverhalt auf den Grund. Analysiert werden die nord- und mitteleuropäischen Sozialsysteme, besonders dasjenige Deutschlands. Werden diese Systeme aus vielleicht sogar humanitären Gründen weltweit geöffnet, so brechen sie unweigerlich zusammen.
Lesestück Nr. 04/November–Dezember 2017

Denkverbote gegen die Meinungsfreiheit

Die so genannte Political Correctness würgt in ganz Europa die demokratisch gebotene Meinungsfreiheit ab. Bertram Schurian zählt Beispiele auf: „Political Correctness“ als Gefahr für Gedankenfreiheit und Demokratie. Politische Diskussionen sind kaum mehr möglich, ohne dass es zu wüsten Beschimpfungen oder gar tätlichen Auseinandersetzungen kommt. Die Ausgrenzung Andersdenkender ist an der Tagesordnung. Besonders die sich als Antifa-Kämpfer bezeichnenden Diffamierer wollen oft nicht wahrhaben, dass sie sich selbst faschistischer Methoden bedienen. Sie gerieren sich oft geradezu als Anti-Demokraten, indem sie beispielsweise demokratische Wahlergebnisse einfach nicht zur Kenntnis nehmen wollen.
Lesestück Nr. 05/November–Dezember 2017

Das Geheimnis der niedrigen Arbeitslosigkeit in Skandinavien

Anders als Frankreich mit seinem unbeweglichen Arbeitsmarkt setzen die Skandinavier auf einerseits rasche Kündigungsmöglichkeit und andererseits zugleich auf hohe Absicherung der Arbeitslosen. Hanns-Arnulf Engels schildert dieses höchst erfolgreiche System: Flexicurity - Das skandinavische Arbeitsmodell. Die durchwegs sozialdemokratisch geführten Länder in Nordeuropa machen es uns vor, dass „Sozialpartnerschaft“ auch ohne verpflichtendes Kammern-System wie im verzopften Österreich sehr gut funktionieren kann.
Lesestück Nr. 06/November–Dezember 2017

„In der rechten Tonart kann man alles sagen; in der falschen nichts.“

Die geistreich-witzigen Sprüche aus dem Mund des irischen Nobel-Preisträgers George Bernard Shaw bilden einen schier unerschöpflichen Fundus. In unserer Zitaten-Truhe finden sich ausgewählte Bonmots von erstaunlicher Aktualität. Am besten, Sie schauen sich das selbst einmal an!
Lesestück Nr. 07/November–Dezember 2017

„Zu Mantua in Banden …“

Andreas Hofer, der Sandwirt aus dem Südtiroler Passeiertal, wurde zum Mythos für unbändigen Freiheitswillen. Den Menschen dahinter und das politische Gezerre um das vorbildliche Profil dieses einfachen Mannes aus dem Volk beschreibt Reinhard Olt in seinem Beitrag Zum 250. Geburtstag von Andreas Hofer. Durch mehrfachen Verrat wurde dieser mutige Tiroler nach großen Erfolgen letzten Endes zum Märtyrer. Als solcher lebt er als Symbolfigur für Selbstbestimmung und Unabhängigkeit seit Generationen weiter.
Lesestück Nr. 08/November–Dezember 2017

Schwarze Geheim-Diplomatie gegen Südtirol aufgedeckt!

Helmut Golowitsch hat in einem jüngst erschienen Buch üble Machenschaften rund um die Südtirol-Frage aufgedeckt. Dieses sensationell zu nennende Buch bespricht Reinhard Olt hier unter dem Titel: Konspirative politische Händel zu Ungunsten Südtirols. Grell beleuchtet wird die bislang praktisch nicht bekannte, höchst dubiose Rolle, die die ÖVP-Figur des Rudolf Moser jahrelang – auch hinter dem Rücken Wallnöfers und Kreiskys – zu Gunsten des italienischen Zentralstaates im Stillen spielte. Angesichts dieser neuesten Erkenntnisse muss die Geschichte um die Belange Südtirols nach 1945 tatsächlich umgeschrieben werden.
Lesestück Nr. 09/November–Dezember 2017

AUFGEBLENDET
„Wer Zentralismus sät, wird Separatismus ernten.“

Dieses Zitat bezieht sich nicht auf die EU, sondern auf die dramatische Situation in Spanien. Es stammt aus der Tageszeitung „Die Presse“ vom 4. November 2017, wo es im Untertitel unter dem zitierten Haupttitel weiter heißt: „Die Gegner des Regionalismus und Vertreter des nationalen Zentralismus sind die eigentlichen Sargnägel einer Einigung Europas.“ Dem ist nicht mehr viel hinzuzufügen, weil das Wesentliche gesagt ist. Die überharte Vorgangsweise des in Madrid amtierenden Herrn Rajoy gegen die in Barcelona nach Selbstbestimmung rufenden Katalonen mag kurzfristig nach Erfolg riechen, langfristig wird sie die Abspaltungstendenzen der Katalonen nur verstärken. Die Zukunft wird das zeigen.
Dabei wollten die Katalonen ursprünglich nur mehr Autonomie innerhalb Spaniens! Aber der spanische Zentralstaat erteilte allen diesen Wünschen eine beinharte Absage. So schaukelte sich der Konflikt auf. Juristisch gesehen ist Madrid sogar im Unrecht, obwohl es sich auf „seine“ Verfassung beruft. Kein Geringerer als Alfred de Zayas, US-amerikanischer Universitätsprofessor und UN-Völkerrechtsexperte, der die Vertreibungen der deutschen Bevölkerung nach 1945 als „Kriegsverbrechen“ bezeichnete (1), schrieb u. a. Folgendes zur Katalonien-Frage:
„Spanien muss daran erinnert werden, dass die Selbstbestimmung ein Recht der Völker ist und kein Vorrecht von Staaten, das sie gewähren oder verweigern können. Territoriale Integrität im Verständnis der Vereinten Nationen ist ein Anspruch nach außen mit dem Ziel, auswärtige Drohungen oder Eingriffe in die territoriale Integrität souveräner Staaten abzuwehren. Im Fall eines Konflikts zwischen den Prinzipien der territorialen Integrität und dem Menschenrecht auf Selbstbestimmung überwiegt letzteres.“ (2)
Das Verlangen nach echter Autonomie ist hierzulande allein schon wegen Südtirol allen mehr als geläufig. Unlängst bekamen die Südtiroler in ihrem Kampf gegen die Zentralisten in Rom sogar praktische Unterstützung durch das Ergebnis der Referenden vom 22. Oktober 2017 in der Lombardei und in Venetien. Diese von der Lega Nord initiierten Referenden erbrachten bei erstaunlich hoher Wahlbeteiligung 95 bzw. 98 % JA-Stimmen für mehr Autonomie, insbesondere fiskalische Autonomie. Unverkennbar lebt hier der Wunsch, Italien nach föderalistischen Strukturen umzubauen.
Diesen in ganz Europa verbreiteten Wunsch nach Föderalismus sollten auch die Zentralisierer in der EU endlich einmal ernst nehmen!
Der noch lange nicht ausgestandene Konflikt zwischen Madrid und Barcelona zeigt aber auch ein weltweit bestehendes Grundproblem auf, nämlich die zwei im öffentlichen Verständnis unterschiedlich geltenden Nationsbegriffe. Nach dem einen, dem „völkischen“ Nationsbegriff ist der Staat nur die Organisationsform eines Volkes. Nach dem „französischen“ Nationsbegriff, der im Westen vorherrscht und besonders von den Multikulturalisten vertreten wird, ist der Staat selbst die Nation und seine Staatsbürger – egal welcher Zusammensetzung – bilden sein „Volk“. In Wirklichkeit sind die jeweiligen Grenzziehungen zwischen den Staaten reine Ergebnisse der (historischen) Machtpolitik. So beschreibt dies etwa Guy Héraud. Die Weltgeschichte liefert dafür unzählige Beispiele. Ein ganz aktuelles Beispiel führen uns gegenwärtig die Staaten Türkei, Iran und Irak vor Augen. Alle drei Staaten verteidigen kompromisslos „ihre“ Staatsgrenzen und verweigern damit einem ganzen Volk, nämlich den Kurden, die im Ländereck aller drei Staaten siedeln, den Wunsch nach dem heiß ersehnten „eigenen“ Staat. Man kann stark vereinfacht sagen: Hier steht Nationalismus gegen Nationalismus – allerdings gänzlich verschieden definiert. Entschieden werden alle diese Streitigkeiten leider nicht durch das Völkerrecht, sondern durch brutale Machtpolitik. Dieser oft auch blutig rote Faden zieht sich durch alles weltpolitische Geschehen – von Südtirol, über den Balkan, die Krim bis nach Asien. Spanien und damit Katalonien ist da nur einer von vielen ähnlichen Brandherden.

 

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Die Genius-Briefe erscheinen online sechsmal jährlich im Abstand von zwei Monaten.
Die nächste Ausgabe für die Monate Jänner–Februar 2018 wird am 1. Februar 2018 heraus kommen.

Bearbeitungsstand: Freitag, 1. Dezember 2017

 

Dieter Grillmayer
Dritte Kraft mit neuem Schwung
Österreichs Innenpolitik
2006–2016
im internationalen Kontext
GENIUS-EDITION, Band 4
Wien, 2017
ISBN 978-3-9504378-0-5
Preis: 19,90 Euro

Jan Mahnert
Demokratie und Homokratismus
Wie die Gleichheits-
ideologie der Menschen-
rechte die Demokratie
und die Völker bedroht
GENIUS-EDITION, Band 3
Wien, 2011
ISBN 978-3-9502238-2-8
Preis: 18,70 Euro
[Nähere Informationen]
 

Karl Claus
Die Parteien in der Sackgasse
Das Finale der klassischen Ideologien
GENIUS EDITION, Band 2
Wien, 2007
248 Seiten, 17 x 24 cm
ISBN 978-3-9502238-1-1
Preis: 19,– Euro
[Nähere Informationen]

Dieter Grillmayer
National und Liberal
Die Geschichte der Dritten Kraft in Österreich
GENIUS EDITION, Band 1
Wien, 2006
434 Seiten, 17 x 24 cm
ISBN 978-3-9502238-0-4
Preis: 34,– Euro
[Nähere Informationen]

 

Dr. Peter Wassertheurer
Kurze Geschichte der deutschen altösterreichischen Volksgruppen
Taschenbuch, rund 120 Seiten
13,20 Euro inkl. USt. zuzüglich Versandkosten

„Kurze Geschichte der deutschen altösterreichischen Volksgruppen“ ist eine knappe Vorstellung des Schicksals der Heimatvertriebenen aus Südosteuropa. Auf knapp 120 Seiten in Taschenbuchformat wird die Geschichte der Donauschwaben, der Siebenbürger Sachsen, der Karpatendeutschen und kleinerer Volksgruppen wie der Buchenlanddeutschen oder Landler in gut gestalteten Kapiteln vorgestellt. Umfangreiches Karten- und Bildmaterial bilden eine wichtige und spannende Ergänzung. Der Text ist einfach geschrieben, übersichtlich strukturiert und soll Ihren Bekanntenkreis oder die Enkelgeneration über die Heimat der Großeltern in wenigen Stunden informieren. Es dient außerdem allen Heimatvertriebenen und geschichtlich Interessierten als schnelle und verlässliche Einführung, ohne dass man sich erst mühsam durch Berge von von Büchern durcharbeiten muss. Dieses Taschenbuch macht Sie in kürzester Zeit zu einem Kenner der Geschichte der deutschen Volksgruppen Südosteuropas. Das Buch ist handlich und  kann überall bei Reisen in Zügen und Bussen oder sonstigen Anlässen in der Hand- oder Manteltasche mitgenommen werden.

Bestellungen an:
Dr. Peter Wassertheurer
Ennemosergasse 18
1220 Wien
E-mail: peter.wassertheurer@aon.at

 

Dieter Grillmayer
Schule zwischen Anspruch und Zeitgeist
Fünfzig Jahre Bildungsbaustelle Österreich
Pro Business-Verlag, Berlin 2012,
ISBN 978-3-86386-234-3, 248 Seiten, € 19,80, im Buchhandel erhältlich.

 
Genius – Gesellschaft für freiheitliches Denken, Verein mit Sitz in Wien. ZVR 127778490
A-1010 Wien, Kärntner Straße 10/5, Telefon +43/0/664 3003 701, EMail: verein@genius.co.at
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