Zitaten-Truhe


Energie

Was ist Energie? Wir wissen es nie.

Wir können sie auch nicht produzieren, nur technisch irgendwie transformieren, von einer Form in die andere bringen, um Nutzen für uns ihr abzuringen. Doch kommt Energie, entfesselt, geballt, erzittern wir vor ihrer Gewalt.

Was ist Energie? Wir wissen es nie.

Dem Rätsel hat Einstein nachgespürt, was auch nicht recht zum Verständnis führt. Erklärend bleibt nur die Formel parat: Energie = m mal c zum Quadrat.

Der faustische Mensch

„Wissen möchte ich, was die Welt im Innersten zusammenhält!“

Das treibt den ruhelosen Faust und überall dies Wollen haust, wo Menschen nach Erkenntnis streben, und koste es das eigene Leben.

Der Wunderbau der Wissenschaft erwuchs aus dieser Geisteskraft, die in uns Menschen sich erhebt, so dass der Kosmos selbst erbebt.

Heut’ landen Sonden gar am Mars. Roboter? Nein, die Sehnsucht war’s, die uns den Schritt ins All geleitet, damit Erkenntnis vorwärts schreitet.

Kein Ende jemals ist in Sicht Und trotzdem scheut die Menschheit nicht, ihr Wissen ständig zu vermehren und sich in Neuem zu bewähren. Solange wir nicht untergehen, wird dieses Streben fortbestehen.

Geborgen im Sein

Wortlos sich geborgen fühlen im Geräder vieler Mühlen, die als Schicksal Dich zermahlen, um mit Dir als Stoff zu prahlen.

Stoff, aus dem ein Mensch entsteht, durch dessen Sinne etwas weht, ein Hauch aus allem, was geschieht, auftaucht, wirkt und wieder flieht.

Du stolperst, fällst, stehst wieder auf, bewältigst Deines Lebens Lauf.

Du vernimmst, gleich einem Lied, das sich durch viele Strophen zieht, die Melodie im Weltgetriebe voll Mühe, Freude, Leid und Liebe.

Du spürst in allem von Gewicht: Das Äußere ist das Wahre nicht.

Da weht er wieder dieser Hauch, verwandelt Dich in Maßen auch.

Bist Note in der Melodie, klingst auf, verstummst. Sie endet nie.

Bist Du geworfen brutal ins Sein? Bloß ausgesetzt, verloren? Nein!

Wie vieles fügt sich um Dich her, manches fällt leicht, manches arg schwer.

Einsam wähnst Du Dich, allein. Doch etwas wird immer um Dich sein.

Allmählich stellt sich das Fühlen ein: Du bist geborgen im wahren Sein.

 

  • Aus: Gerulf Stix, Geborgen im Sein. Gereimte Gedanken (2015). ISBN 978-3-940190-89-5 Xlibri.de Buchproduktion, D 86916 Kaufering 

 

 

Bearbeitungsstand: Freitag, 27. Juli 2018

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