Genius-Brief November–Dezember 2018

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Die Verantwortung für die Inhalte der einzelnen Lesestücke tragen deren Verfasser.
Herausgeber ist der Verein Genius-Gesellschaft für freiheitliches Denken, Wien. Von diesem wurde mit der praktischen Durchführung der Herausgabe Dr. Gerulf Stix, Ampass, beauftragt. Die Redaktion leitet Bernd Stracke, Innsbruck.
Beide sind erreichbar über verein@genius.co.at. Über die redaktionelle Linie des Mediums informiert: www.genius.co.at. Die Wiedergabe von Genius-Lesestücken ist nur mit Zustimmung der Genius-Gesellschaft gestattet. Weitere Auskünfte finden Sie ebenfalls unter: www.genius.co.at

Inhaltsangaben

Bewusste Elternschaft

Der Geburtenschwund bei den in Europa einheimischen Völkern ist signifikant. Wenn die Europäer und unter diesen die Deutschen nicht schon in wenigen Generationen aussterben wollen, muss eine Trendwende stattfinden. Gerulf Stix nennt in seinem Aufsatz Im Schoß der Frauen liegt unser Schicksal einerseits ohne Umschweife die Probleme, andererseits zeigt er den maßgeblichen Weg in eine gute Zukunft auf, indem er sich für eine „bewusste Elternschaft“ ausspricht. Mit bloß materiellen Maßnahmen, die gut gemeint sein mögen und manchmal auch gerechtfertigt sind, werden oft überwiegend die Falschen motiviert. Entscheidend für unsere Zukunft ist eine psychologische Hinwendung zu bewusster Elternschaft.
Lesestück Nr. 01/November–Dezember 2018 

Der Welt-Pakt über Migration ist abzulehnen

Der UNO-Pakt über „sichere, geordnete und reguläre Migration“ soll im Dezember in Marokko von allen Staaten unterzeichnet werden. Österreich wird diesen Pakt so wie andere Staaten ebenfalls nicht unterzeichnen. Gerd Schultze-Rhonhof klärt hier in seinem Artikel Das Kernproblem bleibt ungelöst auf, welche sachlichen Gründe es für eine Ablehnung dieses UNO-Paktes gibt. Dass der Pakt „rechtlich unverbindlich“ sei, wie medial vielfach behauptet wird, wird von Kennern des Völkerrechts nicht so gesehen. Die österreichische Bundesregierung weist zurecht darauf hin, dass die wesentlichen Punkt im Pakt 23mal mit den Worten beginnen: Die unterzeichnenden Staaten „verpflichten sich“! Der Pakt verschweigt den dauerhaften Einwanderungsdruck auf Europa. Er trifft auch keine Unterscheidung zwischen politischen und Wirtschaftsflüchtlingen, die eindeutig die Masse der Migrationswilligen bilden.
Lesestück Nr. 02/November–Dezember 2018 

Der Bevölkerung gefällt die Arbeit der österreichischen Bundesregierung

Das zeigen immer wieder die einschlägigen Umfragen. Unser Autor Dieter Grillmayer untersucht hier systematisch wichtige Veränderungen in Österreich. In seinem Beitrag Licht und Schatten über Österreich und Europa zieht er eine Parallele zwischen Innenminister Herbert Kickl und dem seinerzeitigen Innenminister und Präsidenten des Österreichischen Gewerkschaftsbundes Franz Olah. Entgegen der Hasswelle, die beiden in vielen Medien entgegen schlug bzw. Kickl heute entgegen schlägt, schreibt Grillmayer: „Franz Olah war und Herbert Kickl ist mit einer Intelligenz und Entschlusskraft ausgestattet, wie man sich das für einen Berufspolitiker nur wünschen kann“. Dem ist nichts hinzuzufügen.
Lesestück Nr. 03/November–Dezember 2018 

Das totalitäre Potenzial der offenen Gesellschaft

„Die Linke ist die Speerspitze der offenen Gesellschaft“, meint Jan Mahnert in seinem Artikel Die offene Gesellschaft – Anspruch und Wirklichkeit. Der Autor setzt sich hier mit dem landläufig gewordenen Begriff der offenen Gesellschaft auseinander. Ausgehend von Karl Popper beruft sich Jan Mahnert auf Erfahrungswissen, wenn er darlegt, dass die europäischen Gesellschaften desto repressiver wurden, je mehr sie sich zu „offenen“ Gesellschaften entwickelten. Die Ursache für diese Entwicklung sieht er darin, dass „Gleichheit nach mehr Gleichheit“ ruft. Darin liegt die Wurzel für einen neuen Totalitarismus.
Lesestück Nr. 04/November–Dezember 2018 

Gender-Mainstreaming

Ahnenkult oder zumindest Ahnenverehrung als Kulturleistung werden durch die ideologische „Zerstörung der Familie“ fragwürdig, wenn nicht gar unmöglich. Das begründet Wolfgang Caspart in seinem Aufsatz Ahnenverehrung versus Gender-Mainstreaming. Im gegenwärtigen Bestreben, die Geschlechterdifferenzierung von Mann und Frau normativ aufzuheben, erblickt der Autor nicht nur einen Kampf gegen überlieferte Kulturanschauungen, sondern gegen die Natur selbst. Aber in diesem Kampf bleibt die Natur auf die Dauer die Siegerin.
Lesestück Nr. 05/November–Dezember 2018 

Entkernung des traditionellen Verständnisses von Ehe und Familie

Erinnern Sie sich noch an die Weltfrauenkonferenz im Jahr 1995? JUNIUS tut dies in dem Artikel Clan statt Familie? Damals wurde nämlich eine „unverbindliche Handlungsempfehlung“ zum Gender Mainstreaming beschlossen. Unter diesem Gesichtspunkt schaut sich JUNIUS die Überarbeitung der Dublin-Richtlinie der EU an. Fazit: Der überlieferte Familienbegriff wird zu Gunsten einer nebulosen Clan-Vorstellung völlig aufgelöst. Wie bereits berichtet, tragen die Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofes zu diesem Fait accompli bei. Diese Entwicklung lässt zurecht die Alarmsirenen beim derzeit zur Debatte stehenden UN-Pakt zur Immigration schrillen. Auch dieser Pakt ist bekanntlich „rechtlich unverbindlich“...
Lesestück Nr. 06/November–Dezember 2018 

Hoffnungsbaum am Brenner

Diese Überschrift findet sich über einem kleinen Gedicht von Winfried Matuella, dem Obmann des Andreas Hofer-Bundes in Innsbruck. Die Verse versinnbildlichen die nie aufgegebene Hoffnung, Südtirol deutsch zu erhalten. Unsere Zitaten-Truhe steht diesmal ganz im Zeichen Südtirols. Wie tief verwurzelt dessen deutsche Kultur ist, zeigen die alten, in urtümlicher Sprache gehaltenen Verse des im 14. Jahrhundert im Pustertal geborenen Oswald von Wolkenstein.
Lesestück Nr. 07/November–Dezember 2018 

Stephen Hawking warnte vor der Künstlichen Intelligenz (KI)

Wie viele Menschen wissen überhaupt, was unter KI zu verstehen ist? Karl Sumereder beschreibt hier in einfachen Worten, worum es wirklich geht. In seinem Beitrag Künstliche Intelligenz (KI) – Gefahr für Demokratie und Gesellschaft? schildert Sumereder aber nicht nur die der Roboterisierung inhärente Logik, sondern zeigt auch die Gefahr einer Entmündigung des Menschen durch die KI auf. Dabei stehen wir schon längst mit unterschiedlichen Abstufungen von Künstlicher Intelligenz in Kontakt.
Lesestück Nr. 08/November–Dezember 2018 

Die ungarndeutsche Gegenwartsliteratur

Obwohl die deutsche Literatur in Ostmittel- und Südosteuropa durch die Katastrophe von 1945 beinahe verschwunden ist, gibt sie heute kräftige Lebenszeichen von sich. Peter Wassertheurer zeigt in seiner Buchbesprechung Beispiele für eine latente Erinnerungskultur, wie der Buchautor Helmut Herman Bechtel die ungarndeutsche Gegenwartsliteratur auf die Epoche nach der Wende von 1989 eingrenzt und analysiert. Er sieht eine intensive Auseinandersetzung mit der kulturellen und sprachlichen Identität.
Lesestück Nr. 09/November–Dezember 2018 

AUFGEBLENDET
100 Jahre-Gedenken, der Brexit und die USA

Nun liegt das wochen- und sogar monatelange Gedenken an das Ende des 1. Weltkrieges 1918 praktisch hinter uns. Bei den meisten der großen Sendungen dazu im ORF fiel auf, dass die ausschlaggebende Rolle der USA unterbelichtet blieb oder gar nicht erwähnt wurde. Das nimmt vor allem deswegen wunder, weil ohne das militärische Eingreifen der USA im Jahr 1916 der 1. Weltkrieg vermutlich mit einem Friedensschluss nach allseitiger Erschöpfung geendet hätte. Die großen europäischen Monarchien, die in diesen ersten industriell geführten Krieg wie „Schlafwandler“ (1) hinein geschlittert waren, hätten sich – wie in Europa seit Jahrhunderten üblich gewesen – auf irgendwelche territorialen und andere Kompromisse halbwegs geeinigt. Sie hätten wahrscheinlich in dann abgeänderter Form irgendwie überlebt und im Zuge dessen auch dem aufrührerischen Zeitgeist wohl einige Konzessionen gemacht, darunter auch die von allen Staatsbürgern demokratisch gewählten Parlamente. Vermutlich wäre es dann auch zu keiner Fortsetzung des ersten Weltkriegs durch den zweiten Weltkrieg gekommen. Doch durch das Eingreifen der damals schon mächtigen Vereinigten Staaten von Amerika kam alles anders.
Was waren die Beweggründe der USA? Glaubt man der Propaganda, dann ging es im 1. Weltkrieg gegen den „bösen deutschen Kaiser“ und im 2. Weltkrieg gegen den „verbrecherischen Adolf Hitler“. Ganz anders als diese alliierte Propaganda nennt der amerikanische Professor Samuel P. Huntington von der Harvard Universität erstaunlich offen viel plausiblere Gründe: „Mehr als zwei Jahrhunderte lang haben die USA den Versuch unternommen, das Entstehen einer dominierenden Macht in Europa zu verhindern. Fast 100 Jahre lang, seit der Politik der ‚offenen Tür‘ gegenüber China, haben sie das gleiche in Asien versucht. Zur Erreichung dieser Ziele haben die USA zwei Weltkriege und einen kalten Krieg gegen das kaiserliche Deutschland, Nazi-Deutschland, das kaiserliche Japan, die Sowjetunion und das kommunistische China geführt.“ (2)
Wir glauben hier Prof. Huntington mehr als der offiziellen Propaganda. Übrigens erklärt er in seinem Buch sehr genau auch die gegenwärtige Politik der USA gegenüber dem rotfaschistischen China auf dessen Weg zu einer Weltmacht.
Doch zurück nach Europa. Hier konnten die USA letztlich ihr Ziel erreichen. Heute gibt es keine dominierende Macht in Europa. Militärisch hat die NATO das Sagen. Die NATO steht bekanntlich unter nordamerikanischem Oberbefehl und dehnt sich territorial immer weiter in Richtung der untergegangenen Sowjetunion aus. Dieses Spiel geht weiter. Die Sanktionen gegen Russland gehören natürlich auch dazu, wenngleich sie mit der Annexion der Krim begründet werden.
Wirtschaftlich hat auch in Europa die von der Wall Street ebenso still wie wirksam gesteuerte globale Finanzwirtschaft das Sagen. Mit anderen Worten: Europa selbst hat kaum etwas zu melden. Wenn es da nicht die EU gäbe ...
Damit kommen wir zum Brexit. Diese in England erfolgreiche Volksabstimmung für einen Ausstieg aus der EU brachte den Fahrplan der USA ein wenig aus dem Geleise. Ursprünglich wähnten sich die USA im Wege ihres De-facto-Satelliten Großbritannien, welches – verglichen mit dem British Empire – nicht mehr groß ist, aber (noch) ein gewichtiges Mitglied der EU darstellt, sozusagen als mitten in der EU verankert. Durch einen harten Brexit befürchten die USA nun, aus dem inneren Kreis der EU hinaus gedrängt zu werden. Also wird um einen „weichen“ Brexit weiter gepokert. Sogar eine Wiederholung der Volksabstimmung erscheint nicht mehr ausgeschlossen.
Parallel dazu zeigen sich innerhalb der kontinentalen EU leichte Anzeichen einer gewissen Aufmüpfigkeit gegenüber den USA. Dazu gehören u. a. die Ansätze zu einem „Handelskrieg“ mit der Administration von US-Präsident Trump wie auch die Äußerungen des französischen Präsidenten Macron – darin neuerdings unterstützt von der deutschen Kanzlerin Merkel – zur Schaffung einer Art eigenständiger europäischer Armee. Jüngst erst warnte NATO-Generalsekretär Stoltenberg vor einer eigenen europäischen Armee. Nur die NATO gewährleiste die Sicherheit Europas, meinte er. Soweit, so klar. Unbeschadet einer Beurteilung erstens in der Sache und zweitens hinsichtlich realistischer Aussichten für die tatsächliche Schaffung einer europäischen Armee kann den selbstbewussten Nordamerikanern beides nicht gefallen.
Vor diesem Hintergrund müssen alle laufenden und die noch kommenden Verhandlungen, „Papiere“ und diplomatischen Vorgänge zwischen London und Brüssel – wie die politischen Konflikte innerhalb Englands und selbstverständlich ebenso innerhalb der kontinentalen EU – gesehen werden. Um es überspitzt zu sagen: Für die USA geht es im Wesentlichen darum, vermittels England bei einem „weichen“ Brexit – vielleicht sogar einem scheinbaren Brexit – inmitten der EU zu verbleiben oder bei einem „harten“ Ausstieg Englands die EU als solche zu zerstören bzw. scheibchenweise abzuwracken. Derzeit wird allseits auf einen „weichen“ Brexit mit einer langen Übergangszeit, die in Wahrheit alles Künftige offen lässt, hin gespielt. Zum heutigen Zeitpunkt lässt sich kaum beurteilen, wie dieses Tauziehen ausgehen wird. Wahrscheinlich behalten die USA beide dieser möglichen Varianten im Auge. Vorsorglich versuchen sie wohl auch, die EU in jedem Fall massiv zu schwächen. Denn an einer starken EU kann Washington nur interessiert sein, wenn diese ohne Wenn und Aber als Bündnispartner sowohl militärisch als auch wirtschaftlich und natürlich unter direkter oder indirekter amerikanischer Kontrolle auch künftig zur Verfügung steht.

Die Europapolitik der USA muss auch unter dem Gesichtspunkt verstanden werden, dass Washington es darauf anlegt, Russland westlich zu dominieren oder, wenn das nicht gelingen sollte, irgendwie nieder zu ringen. Der schlimmste aller denkbaren Fälle für Europa wäre ein militärischer Schlagabtausch zwischen den USA und Russland. Dann würden Ost- und Mitteleuropa zu einem verwüsteten Schlachtfeld werden. Da es für beide hypothetisch einen „heißen“ Krieg führende Seiten nicht bloß um Dominanz, sondern letztlich sogar ums Überleben ginge, würde zumindest eine Seite nicht davor zurück schrecken, Atomwaffen einzusetzen. Die jeweils andere Seite müsste darauf ebenfalls mit Atomwaffen antworten. Die schrecklichen Folgen für das Schlachtfeld Europa lassen sich kaum ausmalen.
Es liegt auf der Hand, dass vor allem in Mitteleuropa Tabula rasa gemacht werden würde. Dessen deutsche Mitte besitzt zwar keine eigenen Atomwaffen, doch beherbergt sie US-amerikanische Atomwaffen, die gegen Osten gerichtet sind. Klarerweise würde Russland sofort versuchen, diese auszuschalten. Die Verheerungen in Mitteleuropa sind kaum auszumalen. Nur möge man sich dadurch nicht täuschen lassen: Alle Nachbarländer wären davon betroffen! Für Osteuropa erübrigt sich eine nähere Schilderung, weil diese Länder wahrscheinlich auch direkt betroffen wären. Bezüglich das Westens sei hier nur auf die eigenartige Situation Frankreichs hingewiesen. Einerseits ist Frankreich aktive Atommacht, andererseits ist das Land gespickt mit mehr als 50 Atomkraftwerken. Selbst wenn nur bei einigen davon ein GAU provoziert würde, wäre eine gigantische Verseuchung ganz Frankreichs mit Radioaktivität die verheerende Folge. Nun lässt sich aber allein schon mit konventionellen Waffen bei einem „friedlichen“ Atomkraftwerk ein GAU herbei führen. Braucht es da noch nähere Schilderungen, um Horrorvisionen auszumalen?
Die Ausbreitung von Radioaktivität kennt bekanntlich keine politischen Grenzen. Nach einem Atomkrieg wäre deshalb ganz Europa für sehr viele Generationen ein nahezu unbewohnbares Gebiet. Europa wäre abzuschreiben.
Die logische Konsequenz auf Grund dieser Analyse ist eine Forderung an die Verantwortlichen überall in Europa: Macht eine Politik, die eine militärische Auseinandersetzung zwischen den USA und Russland auf Kosten Europas verhindert! Alle europäischen Staaten und selbstverständlich in erster Linie die EU müssen mit allen diplomatischen Mitteln darauf hinarbeiten, dass es zu einem versöhnlichen Interessensausgleich zwischen den USA und Russland kommt. Wir haben schon früher einmal von einer wünschenswerten „Achse Washington – Berlin – Moskau“ bei Mitnahme der europäischen Nachbarn geschrieben (3). Diese Vorstellung ist in ihrer Quintessenz aktueller denn je. Sie ist in einem buchstäblichen Sinn als notwendig geboten. Wenn heute der österreichischen Bundesregierung und insbesondere deren Koalitionspartner FPÖ eine gewisse „Russland-Freundlichkeit“ vorgeworfen wird, so ist dieser Vorwurf kurzsichtig. Ein unter friedlichen Aspekten freundschaftlich geordnetes Verhältnis zu Russland ist nämlich die Voraussetzung dafür, um mit den USA über eine Entspannung im Verhältnis Washington – Moskau überhaupt reden zu können. Selbstverständlich muss dabei auch das Verhältnis USA – Europa in einer freundschaftlichen Balance gehalten werden. Die üblich gewordenen Beschimpfungen gegen den US-amerikanischen Präsidenten sind kontraproduktiv. Mag schon sein, dass Trump spontan handelt und sich einer oft deftigen Ausdrucksweise befleißigt, aber er ist nun einmal der Präsident der USA. Für sein „Amerika first“ schob Trump jüngst erst alle Bedenken zum Mord an Khashoggi beiseite und erklärte die Saudis zu „großartigen Verbündeten“. So viel zum Thema Menschrechte und amerikanische Realpolitik.

Um einen Krieg zwischen den USA und Russland zu verhindern, braucht es selbstverständlich beide Großstaaten. Sie müssen dazu gebracht werden, ihre Interessensgegensätze friedlich auszugleichen. Europa muss eben wegen seines technologisch-menschlichen Potenzials eine Vermittlerrolle einnehmen. Weder darf es sich bedingungslos auf die eine, noch auf die andere Seite schlagen. Es geht um unser aller Überleben in Europa. Für eine gesicherte Zukunft ist eine friedliche Achse USA–Europa–Russland einfach notwendig.

Anmerkungen:

  • (1) Christopher Clark, „Die Schlafwandler – Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog“, Deutsche Verlags-Anstalt, 7. Auflage 2013 (Originalausgabe London 2012), 894 S.
  • (2) Samuel P. Huntington, „Kampf der Kulturen – Die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert“, Europa Verlag München, Wien 1997 (Originalausgabe New York 1996), Zitat Seite 369, 580 S.
  • (3) Gerulf Stix, „Die Achse Washington – Berlin – Moskau“, Lesestück Nr. 3, Genius-Brief November-Dezember 2012.

 

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